Anzeigen
A. Bader GmbH
Fenster-Türen-InnenausbauA. Bader GmbH Fenster-Türen-Innenausbau
Menü Back
Anzeigen
KFZ-Klemptner
Autohaus Schmidt • Brand-Erbisdorf
LKW-Fahrer mit Führerschein C/CE (m/w/d)
Glitzner Entsorgung GmbH • Schneidenbach
CNC-Maschinenbediener (m/w/d)
HQM Scherdel GmbH • Schmölln
Jobangebote von Drittanbietern
Stadt
Hohenmölsen
Markt 1
6679 Hohenmölsen

http://www.stadt-hohenmoelsen.de

Wappen
Basisdaten
ArtStadt
BundeslandSachsen-Anhalt
LandkreisBurgenlandkreis
Höhe149
PLZ06679
Vorwahl034441
Gemeindeschlüssel15084235
Gliederung9 Ortsteile
Websitewww.stadt-hohenmoelsen.de
BürgermeisterAndy Haugk
Parteiparteilos

Hohenmölsen ist eine Stadt im Burgenlandkreis im Süden Sachsen-Anhalts. Sie war bis 1994 Sitz des gleichnamigen Landkreises Hohenmölsen.

Geographie

Die Stadt liegt rund 15 Kilometer südöstlich von Weißenfels auf einer Anhöhe. An der westlichen Bebauungsgrenze fließt die Rippach, ein Nebenfluss der Saale. Ihre Umgebung ist einerseits von der Landwirtschaft und andererseits vom Braunkohleabbau geprägt. Der östlich der Stadt gelegene Tagebau Profen ist noch in Betrieb. Die nächsten größeren Städte sind Weißenfels, Zeitz im Süden und Leipzig im Nordosten.

Geschichte

Hohenmölsen war 1080 Schauplatz der Schlacht bei Hohenmölsen zwischen König Heinrich IV und dessen Gegenkönig Rudolf von Rheinfelden. Im Jahr 1091 wurde erstmals die Burgward „Melsin villa“ (Milzin) urkundlich erwähnt. 1284 erhielt die Stadt das Marktrecht. Im Jahr 1539 begann die Reformation in Hohenmölsen. In den Jahren 1558 und 1578 zerstörten große Stadtbrände die Stadt fast vollständig.

Ab Anfang des 19. Jahrhunderts begann in der Umgebung von Hohenmölsen der Abbau von Braunkohle, zunächst mittels Stollen, die an Talhängen bis ins Flöz vorangetrieben wurden, zum Beispiel in Wählitz. Nach Gründung der DDR erreichte der Braunkohlenabbau im Mitteldeutschen Revier eine neue Dimension. Nachbarorte von Hohenmölsen, wie Mutschau, Köttichau, Döbris, Queisau, Steingrimma, Dobergast, wurden devastiert und anschließend vollständig überbaggert. Für die Umsiedlung eines großen Teils der Bewohner dieser Dörfer entstanden die neuen Stadtteile Hohenmölsen-Süd und Hohenmölsen-Nord, sodass die Einwohnerzahl der Stadt ab Beginn der 1950er Jahre deutlich stieg.

Von 1952 bis 1994 war Hohenmölsen Kreisstadt des Kreises Hohenmölsen (bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, dann im Land Sachsen-Anhalt). Seit der Kreisreform 1994 gehört die Stadt zum Burgenlandkreis.

Zu DDR-Zeiten befand sich in der Stadt eine Kreisdienststelle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), die unter anderem Informationen über den oppositionellen Pfarrer Oskar Brüsewitz sammelte.

Eingemeindungen

Zu Hohenmölsen eingemeindete Ortschaften:

  • Aupitz
  • Granschütz
  • Großgrimma
  • Jaucha
  • Oberwerschen
  • Rössuln
  • Taucha
  • Wählitz
  • Webau
  • Werschen
  • Zembschen
  • Zetzsch

Jaucha wurde am 20. Juli 1950 eingemeindet. Mutschau kam am 1. Dezember 1962 hinzu. Zembschen wurde am 9. Mai 2002 eingemeindet. Am 1. Januar 2003 folgten Webau und Werschen. Granschütz und Taucha wurden am 1. Januar 2010 eingegliedert.

Bevölkerung

Jahr Einwohner
1680 ca. 300
1890 2.846
1910 3.082
1933 4.619
1939 4.381
Jahr Einwohner
1990 8.384
2005 9.681
2010 10.567
2015 9.822
2020 9.510
Jahr Einwohner
2021 9.405
2022 9.301
2023 9.241
2024 9.211
2025 9.074

ab 1990: Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022

Der starke Anstieg der Einwohnerzahl zwischen 1990 und 2010 ist auf Eingemeindungen zurückzuführen.

Politik

Stadtrat

Der Stadtrat von Hohenmölsen besteht entsprechend der Einwohnerzahl der Stadt aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 61,1 % zu folgendem Ergebnis:

Partei / Wählergruppe || Stimmenanteil
2019 || Sitze
2019
Stimmenanteil
2024 || Sitze
2024
AfD 11,7 % 1 28,7 % 1
Aktives Hohenmölsener Land - Die Wählergemeinschaft 26,8 % 5 27,1 % 6
CDU 32,6 % 6 23,3 % 5
SPD 13,4 % 3 11,8 % 2
Die Linke 12,9 % 3 5,4 % 1
dieBasis 1,1 %
Bündnis 90/Die Grünen 1,1 %
Die Heimat (bis 2023 NPD) 2,7 % 1 |0,9 %
FDP 0,7 %
Insgesamt 100 % 19 100 % 15

Bei der Wahl 2019 entfielen auf die AfD zwei Sitze, von denen einer unbesetzt blieb, weil die Partei nur einen Kandidaten nominiert hatte.

Bei der Wahl 2024 entfielen auf die AfD sechs Sitze, von denen fünf unbesetzt bleiben, weil die Partei nur eine Kandidatin nominiert hatte.

Bürgermeister

Haugk wurde am 18. März 2018 mit 83,8 % der gültigen Stimmen wiedergewählt. Er wurde am 30. März 2025 mit 83,5 % der gültigen Stimmen ein weiteres Mal in seinem Amt bestätigt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.

Wappen

Blasonierung: „Geteilt von Rot über Gold. Oben hinter einer gezinnten silbernen Mauer mit schwarzem Tor ein gezinnter silberner Turm. Unten auf grünem Rasen ein springender roter Hirsch verfolgt von einem roten Jagdhund.“

Städtepartnerschaft

Eine Partnerschaft besteht mit der Stadt Bad Friedrichshall in Baden-Württemberg seit dem 27. Oktober 1990.

Sehenswürdigkeiten und Kultur

Das Zentrum von Hohenmölsen wird wesentlich von drei Gebäuden geprägt: dem Kirchturm, dem Wasserturm und dem Turm des Rathauses von Hohenmölsen. Die Stadt nennt sich deshalb auch „Stadt der drei Türme“. Wahrzeichen von Hohenmölsen ist die Äsop’sche Fabel Der Fuchs und der Storch. Sie ist in unterschiedlichen Darstellungen in der Stadt zu finden: als schmales Reliefbild an der Ostseite des Rathausturmes (unterhalb der Plattform), als Altmarkt-Brunnenskulptur von Joachim Hering und auf Laternen der Innenstadtbeleuchtung.

Die Glocke auf dem Altmarkt stammt aus der Großgrimmaer Kirche und ist ein Denkmal für diesen vom Braunkohlenbergbau zerstörten Ort.

In der Stadtkirche St. Petri befindet sich eine der Orgeln von Friedrich Ladegast. Weiterhin gibt es die 1947 erbaute katholische St.-Marien-Kirche, eine der wenigen in der sowjetischen Besatzungszone erbauten Kirchen, die heute noch gottesdienstlich genutzt werden.

Wasserturm-Hohenmölsen.jpg|Wasserturm in Hohenmölsen

HohenmölsenAltmarkt.JPG|Altmarkt mit Glocke der Großgrimmaer Kirche

HohenmölsenKath.JPG|Katholische Marienkirche in Hohenmölsen

Gedenkstätten

Naherholung

Der Mondsee mit dem Freizeitpark Pirkau liegt etwa drei Kilometer südöstlich des Ortes.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Ansässige Unternehmen

Die größten Arbeitgeber der Stadt sind die MIBRAG und der Standort Hohenmölsen des AGCO Konzerns.

Die Mitteldeutsche Braunkohlengesellschaft (MIBRAG) betreibt hier das Kraftwerk Wählitz und den Tagebau Profen.

AGCO erwarb 2009 die ehemalige Kaserne in Hohenmölsen und hat seitdem mehr als 35 Mio. Euro in den Standort Hohenmölsen investiert. Über 330 Angestellte fertigen vor Ort die Feldhäcksler Fendt Katana 65 und 85 und die Feldspritzen Rogator 300 und 600, aber auch Komponenten für die Traktorenherstellung der firmeneigenen Marken FENDT, Massey Ferguson und Valtra.

Verkehr

Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Landesnetzes Sachsen-Anhalt erbracht. Folgende Verbindungen führen, betrieben von der Personenverkehrsgesellschaft Burgenlandkreis, ab Hohenmölsen:

Die Bahnstrecke Großkorbetha–Deuben über Pörsten und Hohenmölsen ist seit 1999 ohne Personenverkehr. Sie wird noch für Kohletransporte aus dem Braunkohlerevier Profen von Wählitz nach Korbetha für das Kraftwerk Schkopau benutzt.

Hohenmölsen ist auf den Bundesstraßen 91 und 176 sowie der Bundesautobahn 9 mit der Anschlussstelle Weißenfels zu erreichen. Seit 2018 wird zwischen Hohenmölsen und Lützen die Verbindungsstraße L191-K2196-L189 gebaut. Die Bauarbeiten sollen 2021 abgeschlossen werden(Stand September 2020). Sie wird eine notwendige Anbindung zur Autobahn A 38 darstellen, da die gegenwärtige Anbindung nur über Umwege oder kurvenreiche Straßen möglich ist.

Bildung

Öffentliche Einrichtungen

Wichtiger Wirtschaftsfaktor war in den 1990er Jahren das Asklepios-Kreiskrankenhaus. Bis zur endgültigen Schließung im April 2008 war im Hohenmölsener Krankenhaus die Diabetologie-Abteilung des Asklepios-Krankenhauses Weißenfels untergebracht. Im September 2009 konnte ein Abriss des leerstehenden Gebäudekomplexes verhindert werden. Für eine mögliche weitere Nutzung gab es bisher keine Interessenten.

Die für die NVA in den 1970er Jahren errichtete und am 31. Dezember 2007 geschlossene General-Heinrich-August-von-Helldorff-Kaserne der Heeresflugabwehr zählt zu den ehemaligen Standorten der Bundeswehr. Die Bundeswehr war ebenfalls ein wichtiger Arbeitgeber in der ehemaligen Kreisstadt. Das Gelände außerhalb wird als Gewerbegebiet genutzt.

Vereine

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Mit Hohenmölsen verbundene Personen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hohenmölsen.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.