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Stadt Torgelow
Der Bürgermeister
Bahnhofstraße 2
17358 Torgelow

http://www.torgelow.de

Torgelow

160pxAbb. 1 Wappen von Torgelow
Basisdaten
BundeslandMecklenburg-Vorpommern
Höhe6 m
PLZ17358,
17379 (Heinrichsruh)
Vorwahl03976
Adresse der VerwaltungRathaus Torgelow,
Bahnhofstr. 2
17358 Torgelow
Websitewww.torgelow.de
BürgermeisterinKerstin Pukallus ()
Torgelow () ist eine Kleinstadt im Landkreis Vorpommern-Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern. Sie ist Verwaltungssitz des am 1. Januar 2005 gebildeten Amtes Torgelow-Ferdinandshof, dem weitere sechs Gemeinden angehören. Torgelow bildet für seine Umgebung ein Grundzentrum.

Geografie

Lage

Die Stadt liegt an der unteren Uecker im Gebiet der Ueckermünder Heide zwischen den Städten Pasewalk und Ueckermünde.

Stadtgliederung

Zur Stadt Torgelow gehören folgende Ortsteile:

  • Heinrichsruh
  • Holländerei
  • Müggenburg

Wohnsiedlungen innerhalb des Stadtgebietes sind Drögeheide und Spechtberg.

Nachbargemeinden

Im Uhrzeigersinn (von Norden beginnend): Liepgarten, Eggesin, Viereck, Hammer a. d. Uecker, Jatznick, Wilhelmsburg und Ferdinandshof.

Geschichte

Torgelow

Name

Der Ortsname Torgelow ist polabischen Ursprungs und bedeutet nach dem Wortstamm „Torg“ so viel wie Marktplatz (vgl. , ). Hier war am Zusammenfluss von Uecker und Randow ein wichtiger Handelsplatz mit der Burg Alt-Torgelow.

Einer alternativen Deutung nach soll der Ortsname vom ebenfalls polabischen turŭ für Auerochse bzw. Turreghlaue für Stierkopf stammen.

Mittelalter

Eine Burg und Landschaft wurde schon im Jahr 1270 „in mercia turglowe“ erwähnt. Erstmals urkundlich erwähnt wurde Torgelow am 14. April 1281, als der brandenburgische Markgraf Otto IV. auf Schloss Torgelow eine Urkunde signierte. 1333 wurden Henning und Hermann Torgelowen genannt. Um 1350 ließ Bertram Hase die Burg Alt-Torgelow errichten. Er war berüchtigt als Wegelagerer und Raubritter und widersetzte sich selbst der Streitmacht des Landesherren. Herzog Bogislaw VI. konnte die starke Burg trotz längerer Belagerung nicht einnehmen, es kam zum Vergleich, aber Hase betrieb seine Raubritterei weiter. 1446 belagerte Herzog Wartislaw IX. die Burg erneut, da der Nachfahre Zacharias Hase ebenfalls als Raubritter sein Unwesen trieb. Er konnte aber der Übermacht nicht standhalten und floh. Die Burg wurde zerstört. Als Hase wiederkehrte, verhinderten die Anklamer Kaufleute, die besonders unter der Wegelagerei zu leiden hatten, den Neuaufbau der Burg. 1454 belehnte Herzog Wartislaw IX. den Ritter Bernd von Muckerwitz (Pommern) mit dem Schlossgut Torgelow, dessen Familie starb aber bald nach 1568 aus. Der Ritterbesitz wurde danach Domäne des Herzogtums Pommern-Wolgast.

1600 bis 1900

Die Siedlung wurde im Dreißigjährigen Krieg vollkommen zerstört. Königin Christine von Schweden beschloss nach dem Frieden von Münster und Osnabrück, den Ort mit Finnen und Livländern zu besiedeln. Am Ende des Nordischen Krieges, 1720, gehörte Altvorpommern und damit auch Torgelow zu Preußen.

Bekannt wurde Torgelow, als man Anfang des 18. Jahrhunderts Raseneisenerz fand. Dies war die Grundlage der Kabinettsorder Friedrichs II. vom 25. Dezember 1753 für den Bau des „Königlich-Preußischen Eisenhüttenwerkes bey Torgelow“. Torgelow entwickelte sich nun zum Industriedorf.

Das Hüttenwerk war noch bis nach 1865 ein eigener Polizeibezirk. Torgelow war das Kirchdorf der Gemeinde und hatte 1865 eine Kirche, ein Predigerwitwenhaus, ein Küsterhaus, drei Schulen, eine Dampfmühle, einen Krughof, 105 Wohn- und 208 Wirtschaftsgebäude. Der Ort hatte 1570 Einwohner in 330 Familien, darunter sechs Halbbauern und 102 Büdner, die anderen waren Tagelöhner in den umfangreichen Staatsforsten, aber auch viele Handwerker waren in den Wohnplätzen angesessen. Zu Torgelow gehörten zu dieser Zeit folgende Wohnplätze:

Nach 1900

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden die neun jüdischen Bürger der Stadt verfolgt, in die Emigration gedrängt oder umgebracht. Die Synagoge der ehemaligen Jüdischen Gemeinde wurde niedergebrannt.

In dieser Zeit gab es 14 Gießereien. Unter der Tarnbezeichnung „See II“ erfolgte ab 1935 der Bau einer großen Sprengstofffabrik nahe dem Ortsteil Spechtberg durch die Deutsche Sprengchemie GmbH. Im Staatsforst Müggenburg errichtete die deutsche Luftwaffe zur gleichen Zeit eine Munitionsanstalt (Muna), die Luftmunitionsanstalt Torgelow (auch Luftmunitionsanstalt 1/III). Im Zweiten Weltkrieg mussten 3500 Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern in diesen Betrieben unter grausamen Bedingungen Zwangsarbeit verrichten. Viele der Zwangsarbeiter starben oder wurden ermordet.

Torgelow erhielt am 4. Mai 1945 vom sowjetischen Stadtkommandanten das Stadtrecht. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Gießereien auf dem Gelände der ehemaligen Hallerwerke zum VEB GUS (Guß- und Schmiedeteile) zusammengefasst, bis zur Wende 1989 als VEB Gießerei und Maschinenbau „Max Matern“ einem der größten Betriebe in der Region. Es wurden Teile für die Werften in Rostock gebaut und Motorengehäuse gegossen.

Am 1. Juli 1950 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Jägerbrück eingegliedert.

Torgelow wurde insbesondere bekannt durch seine in der Umgebung liegenden Kasernen und den östlich der Stadt gelegenen Truppenübungsplatz Jägerbrück.

Von 1952 bis 1994 gehörte Torgelow zum Kreis Ueckermünde (bis 1990 im DDR-Bezirk Neubrandenburg, danach im Land Mecklenburg-Vorpommern). 1994 wurde die Stadt in den Landkreis Uecker-Randow eingegliedert. Seit der Kreisgebietsreform 2011 liegt sie im Landkreis Vorpommern-Greifswald.

Seit 1991 wurde der historische Stadtkern im Rahmen der Städtebauförderung grundlegend saniert. Für seine vorbildliche stadtplanerische Zusammenarbeit mit den Städten Ueckermünde und Eggesin wurde Torgelow 2002 im Bundeswettbewerb „Stadtumbau Ost“ ausgezeichnet. 1996 wurde der Neubau des Rathauses eingeweiht.

2006 feierte Torgelow sein 725. und die Eisengießerei ihr 250. Jubiläum.

Ortsteile und Wohnsiedlungen

Heinrichsruh

Holländerei

Müggenburg

Müggenburg liegt auf einer Waldlichtung mitten im Staatsforst. Östlich erstreckt sich das Gebiet einer ausgedehnten bewaldeten Binnendüne. Der Ort war eine Domäne und erhielt 1770 eine Holländerei, eine Büdnerei, eine Teerschwelerei und eine Stabschlägerei in der Unterförsterei.

Müggenburg hatte 1865 eine Schule, 14 Wohn- und 23 Wirtschaftsgebäude. Es waren 231 Einwohner in 48 Familien ansässig, davon waren 13 Besitzer.

Südlich des Ortes liegt die Bahnstrecke von Jatznick nach Ueckermünde. Westlich verläuft neben dem Ort die Gasleitung OPAL von Lubmin nach Sachsen.

Der Müggenburger Teerofen ist nur noch ein Bodendenkmal, das Forsthaus daneben (mit Stabschlägerei) ist noch gut erhalten.

Drögeheide mit Jägerbrück

Spechtberg

Spechtberg war anfangs direkt als Wohnplatz dem Ort Torgelow zugeordnet. Ein Gebiet südlich der Ortslage heißt noch immer „Büdnerland“. Da Spechtberg durch die Uecker von Torgelow getrennt war, entwickelte es sich eigenständig mit einem Kalkofen und einer Försterei. Erst in den 1950er Jahren wurde Spechtberg ein großer Ort durch die Ansiedlung der dortigen Kasernenanlage der NVA mit zugehöriger Wohnsiedlung für die Offiziere und Berufssoldaten und deren Familien. Nach der Wende etablierte sich dort das Panzerbataillon 413 der Bundeswehr.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Jahr Einwohner
1990 13.463 2016 9.349
1995 12.244 2017 9.250
2000 11.449 2018 9.153
2005 10.128 2019 9.046
2010 9.268 2020 8.972
2015 9.436 2021 8.929
Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres

Politik

Stadtvertretung

Die Torgelower Stadtvertretung hat 21 Mitglieder. Sie setzt sich seit der Kommunalwahl 2019 wie folgt zusammen:

Partei/Wählergruppe Sitze
SPD 5
Die Linke 4
Bürgerbündnis mit Kompetenz für Vorpommern 4
CDU 4
AfD 2
Freie Wähler Torgelow 2

Bürgermeister

Nach dem Tod Ralf Gottschalks im September 2018 wurde Kerstin Pukallus in der Bürgermeisterwahl am 11. November 2018 mit 71 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von neun Jahren gewählt.

Wappen

Flagge

Die Flagge wurde am 27. Februar 1992 durch das Ministerium des Innern genehmigt.

Sie ist längs gestreift von Blau, Weiß und Blau. Die blauen Streifen nehmen je ein Zwölftel der Höhe des Flaggentuchs ein. In der Mitte des Flaggentuchs liegt das Stadtwappen, das etwa zwei Drittel der Höhe des Flaggentuchs einnimmt. Die Länge des Flaggentuchs verhält sich zur Höhe wie 5:3.

Dienstsiegel

Das Dienstsiegel zeigt das Stadtwappen mit der Umschrift „STADT TORGELOW * LANDKREIS VORPOMMERN-GREIFSWALD“.

Städtepartnerschaften

Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Gedenkstätten

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Die Eisengießerei Torgelow GmbH ist als metallverarbeitendes Unternehmen mit ca. 400 Beschäftigten der größte Arbeitgeber in Torgelow. Die Bundeswehr ist mit dem Jägerbataillon 413 und fünf seiner Kompanien in Torgelow stationiert.

Verkehr

In Torgelow kreuzen sich die Landesstraßen L 32 (Strasburg–Eggesin) und L 321 (Heinrichsruh–Pasewalk).

Torgelow ist seit 1884 an die Bahnstrecke Jatznick–Ueckermünde angebunden. Der Bahnhof Torgelow von 1884 wird von der Regional-Express-Linie RE 4 der Deutschen Bahn (Pasewalk–Ueckermünde Stadthafen) zweistündlich, in der Hauptverkehrszeit stündlich bedient.

Durch die Stadt führt der Radfernweg Berlin–Usedom.

Bildung

Sport

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Torgelow verbundene Persönlichkeiten

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Torgelow

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

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