Anzeigen
Maler MeyerMaler Meyer
Menü Back
Anzeigen
​Vertriebsspezialist (m/w/d) für Drohnentechnologie (Vollzeit/ Teilzeit)
Geoplana
Ingenieurgesellschaft mbH • Marbach am Neckar
Pflegefachkräfte (m/w/d) gesucht!
Ambulanter Pflegedienst
Carolin Schwarz • Buchen (Odenwald)
Vorstandsreferent (m/w/d)
Erste Wohnungsgenossenschaft
Berlin - Pankow eG • Berlin
Jobangebote von Drittabietern
Stadt Taucha
Der Bürgermeister
Schloßstraße 13
4425 Taucha

http://www.taucha.de

Taucha

160pxAbb. 1 Wappen von Taucha
Basisdaten
BundeslandSachsen
Höhe128 m
PLZ04425
Vorwahl034298
Gliederung9 Stadtteile
Websitewww.taucha.de
BürgermeisterTobias Meier (FDP; Wahlbündnis aus SPD, Die Linke, FDP und Bündnis 90/Die Grünen)
Taucha ist eine Kleinstadt im Landkreis Nordsachsen, nordöstlich von Leipzig, an dessen Stadtgebiet es direkt angrenzt.

Geographie

Geographische Lage

Taucha liegt in der Leipziger Tieflandsbucht. Durch die Stadt fließt die Parthe, deren Flussaue ein ausgedehntes Landschaftsschutzgebiet um die Stadt bildet. Außerhalb der Flussaue ist die Landschaft durch eiszeitliche Endmoränen geprägt (Saaleeiszeit). In der Umgebung befinden sich auch Reste von ehemaligen Vulkanen, die als Steinbrüche genutzt werden.

Stadtgliederung

Taucha besteht aus der Stadt Taucha selbst und den Ortsteilen Cradefeld, Dewitz (mit Döbitz), Graßdorf, Merkwitz, Plösitz, Pönitz, Seegeritz und Sehlis.

Eingemeindungen

ehemalige
Gemeinde
Datum Eingemeindung
Cradefeld 1. Apr. 1934 nach Taucha
Dewitz 1. Apr. 1937 nach Taucha
Döbitz 1. Jan. 1929 nach Dewitz
Graßdorf 1. Apr. 1934 nach Taucha
Merkwitz 1. Okt. 1992 nach Taucha
Plösitz 1. Apr. 1937 nach Taucha
Pönitz 1. Dez. 1991 nach Taucha
Seegeritz 1. Apr. 1973 nach Merkwitz
Sehlis 1. Okt. 1973 nach Taucha

Geschichte

Der Ort wurde im Jahre 974 erstmals als urbs Cothung in der Chronik des Bischofs Thietmar von Merseburg erwähnt. 1170 erhielt der Marktflecken Tuch durch den Magdeburger Erzbischof Wichmann von Seeburg das Stadtrecht verliehen. Dadurch sollte eine Konkurrenz zum meißnischen Leipzig aufgebaut werden. Erzbischof Albrecht I. ließ als sichtbaren Ausdruck der städtischen Selbständigkeit 1220 Schloss und Stadtmauer errichten.

1282 belagerte Dietrich von Landsberg, Markgraf zu Meißen, die Stadt und ließ nach ihrer Einnahme das Schloss schleifen. Nachdem der Magdeburger Erzbischof Otto 1355 endgültig auf den Besitz der Stadt verzichtete, gelangte Taucha endgültig in meißnische Lehnsherrschaft. Der Leipziger Rat kaufte 1569 Schloss und Rittergut Taucha.

Im Jahr 1621 befand sich in der Stadt eine Kippermünzstätte, in der unter den Münzmeistern Matthias von Neuß und David Wölke Interimsmünzen (Kippermünzen) geschlagen wurden. Das waren Kipper-Schreckenberger, Kreuzerstücke und Groschenstücke bis hin zum sogenannten Kippertaler zu 60 Groschen.

Mehrere große Pestepidemien suchten 1626–1680 den Ort heim, hinzu kamen mehrfache Zerstörungen während des Dreißigjährigen Krieges 1631–1644. In den Jahren 1819 und 1820 wurde die Stadtmauer abgebrochen. 1832 wurde Taucha wieder eine selbstständige Stadt. Taucha lag bis 1856 im kursächsischen bzw. königlich-sächsischen Kreisamt Leipzig. Ab 1856 war die Stadt Sitz des Gerichtsamts Taucha, ab 1879 des Amtsgerichtes Taucha. Ab 1875 gehörte Taucha zur Amtshauptmannschaft Leipzig.

Im Jahr 1935 begannen die Mitteldeutschen Motorenwerke, eine Tochtergesellschaft der Auto Union, mit dem Bau eines Flugzeugmotorenwerkes an der Graßdorfer Straße 75. Das Werk lag zur Tarnung in einem größeren Waldstück, zum Teil auf Fluren der Stadt Leipzig. Daher erfolgte am 1. April 1939 eine zwangsweise Umflurung nach Taucha. Bombenangriffe beschädigten das Werk 1944 schwer. 1946 bis 1947 wurden die Werksanlagen demontiert und die Gebäude gesprengt.

In den Jahren 1944/1945 befand sich in der heutigen Matthias-Erzberger-Straße ein Außenlager des KZ Buchenwald für 440 männliche Häftlinge, die bei der Hugo Schneider AG HASAG Zwangsarbeit verrichten mussten. Ein weiteres Außenlager der HASAG für 1.200 Frauen, das KZ-Außenlager Taucha, befand sich an der Matthias-Erzberger-Straße 7. Die zumeist jüdischen Frauen mussten ebenfalls in der Rüstungsproduktion arbeiten. Einen Todesmarsch bei Auflösung der Lager im Frühjahr 1945 überlebten nur wenige. Neben diesen Außenlagern existierten noch weitere zwölf Zwangsarbeitslager und Kriegsgefangenenlager, deren Häftlinge für die Mitteldeutschen Motorenwerke GmbH („Mimo“) arbeiteten und vor dem Ortsteil Pönitz untergebracht waren.

1999 wurde Taucha vom Landkreis Leipziger Land in den Landkreis Delitzsch umgegliedert. Im Zuge der Kreisreform in Sachsen wurde Taucha 2008 Teil des Landkreises Nordsachsen.

Politik

Stadtrat

Seit der Gemeinderatswahl am 26. Mai 2019 verteilen sich die 22 Sitze des Stadtrates folgendermaßen auf die einzelnen Gruppierungen:

Partei / Liste Sitze
CDU 5
SPD 4
Grüne 3
LINKE 2
FDP 2
AfD 1
Unabhängige Wähler Taucha 2

Parteienlandschaft und Jugendparlament

In Taucha gibt es Ortsverbände, der CDU (Vorsitz: Christiane Schenderlin), SPD (Ronny Rauscher), LINKE (Luise Neuhaus-Wartenberg), FDP (Jochen Möller) sowie der Unabhängigen Wähler Taucha (Jens Barthelmes). Einige Jugendverbände dieser, gibt es ebenfalls im Landkreis Nordsachsen, so auch in Taucha. Die größten sind die Junge Union, deren Kreisvorsitzender der Student Florian Stehl ist. Die Jusos werden vertreten durch eine Doppelspitze, bestehend aus der Studentin Hanna Jung und dem Studenten Max Trotte.

Ebenso existiert seit einigen Jahren das Jugendparlarment Taucha, dessen Sprecherin seit 2020 die Gymnasiastin Emily Meister ist.

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Religionsgemeinschaften

In Taucha gibt es eine evangelisch-lutherische Kirche (St. Moritz), eine katholische Kirche (St. Anna), eine neuapostolische Kirche sowie eine freikirchliche Elim-Gemeinde.

In Tauchas Ortsteilen gibt es in Sehlis mit der Katharinenkirche Sehlis sowie in Dewitz mit der Martin-Luther-Kirche Dewitz ebenfalls evangelisch-lutherische Kirchen.

Bauwerke

Gedenkstätten und Denkmale

Ein FIR-Ehrenmal aus dem Jahre 1963 am Kleinen Schöppenteich erinnert auf zwei Gedenktafeln an 20 sowjetische und polnische Kinder von Zwangsarbeiterinnen sowie an 68 Opfer von Zwangsarbeit aus neun Nationen.

Im Jahr 1911 errichtete der Turnverein Taucha im damaligen König-Albert-Park (heute Stadtpark) ein Denkmal zu Ehren des Turnvaters Jahn.

Sport

Die wichtigsten Sportstätten sind das Sport- und Freizeitzentrum mit Leichtathletik- und Fußballstadion sowie mehrere Turnhallen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Verkehr

Taucha hat durch die Nähe zu Leipzig eine gute Verkehrsanbindung. Im Südwesten führt die A 14 mit der Anschlussstelle Leipzig-Nordost an Taucha vorbei. Durch die Stadt führt die Bundesstraße 87 (Leipzig–Frankfurt (Oder)), deren bestandsnaher Ausbau derzeit geplant wird.

Der Bahnhof Taucha liegt an der Bahnstrecke Leipzig–Eilenburg. Die Stadt Taucha hat bereits die Verknüpfungsstelle Bahn-Bus gebaut und in Betrieb genommen. Im Herbst 2017 hat die Umgestaltung des Bahnhofs mit dem Neubau der Bahnsteige und eines Fußgängertunnels zur Schillerstraße sowie dem Ersatz des Bahnübergangs Portitzer Straße durch eine Straßenunterführung begonnen. Die Baumaßnahmen wurden im November 2019 abgeschlossen. Der Bahnhof Taucha ist an die S4 angebunden, die von Falkenberg (Elster) über Leipzig bis Markkleeberg-Gaschwitz verkehrt. Die kombinierte Linie RE10/11 verkehrt in Richtung Leipzig sowie Richtung Frankfurt (Oder) und Hoyerswerda mit Zugteilung in Falkenberg.

Die Stadt Taucha ist mit der Straßenbahnlinie 3 (Taucha–Leipzig Hauptbahnhof–Knautkleeberg, 20-Minuten-Takt), der S-Bahn-Linie S4 (Hoyerswerda–Taucha–Leipzig Hauptbahnhof–Markkleeberg; 30-Minuten-Takt), einem zweistündlichen Regionalexpress und Buslinien an das Nahverkehrsnetz angeschlossen. Taucha liegt im Mitteldeutschen Verkehrsverbund.

Am Stadtrand gibt es einen kleinen Flugplatz, welcher von Kleinflugzeugen und Segelfliegern benutzt wird. Der Flughafen Leipzig/Halle ist circa 20 km entfernt.

Natur

Die Natur um die Stadt Taucha ist geprägt vom Auengebiet der Parthe an deren Ufern die Stadt liegt und die Umgebung von den Hügeln der Tauchaer Endmoränen-Landschaft. Dabei ist besonders das Ratsholz im Nordwesten zwischen Graßdorf, Portitz und Plaußig sowie der Stadtpark mit Aussichtsturm im Südosten mit der Kulturlandschaft Parthenaue zu erwähnen. Damit schließt das Gebiet im Nordosten von Leipzig an die Kulturlandschaftsgestaltung des Grünen Rings Leipzig an (siehe auch Liste der Naturdenkmale in Taucha).

Söhne und Töchter der Stadt sowie prominente Bewohner

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Taucha

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.