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http://www.juechen.de

Wappen
Basisdaten
ArtStadt
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkDüsseldorf
LandkreisRhein-Kreis Neuss
Höhe81
PLZ41363
Vorwahl02164, 02165, 02166, 02181, 02182
Gemeindeschlüssel05162012
Gliederung27 Ortsteile
Websitewww.juechen.de
BürgermeisterPhilipp Sieben
AmtBürgermeister
Parteiparteilos

Jüchen ist eine mittlere kreisangehörige Stadt im Rhein-Kreis Neuss in Nordrhein-Westfalen. Sie liegt zwischen dem nordwestlich gelegenen Mönchengladbach und dem südöstlich gelegenen Grevenbroich. Der Tagebau Garzweiler befindet sich derzeit (Stand: Juni 2023) unmittelbar südlich des Jüchener Ortsteils Hochneukirch.

Geografie

Ausdehnung des Stadtgebiets

Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 10,8 Kilometer und die Ost-West-Ausdehnung 9,4 Kilometer.

Nachbargemeinden

Nachbargemeinden bzw. -städte Jüchens sind im Uhrzeigersinn:

Stadtgliederung

Zur Stadt Jüchen gehören folgende Ortsteile:

  • Aldenhoven
  • Bedburdyck
  • Damm
  • Dürselen
  • Garzweiler
  • Gierath
  • Gubberath
  • Hackhausen
  • Herberath
  • Hochneukirch
  • Holz
  • Hoppers
  • Jüchen
  • Kamphausen
  • Kelzenberg
  • Mürmeln
  • Neuenhoven
  • Otzenrath/Spenrath
  • Priesterath
  • Rath
  • Schaan
  • Schlich
  • Schloss Dyck
  • Stessen
  • Stolzenberg
  • Waat
  • Wallrath
  • Wey

Hochneukirch hieß bis zum Anschluss an das Kaiserliche Eisenbahnnetz im Jahr 1873 Neukirchen.

Im Zuge des Tagebaus Garzweiler wurden im Laufe der Zeit die Ortschaften:

umgesiedelt und später abgebaggert. Während der Umsiedlung wurden die Ortsnamen der bislang bestehenden Ortschaften (zur Unterscheidung) durch die Bezeichnung „Alt“ und die Ortsnamen der neu angelegten Ortslagen durch die Bezeichnung „Neu“ ergänzt. Nach der vollständigen Umsiedlung und Auflösung der alten Ortslagen wurden die Zusatzbezeichnungen „Neu“ vor den Ortsnamen der neuen Ortslagen entfernt.

Geschichte

Erste Ansiedlungen gehen auf die urgeschichtliche Zeit (Bandkeramiker) zurück. Aus der Zeit des 4. und 5. Jahrhunderts wurden fränkische Gräber gefunden. Im Jahre 866 wurde der Abtei Prüm Grund in Iuhcgende / Iughgende geschenkt; diese frühe Erwähnung identifizierte man früher mit Jüchen, was heute jedoch abgelehnt wird.

Die sichere Ersterwähnung erfolgt zum Jahr 1273/4 als „Jughende“. Der Name kommt wohl vom Bach, der auf eine indogermanische Wurzel zurückgeht und etwa wallender Bach bedeutet. Ein anderer Ansatz vermutet den Namensursprung bei der römischen Villa Jucunda, die sich am Westrand des heutigen Jüchen befand. Jüchen gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Jülich (Amt Kaster). 1794 wurde das Gebiet von französischen Truppen besetzt. Es entstand die Mairie Jüchen, die zum Kanton Odenkirchen im Arrondissement Krefeld im Département de la Roer gehörte. 1815 kam Jüchen an das Königreich Preußen. Aus der Mairie Jüchen wurde die Bürgermeisterei Jüchen, die 1816 an den Kreis Grevenbroich kam und 1929 an den Kreis Grevenbroich-Neuß. 1975 wurde Jüchen ein Teil des Rhein-Kreis Neuss.

Am 28. November 2017 wurde durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalen, vertreten durch Ministerpräsident Armin Laschet und Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung Ina Scharrenbach die Verordnung unterzeichnet, dass Jüchen zum 1. Januar 2019 zur mittleren kreisangehörigen Stadt ernannt wird.

Eingemeindungen

In den 1930er Jahren kam es zu einigen lokalen Neugliederungen, die auch den Raum Jüchen betrafen: 1937 wurde das Amt Grevenbroich aufgelöst. Die Gemeinde Elsen wurde in die Stadt Grevenbroich eingemeindet und die Gemeinde Elfgen blieb eine selbständige Gemeinde im Amt Jüchen. Kurz hierauf wurde die Gemeinde Kelzenberg aufgelöst und in die Gemeinde Jüchen eingegliedert. 1964 wurde die Gemeinde Elfgen aufgrund der Braunkohlenplanungen aufgelöst und der Ort fand in der Stadt Grevenbroich seinen Umsiedlungsstandort. Am 1. Januar 1975 wurde die neue Gemeinde Jüchen aus den Gemeinden Jüchen, Hochneukirch, Garzweiler und Bedburdyck gebildet.

Einwohnerentwicklung

(zum 30. September)

(jeweils zum 31. Dezember)

Politik

Stadtrat

Die Gesamtzahl der Sitze im Jüchener Stadtrat beträgt 44 (regulär 38 Sitze, zuzüglich 6 Überhang- und Ausgleichsmandate). Nach der Kommunalwahl am 14. September 2025 verteilen sie sich folgendermaßen auf die einzelnen Parteien und Wählergemeinschaften:

Die AfD trat bei der Jüchener Stadtratswahl 2025 aufgrund von Formfehlern nicht an. Auf diese Formfehler hingewiesen hatte der Kreisverband der AfD.

Bürgermeister

Bürgermeister ist Philipp Sieben (parteilos), der als Kandidat der SPD antrat. Er setzte sich in der Stichwahl mit 57,79 % gegen seinen Amtsvorgänger Harald Zillikens (CDU) durch. Harald Zillikens (* 1959) wurde erstmals 2009 zum Bürgermeister gewählt und 2015 sowie 2020 im Amt bestätigt.

Städtepartnerschaften

Das Wappen der Stadt Jüchen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Tagebau

Südwestlich von Jüchen liegt der Tagebau Garzweiler. Die zur Gemeinde Jüchen gehörenden Ortsteile Garzweiler, Holz, Otzenrath und Spenrath wurden deshalb abgerissen und umgesiedelt. Der Braunkohletagebau Garzweiler ist von einem Aussichtspunkt aus einzusehen.

Weiteres

Siehe: Windpark Jüchen

Bildung

In Jüchen befinden sich in städtischer Trägerschaft insgesamt fünf Grundschulen (die kath. Grundschule in Hochneukirch, die Janusz-Korczak-Grundschule in Neu-Otzenrath, die Gemeinschaftsgrundschule in Jüchen, die Lindenschule in Gierath und die Gemeinschaftsgrundschule in Stessen), das Gymnasium Jüchen und die Gesamtschule Jüchen.

Verkehr

Jüchen liegt an der Bahnstrecke Rheydt–Köln-Ehrenfeld und besitzt zwei Bahnstationen: Jüchen und Hochneukirch. Beide werden vom RE 8 und von der RB 27 bedient.

Linie Verlauf Takt

Der Bahnhof Jüchen wurde 1889 mit einem Empfangsgebäude errichtet, welches heute in Privatbesitz ist. Im Bahnhof von Hochneukirch mündete die bis 1983 von Jülich kommende Strecke ein.

Persönlichkeiten

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Jüchen.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

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