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Stadtverwaltung
Wolmirstedt
August-Bebel-Straße 24
39326 Wolmirstedt

http://www.stadtwolmirstedt.de

Wolmirstedt

160pxAbb. 1 Wappen von Wolmirstedt
Basisdaten
BundeslandSachsen-Anhalt
Höhe50 m
PLZ39326 (Elbeu, Farsleben, Glindenberg, Mose, Wolmirstedt)
Vorwahl039201
Gliederung5 Ortsteile
Adresse der VerwaltungAugust-Bebel-Straße 25,
39326 Wolmirstedt
Websitewww.stadtwolmirstedt.de
BürgermeisterinMarlies Cassuhn (parteilos)

Wolmirstedt ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt, die auf eine mehr als tausendjährige Geschichte zurückblickt.

Geografie

Geografische Lage

Wolmirstedt liegt an der Ohre, 14 Kilometer nördlich von Magdeburg. Das Stadtgebiet durchquert im Süden der Mittellandkanal, im Osten reicht es bis an die Elbe.

Stadtgliederung

Die Stadt Wolmirstedt gliedert sich neben der Kernstadt in die Ortsteile

Klima

Der Jahresniederschlag liegt bei 472 mm und ist damit extrem niedrig, an nur einem Prozent der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der Februar, die meisten Niederschläge fallen im Juni. Im Juni fallen 1,8 mal mehr Niederschläge als im Februar.

Nachbargemeinden

Geschichte

Im Jahr 780 erreichte ein fränkisches Heer unter Führung Karls des Großen die Elbe bei Wolmirstedt. Die erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1014. Thietmar von Merseburg berichtete in seiner Chronik von einem Ereignis, das sich fünf Jahre zuvor in Wolmirstedt ereignet hatte. Er verwies somit auf das Jahr 1009.

Heinrich der Löwe wurde 1180 als Herzog von Sachsen gestürzt und verstarb 1195. Dies eröffnete den Askaniern die Möglichkeit, das Gebiet westlich der Elbe in ihre Territorialbildung einzubeziehen. Zu den Maßnahmen von Albrecht II., Markgraf von Brandenburg (1205–1220) gehörte der Ausbau der Burg Wolmirstedt anno 1208. Laut Markgrafenchronik richtete sie sich gegen das Erzstift Magdeburg. Kriegerische Auseinandersetzungen zwischen Beiden überlieferten erst spätere Zeiten, es ging um die Vormachtstellung im Elbe-Oder-Raum. Die Truppen von Wilbrand, Erzbischof von Magdeburg (1235–1253) und Heinrich III., Markgraf von Meißen (1221–1288) äscherten dabei im Sommer 1243 Wolmirstedt ein.

Das Gebiet um Wolmirstedt wurde als Grafschaft Billungshöhe bezeichnet, die u. a. bei Dahlenwarsleben eine Dingstätte hatte und zeitweise im Auftrag der Markgrafen von den Grafen von Falkenstein verwaltet wurde. Am 11. Juni 1316 verkaufte Waldemar, Markgraf von Brandenburg (1308–1319) die Grafschaft Billungshöhe für 2.260 Mark mit Rückkaufsrecht ans Erzstift Magdeburg. Ausgenommen blieben Wolmirstedt und Elbeu. Erstere Ortschaft und wohl auch das benachbarte Dorf südlich der Ohre verpfändete Waldemar drei Jahre später für 12.000 Mark an den Erzbischof. Da keine Einlösung erfolgte, rechnete noch das Landbuch Kaiser Karls IV. von 1375 den Flecken und die Burg dem geistlichen Territorium zu.

Wolmirstedt spielte eine Rolle beim Erscheinen des falschen Waldemars. Aus Magdeburg anreisend, präsentierte er sich hier im August 1348 erstmals der Öffentlichkeit. Zwischen dem 17. und 20. August wurden vor Ort mehrere Urkunden ausgestellt, die markbrandenburgischen Städten Privilegien erteilten. Ende August ritt der angebliche Markgraf in Begleitung von Otto, Erzbischof von Magdeburg (1327–1361), Rudolf I. und Otto, Herzöge von Sachsen-Wittenberg, Albrecht, Graf von Barby sowie ihren Gefolgen weiter in die Mark. Die Ortschaft selbst erhielt 1590 das Stadtrecht.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) erlitt sie schwere Zerstörungen. Wolmirstedt beherbergte eine kaiserliche Garnison. Von ihr zog im Juli 1631 ein Reiterregiment bis Burgstall. Die Reiterei von Gustav Adolf II., König von Schweden (1611–1632) metzelte es nieder. 1680 wurde aus dem Erzstift das Herzogtum Magdeburg in Brandenburg-Preußen, Wolmirstedt lag bereits zuvor im Holzkreis.

In den Jahren 1848/49 erfolgte mit dem Bahnhofsgebäude der Anschluss ans Eisenbahnnetz. Ab 1850 siedelte sich die Lederindustrie mit sechs Betrieben an. Seit 1895 hat die Stadt ihr eigenes Elektrizitätswerk. Später wurde sie mit dem Umspannwerk Wolmirstedt zu einem wichtigen Knoten im Stromnetz.

Am 13. April 1945 besetzten US-amerikanischen Truppen Wolmirstedt und übertrugen es am 1. Juli 1945 der Sowjetischen Besatzungszone. 1952 wurde Elbeu eingemeindet. In den Folgejahren entstanden im ehrenamtlichen Aufbauwerk: das Stadion des Friedens, die Freilichtbühne und die Uferpromenade an der Ohre. In den 1970er Jahren wurde der Wohnungsbau vorangetrieben. 3000 Wohnungen wurden vorrangig in Plattenbauweise errichtet.

Wolmirstedt war die Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises, bis dieser 1994 mit dem Landkreis Haldensleben zum Ohrekreis zusammengelegt und Haldensleben zum Sitz von Landratsamt und Kreistag erklärt wurde. Am 1. Juli 2007 schloss sich der Ohrekreis mit dem Bördekreis zum Landkreis Börde zusammen.

Im Jahr 2009 feierte die Stadt „1000 Jahre Wolmirstedt“.

Eingemeindungen

Elbeu wurde am 1. Juli 1950 eingemeindet. Mose kam am 1. Januar 1993 hinzu. Am 1. Januar 2009 wurde die bis dahin selbstständige Gemeinde Farsleben eingemeindet. Das Stadtgebiet vergrößerte sich dadurch von 31,76 km² auf 38,88 km². Mit der Eingemeindung von Glindenberg am 1. Juli 2009 vergrößerte sich das Stadtgebiet auf 54,29 km².

Politik

Stadtrat

Seit der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 hat der Stadtrat 28 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 39,1 Prozent. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:

CDU SPD Linke FDP Grüne UWG FUWG
2014 13 Sitze 5 Sitze 4 Sitze 2 Sitze 1 Sitz 2 Sitze 1 Sitz

Seit der Kommunalwahl am 26. Mai '''2019''' hat der Stadtrat 28 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 43,3 Prozent. Die Wahl führte zu folgendem Ergebnis:

Partei/Liste Stimmenanteil Sitze
Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) 25,5 % 7 Sitze
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 17,0 % 5 Sitze
Alternative für Deutschland (AfD) 16,8 % 5 Sitze
Die Linke 10,1 % 3 Sitze
Freie Demokratische Partei (FDP) 2,3 % 1 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen (Grüne) 4,9 % 1 Sitz
KWG Börde 12,3 % 3 Sitze
UWG 4,7 % 1 Sitz
FUGW 4,6 % 1 Sitz
WWP 3,2 % 1 Sitz

Weiteres stimmenberechtigtes Mitglied des Stadtrates ist die Bürgermeisterin. Am 16. September 2018 wurde Marlies Cassuhn zur Bürgermeisterin gewählt. Bereits im ersten Wahlgang bekam sie 57,8 Prozent der Stimmen und machte somit eine Stichwahl unnötig. Die Wahlbeteiligung lag bei 47,8 Prozent.

Wappen

Das Wappen wurde am 20. Juni 1997 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Silber die heilige Katharina von Alexandrien in rotem Gewand mit goldenem Haar und goldenem Nimbus, in der rechten Hand ein gestürztes silbernes Schwert mit goldener Parierstange und goldenem Griff, in der linken ein gebrochenes goldenes Rad mit fünf Speichen und vier Zacken; vor ihren Füßen ein blauer Schild mit einer silbernen Lilie.“

Die Farben der Stadt sind Blau – Silber (Weiß).

Flagge

Die Stadtfahne ist diagonal in zwei Felder geteilt, im linken oberen Feld blau, im rechten unteren Feld weiß. In der Mitte enthält sie das Wappen der Stadt.

Städtepartnerschaften

Wolmirstedt unterhält eine Partnerschaft mit Wunstorf in Niedersachsen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Gedenkstätten

Bauwerke

Zu den erwähnenswerten Gebäuden im historischen Stadtkern gehören:

Die weitere Sakralgebäude außer der Schlosskirche sind:

Westlich der Innenstadt befinden sich:

Sport

Die Stadtverwaltung listet auf ihrer Webseite mehrere Sportvereine darunter sind Sportarten wie Fußball, Handball, Judo, Kanu, Tennis und Tischtennis. Überregional am bekanntesten dürften die Baskets Wolmirstedt sein. Im Sommer 2021 stieg der Verein von der viertklassigen Regionalliga in die Profiliga ProB auf. Haupt- und Namenssponsor der Basketball-Profis ist die ortsansässige Segment-Behälter-Bau GmbH (SBB).

Wirtschaft und Infrastruktur

Energie

In Wolmirstedt befindet sich ein großes 380-kV-Umspannwerk, das Umspannwerk Wolmirstedt. Auf dem Areal dieses Umspannwerks sollte zu DDR-Zeiten eine HGÜ-Kurzkupplung mit einer Übertragungsleistung von 600 Megawatt entstehen, doch wurde dieser Plan nach der deutschen Wiedervereinigung 1990 aufgegeben, da man beschloss, die Stromnetze Ost- und Westdeutschlands zu synchronisieren, siehe auch innerdeutscher Stromverbund. Die Stromrichterhalle wurde allerdings fertiggestellt (Koordinate:). Die vom Umspannwerk Wolmirstedt zum stillgelegten Kernkraftwerk Lubmin führende 380-kV-Leitung war die längste Stromleitung in Deutschland.

Verkehr

Der Bahnhof Wolmirstedt liegt an der Bahnstrecke Magdeburg–Stendal–Wittenberge und wird im Personenverkehr von Regionalexpress-Zügen der Linie RE20 (Magdeburg–Stendal–Uelzen) sowie der Linie S1 (Schönebeck-Salzelmen–Magdeburg–Stendal–Wittenberge) der S-Bahn Mittelelbe im Halbstundentakt bedient. Bis 1965 war der Ort ferner Ausgangspunkt der Kleinbahn Wolmirstedt–Colbitz.

Bei Wolmirstedt quert der Mittellandkanal die Elbe. Die Stadt ist über die Anschlussstelle Magdeburg-Zentrum der Bundesautobahn 2, die Anschlussstelle Wolmirstedt der Bundesautobahn 14 sowie die Bundesstraße 189 zu erreichen.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen mit Bezug zur Stadt

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Wolmirstedt

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

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