| Art | Stadt |
|---|---|
| Bundesland | Niedersachsen |
| Landkreis | Emsland |
| Höhe | 20 |
| PLZ | 49740 |
| Vorwahl | 05961, 05962, 05963, 05965, 05966 |
| Gemeindeschlüssel | 03454019 |
| Gliederung | 15 Ortschaften |
| Website | www.haseluenne.de |
| Bürgermeister | Werner Schräer |
| Partei | CDU |
Haselünne ist eine Stadt im Landkreis Emsland im Hasetal in Niedersachsen.
Haselünne liegt am Fluss Hase im zentralen Teil des Emslandes. Es liegt rund 13 km östlich der Kreisstadt Meppen und rund 20 km nordöstlich von Lingen (Ems) entfernt.
Die Stadt Haselünne ist eine Einheitsgemeinde, sie umfasst neben der Kernstadt die Ortschaften Andrup, Bückelte, Dörgen, Eltern, Flechum, Hamm, Huden, Hülsen, Klosterholte, Lage, Lahre, Lehrte, Lohe, Lotten und Westerloh.
Haselünne grenzt im Norden an Klein Berßen, Groß Berßen und Lähden, im Osten an Herzlake und Dohren, im Süden an Lengerich, Gersten und Bawinkel und im Westen an Geeste und Meppen.
Das Stadtgebiet von Haselünne gehört hydrologisch zum Einzugsgebiet der Hase und damit zum Flusssystem der Ems.
Die Hase ist das dominierende Oberflächengewässer in Haselünne und Umgebung. Sie fließt von Südosten in nordwestlicher Richtung durch Haselünne und weiter bis zur Mündung in die Ems bei Meppen. Der Fluss zeigt stark schwankende saisonale Pegelstände, im Sommer bei Niedrigwasser niedrige Pegelstände, im Winter/Frühjahr bei starken Niederschlägen bzw. Schneeschmelze deutlich erhöhte Pegelstände.
Nebenströme der Hase im Haselünner Raum sind die Lotter Beeke (linker Zufluss der Hase nordwestlich von Haselünne; sie mündet bei Haselünne-Lotten/Hamm in die Hase. Es ist ein typischer sandgeprägter Tieflandbach); und die Mittelradde (ca. 38 km langer Zufluss. Sie mündet bei Haselünne-Dörgen in die Hase und dient der Entwässerung feuchter Niederungsflächen).
Weitere kleine Gräben und Entwässerungsrinnen aus dem flachen Emsland entwässern über diese Haupt- und Nebenbäche in die Hase.
Das Naturschutzgebiet Dörgener Moor (NSG WE 029) ist ein klassisches Moorgebiet. Es ist ca. 88 ha groß und schützt Moorlandschaften sowie feuchte Waldbereiche.
Das Naturschutzgebiet Oewest (NSG WE 153) hat eine Fläche von ca. 15 ha und liegt nordwestlich von Haselünne und hat Hochmoorcharakter und Moortümpeln. Es ist überwiegend mit feuchten Moorwäldern (Bruchwald) bewachsen.
Das FFH-Gebiet „Untere Haseniederung“ (FFH 045) ist ein EU-geschützte Gebiet mit einer Fläche von über 2100 ha und umfasst den Unterlauf der Hase von Herzlake über Haselünne bis Meppen. Es enthält eine vielfältige Auenlandschaft mit feuchten Hochstaudenfluren, Altwassern, Feuchtwiesen, kleineren Stillgewässern und vernässten Grünlandflächen – viele davon strukturreiche Feuchtlebensräume.
Das Landschaftsschutz- (LSG EL 033) und Natura 2000–Naturschutzgebiet in der unteren Haseniederung (NSG WE 294) besteht aus 13 Teilflächen entlang der Hase bei Haselünne, darunter u. a. große Feuchtwiesen, verlandende Teiche und Niedermoorbereiche. Typische Lebensräume: Feuchtgrünland, Altarme der Hase, Feuchtwaldkomplexe und Bereiche mit stillen Gewässern (z. B. Koppelwiesen, Hasewiesen bei Eltern).
Im Gebiet der Haseniederung gibt es zahlreiche feuchte Lebensräume, die feuchte und vernässte Bedingungen aufweisen: (1) Koppelwiesen (Teilgebiet westlich von Haselünne): extensive Feuchtwiesen und Niedermoorbereiche mit Röhrichten und Sumpfstaudenfluren, (2) Haselünner Kuhweiden: südlich der Stadt großflächige Feuchtgrünländer, historisch genutzte Weiden mit Bezug zu Hochwasserbereichen der Hase.
Die Stadt Haselünne ist hydrologisch dadurch geprägt, dass die Hase im Unterlauf oft niedrige Fließgeschwindigkeiten und anthropogen veränderte Gewässerstrukturen aufweist, was Hochwasser- und Grundwassermanagement sowie Regenwasserbewirtschaftung vor besondere Herausforderungen stellt (z. B. hoher Grundwasserstand für Bauprojekte, Regenwasserbewirtschaftung) und Maßnahmen wie naturnahen Hochwasserschutz entlang der Hase erfordert. Ökologisch liegt ein Schwerpunkt in der Sicherung und Revitalisierung naturnaher Auenlandschaften und Feuchtbiotope im FFH- und Natura 2000–Naturschutzgebiet in der unteren Haseniederung zwischen Haselünne und Meppen, um die Lebensraumqualität für Flora und Fauna zu verbessern und zu erhalten. Zusätzlich erfordert die Versorgung mit sauberem Trinkwasser und die Abwasserbewirtschaftung fortlaufende Anpassungen, wie den Ausbau der Wasserinfrastruktur und regelmäßige Spülungen von Leitungen, um ökonomisch-ökologische Nachhaltigkeit und Schutz der Ressource Wasser zu gewährleisten.
Haselünne liegt im flachen Emsland innerhalb der Norddeutschen Tiefebene. Die Landschaft ist durch die Eiszeiten des Pleistozäns geprägt und besteht überwiegend aus quartären Lockersedimenten wie Sand, Kies und Schluff, die während der Saale- und Weichsel-Kaltzeit durch Schmelzwasser und Wind abgelagert wurden. Eine direkte Vergletscherung des Gebiets fand nicht statt. In Senken entstanden nach dem Ende der Eiszeiten Moore und Niedermoore.
Die Hase formte mit ihrem geringen Gefälle eine typische Flusslandschaft mit Mäandern, Altwässern und Terrassensanden. Festes Gestein tritt an der Oberfläche nicht auf; unter den quartären Ablagerungen liegen tiefere Sedimente, unter anderem aus der Kreidezeit, mit Erdöl- und Erdgasvorkommen.
Die durchlässigen Lockersedimente bilden wichtige Porengrundwasserleiter. Das Gebiet gehört zum Grundwasserkörper „Hase-Lockergestein Rechts“, dessen Grundwasser überwiegend durch Niederschläge gespeist wird. Der Hauptgrundwasserleiter aus sandigen und kiesigen Quartärsedimenten reicht bis in mehrere zehn Meter Tiefe; zusätzlich sind tiefere sandige Schichten wasserführend.
Nördlich der Innenstadt von Haselünne befindet sich das Wasserschutzgebiet Haselünne-Stadtwald (Gebietskennung 03454019101) mit einer Fläche von ca. 13 km².
Gemäßigtes Seeklima beeinflusst durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee. Im langjährigen Mittel erreicht die Lufttemperatur in Haselünne 8,5–9,0 °C und es fallen ca. 700 mm Niederschlag. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden.
Bodenfunde und Hünengräber weisen auf eine Besiedelung im heutigen Stadtgebiet von Haselünne in der jüngeren Steinzeit hin. Der Wohnplatz Haselünne-Dörgen wurde 1935 von F. Wolf im Bereich einer Sandentnahmestelle entdeckt. Um 500 n. Chr. befand sich ein sächsischer Haupthof im Raum der heutigen Hofstätte. Im nahen Flusslauf wurde durch Einlegen von Rundhölzern eine Furt errichtet. Diese Rundhölzer hießen „lunni“ und sie gaben dem Ort den Namen „Lunni“, „Lunne“ und mit der Flussbezeichnung „Hassa“ = dunkles Wasser = Hase schließlich den Namen Haselünne.
834 hatte Kaiser Ludwig der Fromme, Nachfolger und Sohn Karls des Großen, dem Kloster Corvey Meppen mit allem Zubehör geschenkt. Hierzu zählte auch die Kirche mit dem Haupthof Lunni. Um 1000 wird mehrfach der Herrenhof Lunni in den Corveyschen Abgaberegistern genannt. In derselben Zeit wird Haselünne urkundlich „oppidum“ genannt, das mit „Wigbold“ = befestigter Handelsplatz zu übersetzen ist. Mit der Bezeichnung „oppidum“ sollte die überörtliche Bedeutung des Ortes herausgestellt werden. Um 1130 fiel der Hof Lunni im Erbgang an die Grafen von Vechta-Ravensburg. Diese gründeten auf dem Gelände des Hofes eine Burg zur Sicherung ihrer Besitzungen im Emsland und des hiesigen Übergangs über die Hase. Erstmals erwähnt wird die Burg „tho Lünne“ 1238 im Verlobungsvertrag zwischen Graf Heinrich von Tecklenburg und Jutta von Ravensberg. Die Burg lag nördlich der Kirche ungefähr im Bereich des heutigen Platzes „Hopfenmarkt“. Bei Bauarbeiten konnte dort ein Graben von 5–7 m Breite auf einer Länge von 40 m festgestellt werden.
1252 kaufte der Bischof von Münster die Besitzungen der Ravensburger. Die Stadtrechte, die Haselünne schon vor 1250 erhalten hatte, wurden am 25. März 1272 vom Bischof von Münster urkundlich „erwähnt und erneuert“. Die Stadt gehörte zu dem Bund der Städte zwischen Rhein und Elbe, der 1268 gegründet wurde, um sich gegenseitig gegen Störenfriede des Handels zu schützen und zu verteidigen. Dieser Bund erweiterte sich später zur Hanse (1351 urkundliche Erwähnung). 550 Jahre gehörte Haselünne zum Niederstift des Hochstifts Münster.
Nachdem die Burg durch die Befestigung der Stadt ihre Bedeutung verloren hatte, übertrug sie Bischof Ludwig II. von Münster am 18. Dezember 1319 den Bürgern von Haselünne. In der Folge wurde sie aufgegeben, die Burgmannen bekamen aber 1346/47 die Erlaubnis, innerhalb der Stadt befestigte Sitze anzulegen. Der Haupthof des Bistums Münster bestand auch nach der Aufgabe der Burg weiter.
1803 wurden die geistlichen Fürstentümer durch den Reichsdeputationshauptschluss aufgelöst. Haselünne gelangte unter die Herrschaft des Herzogs von Arenberg. 1826 ging die Landeshoheit auf das Königreich Hannover über. Nach dem Deutschen Krieg von 1866 zwischen Preußen und dem Deutschen Bund fiel das Königreich Hannover an Preußen; seit 1946 das Land Niedersachsen.
1977 ging auch Haselünne an den damals aus den Altkreisen Aschendorf-Hümmling, Meppen und Lingen (Ems) gegründeten Landkreis Emsland.
Am 1. März 1974 wurden die folgenden Orte eingemeindet:
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2022 waren 66 % der Einwohner römisch-katholisch und 12 % evangelisch. Weitere Unterscheidungen wurden im Zensus nicht veröffentlicht.
Der Rat der Stadt Haselünne besteht aus 30 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 12.001 und 15.000 Einwohnern. Die 30 Ratsfrauen und Ratsherren werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt.
Stimmberechtigt im Rat ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister Werner Schräer (CDU).
Die Ratswahl vom 12. September 2021 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,32 % zu folgendem Ergebnis:
| Liste | Stimmenanteil | +/− | Sitze |
| CDU | 51,52 % | − 15,58 %p | 16 |
| SPD | 27,65 % | − 3,63 %p | 8 |
| FDP | 8,97 % | + 8,97 %p | 3 |
| Grüne | 8,93 % | + 8,93 %p | 2 |
| Einzelbewerberin Karin Peters | 2,45 % | + 2,45 %p | 1 |
Die Wahlperiode begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.
Hauptamtlicher Bürgermeister der Stadt Haselünne ist Werner Schräer (CDU). Bei der letzten Bürgermeisterwahl 2019 wurde er im ersten Wahlgang mit 80,87 Prozent der Stimmen gegen Hannah Vergeld (parteilos) gewählt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,67 Prozent.
Bürgermeister von Haselünne
| Blasonierung: Das Wappen der Stadt Haselünne zeigt ein Schild mit zwei roten waagerechten Balken auf goldenem Grund, der auf eine am Rande verschnörkelte Schildplatte aufgelegt ist, die von der Figur des Heiligen Paulus gehalten wird, dessen Rechte ein nach oben weisendes Schwert umfasst. Die heraldisch korrekte Blasonierung lautet: „Das Wappen der Stadt Haselünne zeigt hinter einem grünen Hochrenaissance Schild; darauf ein kleiner goldener (gelber) Schild, belegt mit zwei roten Balken, den hl. Paulus im blauen Gewand und goldenem (gelbem) Nimbus, in der Rechten ein silbernes (weißes) Schwert.“ Kaiser Friedrich II. hat unter den Grafen Hermann und Otto von Ravensberg Haselünne um 1230/1240 die Privilegien einer Stadt verliehen. Graf Otto von Ravensberg starb 1238. Seine Gemahlin Jutta, eine geborene Oldenburgerin, erbte unter anderem die Stadt Haselünne. Jutta fühlte sich mehr als Oldenburgerin und führte das fünffach geteilte oldenburgische Balkenwappen ein. 1252 verkaufte Jutta von Ravensberg Haselünne an den Fürstbischof von Münster. Dieser bestätigte 1272 die Stadtrechte und befahl, St. Paulus im Stadtwappen zu führen. Offensichtlich haben die Haselünner dies aber lange Zeit ignoriert, denn nachweislich erscheint der hl. Paulus erst 1760 im Wappen der Stadt. |
| Die Farben der Stadt Haselünne sind „Blau-weiß“. Das Banner ist blau-weiß-blau im Verhältnis 1:2:1 längsgestreift mit dem aufgelegten Wappen oberhalb der Mitte. |
Haselünne listet folgende beiden Partnerstädte auf:
| Stadt | Land | seit |
|---|---|---|
| Elburg | 1989 | |
| Saint-Flour (Cantal) | 1992 |
Die St.-Vincentius-Kirche ist eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche und entstand vermutlich im letzten Drittel des 15. Jahrhunderts. Ältestes Ausstattungsstück ist der in das 13. Jahrhundert gehörende romanische Taufstein vom Bentheimer Typ, der von vier Löwen getragen wird. Zur weiteren Ausstattung gehören die Epitaphe der alten Burgmannsgeschlechter, Kronleuchter, barocke Gemälde, eine wertvolle Pieta, ein 5 m großes Triumphkreuz und eine Orgel aus der Werler Orgelbauwerkstätte Stockmann.
Im Jahr 1652 siedelten sich die ersten Klarissen in Haselünne an und begannen mit dem Unterricht von Mädchen. Da die Räume des Klosters bald zu eng wurden, begannen sie bereits kurze Zeit später, ab 1668, den Neubau eines Klosters in der Neustadt. Als nach dem Ende des Hochstifts Münster das Kloster mitsamt der Mädchenschule aufgelöst werden sollte, gelang es den Haselünner Bürgern den neuen Landesherren zu überzeugen, Schule und Kloster zu erhalten. Doch unter der französischen Besatzung wurde das Kloster 1812 aufgehoben; die Klarissen wurden aus Haselünne vertrieben.
Schließlich gelang es 1854, einen anderen Orden für die Leitung der Schule zu gewinnen, nämlich Ursulinen aus Dorsten. Die von ihnen geleitete höhere Töchterschule war damals die einzige im Emsland. Während des Kulturkampfes mussten die Ursulinen Haselünne verlassen und von 1873 bis 1888 nach Nijmegen ausweichen.
Von dem in der Neustadt errichteten Klarissenkloster blieb lediglich die 1685 geweihte Klosterkirche erhalten. Es handelt sich um eine Saalkirche mit polygonalem Chor, die ursprünglich von einem Dachreiter bekrönt wurde. 1906 wurde dieser von dem bestehenden Turm abgelöst. Von der barocken Innenausstattung blieben nur einige Stücke erhalten, die sich heute in St. Vincentius befinden. Zwischen 1960 und 1966 enthielt die Kirche eine Neuverglasung, die von dem aus Angelmodde stammenden Künstler Vinzenz Pieper geschaffen wurde. An der Stelle der Klostergebäude dehnt sich heute der umfangreiche Komplex Kreisgymnasium St. Ursula aus. Am Nonnenwall sind noch Teile der Klostermauer zu sehen, die wohl auf den Fundamenten der ersten Stadtbefestigung errichtet wurde.
Das am Marktplatz gelegene Alte Rathaus wurde 1850 von dem Architekten Josef Niehaus im Rundbogenstil erbaut. Der später veränderte Backsteinbau wurde 1989 in seiner ursprünglichen Form wiederhergestellt.
Haselünne, die Sankt Vincentius Kirche IMG 7229 2020-08-07 17.02.jpg|St.-Vincentius-Kirche
Haselünne St.Vincentius Hasesee.JPG|Blick über den Hasesee auf St. Vincentius
Innenansicht der Kirche St. Vincentius in Haselünne.JPG|Innenansicht St. Vincentius
Klosterkirche Haselünne 1.jpg|Klosterkirche
Bistro Café Altes Rathaus Haselünne.jpg|Altes Rathaus
Nach der Aufgabe der Landesburg des Hochstifts Münster in Haselünne 1319 erlaubte Bischof Ludwig II. von Münster 1346/47 den ritterlichen Burgmannen, sich innerhalb der Stadt anzusiedeln. So entstanden eine große Anzahl von Burgmannshöfen, insgesamt 22 sind nachgewiesen – eine in Deutschland selten erreichte Zahl. Vergleichbar sind etwa die Quakenbrücker Burgmannshöfe. Nur ein geringer Teil der Adelshöfe ist heute noch vorhanden, viele wurden bei den Stadtbränden von 1798 und 1849 zerstört. Die erhaltenen konzentrieren sich vor allem auf den Bereich der Ritterstraße.
Burgmannshof Grafen von Westerholt Haselünne 6.jpg|Burgmannshof von Langen/von Westerholt
Burgmannshof Grafen von Westerholt Haselünne 4.jpg|Burgmannshof von Dwingelo
Burgmannshof von Hütel Haselünne.jpg|Burgmannshof von Hüntel
Burgmannshof Lindenberg Haselünne 2.jpg|Burgmannshof Lindenberg
Bürgerhaus Steintorstraße Haselünne 2.jpg|Burgmannshof von Langen-Kreyenborg (Hotel Jagdhaus Wiedehage)
Emsland 2010 004.jpg|Bentinck-Hof (Brennereimuseum Haselünne)
Nach mehreren Stadtbränden (1733, 1751, 1798, 1849) und umfangreichen Sanierungsmaßnahmen sind in der Innenstadt nur noch wenige ältere Wohnbauten vorhanden. Ehemals dürften eingeschossige Fachwerk-Dielenhäuser mit über Knaggen vorkragenden Giebeln vorherrschend gewesen sein, wie sie heute in ähnlicher Form noch in Quakenbrück mehrfach anzutreffen sind. Einen recht guten Eindruck von dieser Bauweise vermittelt das Haus Nonnenwall 3, das als eines der wenigen noch über sein Dielentor verfügt. Nach der Torbalkeninschrift entstand es unmittelbar nach einem Stadtbrand:
Erwähnenswert sind ferner das Gasthaus „Zum alten Bock“, Petersilienstraße 23 von 1698 und Nr. 27 von 1751 (stark erneuert). In späterer Zeit wurden die Fachwerkbauten vielfach mit Backsteinfronten versehen, so dass diese heute als Massivbauten erscheinen. Ein Blick in die Traufgassen verrät aber oft noch den älteren Fachwerk-Kern. Der Stadtbrand von 1849, der weite Teile der Innenstadt erfasste, hat das Bild Haselünnes entscheidend verändert. Im Zuge des anschließenden Wiederaufbaus, den der aus der Stadt stammende Architekt Josef Niehaus durchführte, wurde u. a. die Marktstraße erheblich umgestaltet. Der Zuschnitt der Grundstücke wurde hier ebenso verändert, wie die Straßenbreite. Niehaus brach mit der giebelständigen Tradition und errichtete in der nahen Hasestraße etliche traufständige Backsteinbauten. Hierzu gehört das Vehmeyersche Haus, Hasestraße 25, das er 1851 für einen Verwandten schuf. Heute wird die Innenstadt an vielen Stellen von klinkerverblendeten, mehrgeschossigen Neubauten geprägt, die die eingeschossigen Wohnhäuser zunehmend verdrängen. Bei der historisch anmutenden Baugruppe Petersilienstraße 17–21 gegenüber von St. Vincentius handelt es sich ausnahmslos um Massivbauten, denen Pseudofachwerk vorgeblendet wurde. Sie entstanden erst seit den späten 1970er Jahren.
Verschiedene Brunnen der Stadt werden seit 2006 von Haselünner Grundschülern in sogenannte Osterbrunnen verwandelt.
Haselünne Osterbrunnen1.JPG
Haselünne Osterbrunnen 2.JPG
Haselünne Osterbrunnen 4.JPG
Haselünne Osterbrunnen 5.JPG
Haselünne Hofstätte.jpg|Hofstätte in Haselünne
Haselünne Rinder.JPG|Schottische Hochlandrinder im Wacholderhain
Haselünne Tarpane.JPG|Heckpferde im Wacholderhain
Der Haselünner SV von 1920 e. V., auch „kleiner“ HSV genannt, wurde 1920 gegründet und bietet die Sportarten Fußball, Handball, Schwimmsport, Volleyball, Turnen, Radsport, Tischtennis, Gymnastik, Leichtathletik und Kegeln. Die erste Fußballmannschaft des Haselünner SV spielt seit der Saison 2026/2027 in der Kreisliga Mitte/Nord und die Heimspiele finden im Hasestadion statt.
Die wichtigsten Arbeitgeber in Haselünne sind in der Getränkeindustrie zu finden. So sind im Bereich der Spirituosen vor allem die Firmen Berentzen, Heydt und Rosche und im Bereich der Softdrinks die Firma VivarisGetränke (vormals Emsland Getränke) zu nennen. Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber ist die Firma Conditess, ein industrieller Hersteller verschiedener Fertigbackwaren. Eine zunehmende Bedeutung gewinnt seit Jahren der Tourismus.
Haselünne liegt am Kreuzungspunkt der Bundesstraßen B 213 und B 402.
Die Bundesautobahn A 31 befindet sich hinter Meppen (20 km) in Richtung Emden sowie hinter Lingen (Ems) (30 km) in Richtung Oberhausen.
An das Schienennetz ist Haselünne durch die Strecke Meppen–Essen (Oldenburg) der Emsländischen Eisenbahn angeschlossen, auf der jedoch nur Güter- und Museumsverkehr stattfindet. Busverbindung besteht zum Bahnhof Meppen (Kalmer, alle 30 Minuten).
Der Radfernweg Hase-Ems-Tour verläuft entlang der Hase. Der Streckenverlauf in ihrem Abschnitt zwischen Bersenbrück und Meppen ist mit dem der Hasetaler Kunstroute identisch. Die Hase kann von Wassersportlern, insbesondere von Kanuten, als Verkehrsweg genutzt werden.
Es gibt in Haselünne fünf Grundschulen, eine Oberschule sowie das Kreisgymnasium St. Ursula.
In Haselünne geboren sind folgende Personen:
Auf andere Weise mit Haselünne verbunden sind folgende Personen:
Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Haselünne.
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