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Samtgemeinde Lathen
Der Samtgemeindebürgermeister
Große Str. 3
49762 Lathen

http://www.lathen.de

Lathen

160pxAbb. 1 Wappen von Lathen
Basisdaten
BundeslandNiedersachsen
Höhe13 m
PLZ49762
Vorwahl05933
Gliederung5 Ortsteile
Websitelathen.de
Norbert Holtermann (CDU)

Lathen ist eine Gemeinde im Landkreis Emsland, Niedersachsen. Sie ist der Verwaltungssitz der Samtgemeinde Lathen.

Geografie

Geografische Lage

Lathen liegt zwischen Dörpen und Haren an der Ems und am Dortmund-Ems-Kanal, der Bundesstraße 70, der Eisenbahnstrecke Münster–Emden (Emslandstrecke) und nahe der Bundesautobahn 31.Acht Kilometer östlich des Ortskerns beginnt der Hümmling, ein waldreicher Geestrücken.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinden Fresenburg und Renkenberge, im Osten die Gemeinde Sögel in der gleichnamigen Samtgemeinde, im Süden die Stadt Haren und im Westen die Gemeinden Oberlangen, Sustrum und Niederlangen.

Gemeindegliederung

Neben dem Hauptort Lathen gehören Kathen-Frackel, Hilter, Kathen-Siedlung, Dünefehn, sowie Lathen-Wahn zum Gemeindegebiet.

Geschichte

Lathen taucht erstmals 854 als „Lodon“ auf. Es gehört zu den sehr alten Ortschaften und war schon vor dem Übergang des Nordlandes an Corvey 834 und zur Zeit der Christianisierung unter Karl dem Großen von Bedeutung. Es ist anzunehmen, dass Lodon in der unter Leitung des Missionsbischofs von Osnabrück erfolgenden Bekehrung des Agredingo durch die Missionszelle in Meppen den Hauptort und Mittelpunkt des Gaues darstellt. Dafür spricht,

Herkunft des Namens

Die älteste Benennung Lodon, zu der um 1000 Lodun tritt, kann Lode, Schössling, bedeuten, sodass on oder un als Grundwort und lod als Bestimmungswort aufzufassen wäre. Man kann aber ebenso gut trennen: lo-don, also Gehölz oder Lichtung im Gehölz auf oder bei einer Düne. Don und dun kommen im Altniederdeutschen nebeneinander vor. Die Schreibweise Loten findet sich erst in späteren Corveyer Aufzeichnungen, deren Einzelheiten nicht genau zu datieren sind und von rund 1100 bis 1400 reichen können. Der Name geht damit auf den gleichen germanischen Ursprung zurück wie London. Die Ems teilt in gleicher Weise ihre Namensherkunft mit der Themse.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Hilter (Ems) und Kathen-Frackel eingegliedert.

Gemeinderat

Der Rat der Gemeinde Lathen setzt sich aus 19 Mitgliedern zusammen. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die Gemeindewahl am 12. September 2021 führte in Lathen zu den Ergebnissen, die in den Diagrammen dargestellt sind.Die vergangenen fünf Kommunalwahlen in Lathen führten zu folgenden Ergebnissen:

Partei 2021 2016 2011 2006 2001
% Sitze % Sitze % Sitze % Sitze % Sitze
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 54,78 10 57,15 11 64.97 11 72,54 12 69,73 13
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 27,57 5 36,27 7 28,97 5 22,38 4 25,85 4
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 9,44 2 6,58 1 4,17 1
FDP Freie Demokratische Partei 8,21 2 1,88 0 5,08 1 4,42 0
Gesamt 100 19 100 19 100 17 100 17 100 17
Wahlbeteiligung 48,21 % 48,93 % 48,82 % 49,13 % k. A.

Infrastruktur

Lathen hat einen Bahnhof für Regional-Express-Züge (RE 15) an der Bahnstrecke Rheine–Norddeich Mole (Emslandstrecke). In Lathen zweigt die Bahnstrecke Lathen–Werlte ab.

Linie Verlauf Takt Betreiber

Vom Bahnhof fahren auch Busse nach Sögel und in die zur Samtgemeinde Lathen gehörenden Dörfer.

Durch das Gemeindegebiet von Lathen führen mehrere Radfernwege sowie lokale Radrundwege.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter des Ortes

Ehrenbürger

Ehrenbürgerin Lathens ist Erna de Vries. Die 1923 in Kaiserslautern geborene Überlebende des Holocaust war mit dem in Lathen geborenen Josef de Vries, der als Jude sechs Jahre in deutschen Konzentrationslagern verbrachte, verheiratet.

Am 17. Mai 1991 wurde erstmals das Ehrenbürgerrecht der Gemeinde Lathen verliehen. Damals übergaben Heinrich Middendorf, Bürgermeister bis 1997, und Verwaltungschef Wilhelm Eiken die Urkunde und den Ehrenring an Hermann Frerker (1912–1993) in „Würdigung seiner Verdienste um die Erforschung der Heimatgeschichte“.In der Ems-Zeitung vom 21. Mai 1991 war weiter zu lesen, dass „der Lebensweg des weit über die Grenzen des Emsorts hinaus bekannten Mediziners in Ankum begann...1950 ließen sich die Frerkers in Lathen nieder, Dr. Hermann Frerker eröffnete hier eine Praxis...In dem engagierten Bemühen um die Erforschung von Heimat- und Familiengeschichte begann Dr. Frerker Aufzeichnungen anzufertigen und Dokumente zu sammeln. In Staatsarchiven und im Archiv des Klosters Corvey war er Stammgast. So füllten sich Ordner um Ordner, und schnell wurde das ‚Frerkersche Archiv‘ zu einem unentbehrlichen Nachschlagewerk heimischer Kultur und Geschichte...Kaum jemand, der sich mit Orts-, Kirchen-, Familien- oder Vereinsgeschichte befasste, kam ohne den fachmännischen Rat von Dr. Frerker aus...“.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Lathen

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