Unsere Premium-Partner
Anzeigen
Museum im Kloster
Landkreis OsnabrückMuseum im Kloster Landkreis Osnabrück
Menü Back
Anzeigen
Erzieher/Sozialpädagogen (m/w/d) als Erziehungsstellen im Emsland
Backhaus
Kinder- und Jugendhilfe • Meppen
Industriemechaniker (m/w/d) gesucht!
Personalmanagement Herford GmbH • Herford
Produktionsmitarbeiter (m/w/d)
Delsack GmbH • Bremen
Jobangebote von Drittanbietern
Tourist-Information der Samtgemeinde Bersenbrück
Markt 4-6
49593 Bersenbrück

Telefon 05439/962-470
Telefax 05439/962-477
https://www.bersenbrueck-tourismus.de

Anbieterkennzeichnung
Inhalte des oben genannten Anbieters

Herzlich Willkommen in der Samtgemeinde Bersenbrück!
Lernen Sie uns kennen, die Menschen und Landschaften. Erfahren Sie Interessantes und entdecken Sie viele Sehenswürdigkeiten.

 

Auf insgesamt 255 Quadratkilometern erstreckt sich die Samtgemeinde Bersenbrück. Seit dem Gründungsjahr 1972 gehören ihr die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp, Rieste und die Stadt Bersenbrück an. Im Osten wird die Samtgemeinde durch das Hasetal begrenzt, im Westen durch den Naturpark Terra.Vita.

Neben vier funktionstüchtigen Wassermühlen erzählen eine Reihe von imposanten Gebäuden von einer langen, wechselvollen Geschichte.
Die markantesten sind der "Artländer Dom" in Ankum, die Klosterpforte des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters in Bersenbrück, die Klosteranlage Kommende Lage mit Wallfahrtskirche in Rieste und das Rittergut in Eggermühlen. Als Perle des Artlandes hat der Ortskern von Gehrde mit seinen Fachwerk- und Ackerbürgerhäusern bis heute den typischen Charme eines verträumten Bauerndorfes erhalten.

 

Auf unserer Internetseite www.bersenbrueck-tourismus.de bringen wir Ihnen unsere Region näher, stellen Ihnen Gastgeber und Unterkunftsmöglichkeiten vor und machen Lust auf einen Aufenthalt. Wir wünschen Ihnen viel Spaß auf unseren Seiten und einen informativen Vorgeschmack auf Ihren Besuch bei uns.

 

 

 

Wappen
Basisdaten
ArtStadt
BundeslandNiedersachsen
LandkreisOsnabrück
Höhe35
PLZ49593
Vorwahl05439
Gemeindeschlüssel03459010
Gliederung7 Ortsteile
Websitewww.bersenbrueck.de
BürgermeisterChristian Klütsch
ParteiCDU

Bersenbrück ist eine Kleinstadt an der Hase im niedersächsischen Landkreis Osnabrück. Die Stadt ist Mitgliedsgemeinde und Sitz der Samtgemeinde Bersenbrück.

Geografie

Lage

Bersenbrück liegt im nördlichen Osnabrücker Land an dem Fluss Hase zwischen der Ankumer Höhe und den Dammer Bergen.

Stadtgliederung

  1. Ahausen-Sitter
  2. Bokel
  3. Hastrup
  4. Hertmann-Lohbeck
  5. Priggenhagen
  6. Talge
  7. Woltrup-Wehbergen

Nachbargemeinden

Oberflächengewässer, Moore und andere Feuchtgebiete

Das Stadtgebiet von Bersenbrück gehört zum Einzugsgebiet der Hase und damit zum Flusssystem der Ems.

Prägend für die Hydrologie sind die Hase als Hauptgewässer, ihre Zuflüsse und Entwässerungsgräben sowie der außerhalb des Stadtgebietes liegende Alfsee als Speicher- und Hochwasserschutzbecken. Ergänzt wird das Gewässersystem durch Moor- und Auenlandschaften sowie durch anthropogene Regulierungsmaßnahmen.

Neben der Hase gehören mehrere kleinere Gewässer zum lokalen Entwässerungssystem. Die Mühlenhase (auch Alte Hase oder Hasekanal) ist ein künstlicher Hase-Arm, der an der Hasemühle abzweigt und ursprünglich der Mühlenversorgung und Wiesenentwässerung diente. Der Bersenbrücker Wiesenkanal ist ein Entwässerungsgraben für landwirtschaftliche Flächen. Weitere kleinere Gewässer sind unter anderem der Biester Bach, der Reitbach und der Kaulkebach sowie zahlreiche verzweigte Gräben.

Darüber hinaus existieren innerhalb der Gemarkung mehrere Teiche und Stillgewässer, darunter ehemalige Fischteiche, die teils als Anglergewässer genutzt und gepflegt werden.

Die Landschaft um Bersenbrück gehört zur nordwestdeutschen Moor- und Geestlandschaft. Historisch gab es hier großflächige Moorkomplexe, von denen heute nur noch Reste wie das Venner Moor (außerhalb des Stadtgebietes von Bersenbrück) oder kleinere Bereiche erhalten sind – viele Moore wurden im Laufe der Zeit entwässert oder genutzt (z. B. durch Torfabbau) und sind heute naturschutzfachlich wichtig zu pflegen und teilweise wieder zu vernässen.

Entlang der Hase und ihrer Nebenarme innerhalb und um Bersenbrück finden sich Feuchtwiesen, Auen und vernässte Flächen als Übergangs- und Feuchtlebensräume (oft nicht als große Moore, aber als Feuchtbiotope ökologisch bedeutend). Solche Auenlandschaften tragen zur Biodiversität bei und sind oft Bestandteil lokaler Schutz- und Pflegeprogramme.

Bersenbrück ist hydrologisch durch seine Lage im Hase-Einzugsgebiet geprägt, wodurch es bei Starkregen und hohen Wasserständen zu Hochwasser- und Überschwemmungsrisiken kommt, die durch geringe Fließgeschwindigkeit und historische Regulierung des Flusses verstärkt werden (z. B. Hochwasserrückhaltebecken Alfhausen-Rieste, Pegel über Meldestufen im Winter 2023/24). Ökologische Herausforderungen entstehen durch die Entkopplung von Fluss und Aue, naturferne Gewässerstrukturen und eingeschränkte Lebensräume für Artenvielfalt im Hase-Gewässersystem. Konkrete Maßnahmen umfassen Rückstausicherungen und Regenrückhaltebecken zur Hochwasservorsorge in Bersenbrück sowie Auen- und Gewässerrenaturierungs- bzw. Revitalisierungsprojekte entlang der Hase, die naturnahe Strukturen schaffen und ökologische Funktionen stärken sollen.

Untergrundverhältnisse

Die Geologie von Bersenbrück ist vor allem von Eiszeitablagerungen (Sande, Kiese, Geschiebemergel), der Hase-Niederung mit Auenlehmen sowie Moorbildungen geprägt. Der eigentliche harte geologische Untergrund (Kreide/Tertiär) liegt tief verborgen und spielt im Alltag kaum eine Rolle.

Die Hydrogeologie von Bersenbrück ist durch flache Grundwasserspiegel in der Hase-Niederung, ergiebige Sand- und Kies-Aquifere (Grundwasserleiter) sowie geschützte tiefere Grundwasserleiter geprägt. Für die Wasserversorgung nutzt man vor allem die tieferen, durch Deckschichten geschützten Aquifere, während das oberflächennahe Grundwasser stark vom Fluss, Mooren und landwirtschaftlicher Nutzung beeinflusst wird.

Der oberste Grundwasserleiter befindet sich im quartären Sand- und Feinsandbereich der Niederung der Hase in einer Tiefe von 1–6 m. Er weist freie Grundwasserverhältnisse auf und reagiert stark auf Niederschläge, jahreszeitliche Schwankungen und Hochwasserereignisse. Der zweite Grundwasserleiter liegt ca. 20–40 m unter Geländeoberkante in pleistozänen Sand- und Kiesschichten, die durch bindige Deckschichten (Geschiebelehm, Ton, Schluff) hydraulisch geschützt sind. Er bildet den wichtigsten Trinkwasseraquifer für Bersenbrück und Umgebung.

Auf dem Stadtgebiet von Bersenbrück und dem Gebiet des benachbarten Ankum erstreckt sich das Wasserschutzgebiet Ahausen-Sitter (Kennung 03459402102) mit einer Fläche von ca. 74 km².

Klima

In Bersenbrück herrscht ein durch feuchte Nordwestwinde von der Nordsee beeinflusstes gemäßigtes Seeklima mit milden Wintern, warmen Sommern und ganzjährig gleichmäßig verteilten, mäßigen Niederschlägen. Die Sommer sind häufig trocken und sonnig, während im Winter gelegentlich Schnee fällt. Im Jahre 2023 betrug die durchschnittliche Temperatur 11,2 °C. Sie ist tendenziell steigend. Sie betrug in den letzten zehn Jahren durchschnittlich 10,6 °C und in den letzten 100 Jahren waren es durchschnittlich 9,2 °C. Zwischen Mai und August kann mit durchschnittlich 20–25 Sommertagen (klimatologische Bezeichnung für Tage, an denen die Maximaltemperatur 25 °C übersteigt) gerechnet werden. Es gibt je nach Messmethode und Definition durchschnittlich etwa 1627–2275 Sonnenstunden pro Jahr. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge im Zeitraum 1992–2021 betrug 738 mm.

Geschichte

Die Bersenbrücker Höhen bilden zusammen mit den Dammer Bergen den Südrand eines Gletscherzungenbeckens, die wiederum Teile der größten Stauchmoräne der Saale-Kaltzeit bilden. Sie entstanden während eines ersten Eisvorstoßes (Rehburger Phase) vor etwa 230.000 Jahren. Wenig später wurden die Berge vom selben Gletscher überfahren. Während im Osnabrücker Land menschliche Spuren gesichert werden konnten, weist erst eine Grube bei Druchhorn, die ins frühe 7. Jahrtausend v. Chr. datiert, auf menschliche Besiedlung im dortigen Mesolithikum hin. Lesefunde aus der Zeit der Ertebølle-Kultur, der letzten Jäger- und-Sammler- und damit aneignenden Kultur, stammen etwa aus der Zeit zwischen 5500 und 4200 v. Chr. Als erste Vertreterin der frühbäuerlichen und damit der produzierenden Kulturen tritt im Gebiet nördlich des Wiehengebirges die Westgruppe der Trichterbecherkultur erst im 4. Jahrtausend v. Chr. auf. Dabei trat die einzige im Landkreis Osnabrück nachgewiesene Siedlungsstelle dieser archäologischen Kultur bei Ausgrabungen in Engter zu Tage. Es handelt sich um einen Hausgrundriss in Pfostenbauweise mit gerundeten Schmalseiten. Aus der vorrömischen Eisenzeit stammt ein Brandgräberfeld, das an der Straße Rüssel-Bersenbrück entdeckt wurde.

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes als Bersinbrugge war 1221, die Siedlung ist jedoch vermutlich weitaus älter, da umliegende Ortschaften bereits um 1000 erwähnt wurden. Otto II. von Ravensberg gründete 1231 ein Zisterzienserinnen-Kloster aufgrund „einer in den Fehden mit Tecklenburg an dieser Stelle begangenen Freveltat“ (Denkmalsinschrift). Vermutlich waren jedoch machtpolitische Gründe für die Klostergründung ausschlaggebend. Das Zisterzienserinnenkloster existierte von 1231 bis 1787. Die Aufgabe des Klosters konnte zugleich die heutige Stadt Bersenbrück entstehen lassen. Wegen der vom Orden geforderten Abgeschiedenheit der Klöster siedelten die Bauern in einer Entfernung von mehreren hundert Metern vom Kloster an. Nun entstanden die ersten Häuser vor der Klosterpforte, und die leerstehenden Klostergebäude dienten zunehmend der Verwaltung und Gerichtsbarkeit. Viele der noch heute im Ort lebenden Familien wurden in amtlichen Dokumenten bereits im 15. Jahrhundert erwähnt.

Bersenbrück gehörte territorial bis 1802 zum Hochstift Osnabrück. Nach der französischen Besetzung bis 1814 unter Napoleon Bonaparte kam Bersenbrück infolge des Wiener Kongresses an das Königreich Hannover. Mit der Niederlage des Königreichs Hannover von 1866 wurde Bersenbrück Teil von Preußen. Von 1885 bis 1972 war Bersenbrück Verwaltungssitz des gleichnamigen Landkreises, der im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform am 1. Juli 1972 aufgelöst und mit den Landkreisen Wittlage, Melle und Osnabrück zum Landkreis Osnabrück zusammengefasst wurde. Bersenbrück ist seit 1956 Stadt. Die Samtgemeinde Bersenbrück wurde 1972 gegründet und besteht aus den Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Bersenbrück, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste.

Ortsname

Frühere Ortsnamen von Bersenbrück waren 1221 Bersinbrugge, 1231 Bersembrugge, 1301 Bersenbrucge und 1723 Berßenbrück. Der Ortsname ist eine Bildung mit dem Grundwort -brück. Das Bestimmungswort enthält den Gewässernamen Bersina/Birsina; später setzte sich der Name Hase durch.

Eingemeindungen

Im Zuge der Gebietsreform in Niedersachsen wurden die zuvor selbständigen Gemeinden Ahausen-Sitter und Talge am 1. Juli 1972 in die Stadt Bersenbrück eingemeindet.

Einwohnerentwicklung

Jahr || Einwohner || Quelle
1885 354
1910 595
1925 773
1933 1169
1939 1454
1950 3476
1956 3416
1961 4600 ¹
1970 5143 ²
1973 5202
Datum || Einwohner || Quelle
1975 5218 ³
1980 5111 ³
1985 5180 ³
1990 5767 ³
1995 7391 ³
2000 7751 ³
2005 7842 ³
2010 7946 ³
2015 8315 ³
2019 8618 ³

¹ Volkszählungsergebnis vom 6. Juni (einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden)

² Volkszählungsergebnis vom 27. Mai (einschließlich der Orte, die am 1. Juli 1972 eingegliedert wurden)

³ jeweils zum 31. Dezember

Religion

Bersenbrücks Bevölkerung ist überwiegend römisch-katholisch. Durch die Ansiedlung von Spätaussiedlern aus der ehemaligen Sowjetunion hat sich der Anteil der protestantischen Gläubigen vergrößert. Nach wie vor stellen die Katholiken mit 42,5 % der Gesamtbevölkerung (Stand 2022) die größte christliche Gemeinschaft Bersenbrücks.

Es existieren eine römisch-katholische, eine evangelische und eine baptistische Kirchengemeinde.

Politik

Rat

Der Rat hat gegenwärtig 23 Mitglieder aus drei Parteien. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Mitgliedsgemeinde einer Samtgemeinde mit einer Einwohnerzahl zwischen 8.001 und 9.000 Einwohnern. Die Ratsmitglieder werden durch eine Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Amtszeit begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Die CDU hält mit 12 Sitzen die absolute Mehrheit der Mandate und stellt den Bürgermeister.

Die folgende Tabelle zeigt die Kommunalwahlergebnisse seit 1996.

Rat der Stadt Bersenbrück: Wahlergebnisse und Ratsmandate
CDU SPD GRÜNE UWG Gesamt Wahl-
beteiligung
Wahlperiode % || % || % || % || % || %
2021–2026 52,6 12 31,2 7 16,2 4 — — 100 23 52,5
2016–2021 56,3 13 20,6 5 10,9 2 12,2 3 100 23 50,8
2011–2016 56,7 12 23,2 5 20,1 4 — — 100 21 50,3
2006–2011 64,2 14 29,1 6 6,7 1 — — 100 21 48,8
2001–2006 69,7 15 26,0 6 4,2 0 — — 100 21 64,2
1996–2001 66,1 14 27,6 6 6,3 1 — — 100 21 69,9
Prozentanteile gerundet.
Quellen: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Landkreis Osnabrück.
Bei unterschiedlichen Angaben in den genannten Quellen wurden die Daten des Landesbetriebs für Statistik und Kommunikationstechnologie verwendet,
da diese eine insgesamt höhere Plausibilität aufweisen.

Bürgermeister

Seit 2013 ist Christian Klütsch (CDU) Bürgermeister der Stadt. Seine Stellvertreter sind Heike Menslage (CDU) und Johannes Koop (CDU).

Chronik der Bürgermeister

Wappen und Flagge

Städtepartnerschaften

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Museen

Im historischen Remter im Stiftshof befindet sich das „Museum im Kloster“ des Landkreises Osnabrück, das 1924 von Landrat Hermann Rothert als Kreismuseum gegründet wurde.

Die Ausstellung besteht hauptsächlich aus historischen Stücken und zeigt das Leben der einfachen Landbevölkerung. Auch werden regelmäßig zeitgenössische Kunstwerke ausgestellt.

An der Hasemühle liegt das Kulturzentrum Krabat, 2000 von einem Verein gegründet, der sich als Nachfolger des art-land-Kunstvereins konstituierte, nachdem 1997 die Mühle erstmals eine Kunstausstellung beherbergte. Angegliedert ist dem Verein eine Kunst- und Kreativschule, die über ein eigenes Atelier mit Außengelände verfügt.

Bauwerke

Das Wahrzeichen von Bersenbrück ist die im Jahre 1700 von der Äbtissin Nyvenheim errichtete Klosterpforte mit Torhaus („Porthaus“) des ehemaligen Zisterzienserinnenklosters, das direkt am Marktplatz liegt. Nach Auflösung des Klosters im Jahre 1787 verblieb im Nordflügel des Porthauses ein Wohnbereich für den Pförtner und Nachtwächter. Mit der Gründung des Amtes Bersenbrück 1817 wurde im ersten Stock das Gefängnis untergebracht. Der Südflügel, in dem später ebenfalls Wohnungen entstanden, diente lange Zeit als Kirchenspeicher und Schänke. Das prächtige barocke Wappen derer von „Nyvenheim-Boetzelaer“ über dem Torbogen der Pforte ist das einzige erhaltene Wappen aus der Klosterzeit. Die Inschrift lautet: „Gott zur Ehre, dem Orden zur Zierde, der Nachwelt zuliebe ließ diese Pforte erbauen Maria Catharina von Nyvenheim, Äbtissin in Bersenbrück, Anno 1700, 14. Oktober.“

Die auf dem ehemaligen Klostergelände liegende römisch-katholische Pfarrkirche St. Vincentius stammt aus dem 12. Jahrhundert und wurde in der Übergangszeit zwischen Romanik und Gotik errichtet. Das 1231 von Otto II. von Ravensberg gestiftete ehemalige Kloster befindet sich in direkter Nachbarschaft, in den Räumen sind heute das Amtsgericht und das im Jahr 2018 neu gestaltete „Museum im Kloster“ untergebracht. Dieses Museum wurde 1924 von dem damaligen Landrat des Kreises Bersenbrück, Hermann Rothert, gegründet. Der Franz-Hecker-Saal im Rathaus zählt ebenso wie das Erntezimmer zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten. Es gibt eine „Nachtwächterführung“ zu den Sehenswürdigkeiten.

Kunst im öffentlichen Raum

Im Süden der Haseinsel beginnt die ca. 100 km lange, in Meppen endende Hasetaler Kunstroute. Das erste Kunstwerk an dieser Route bildet die 2005 aufgestellte Skulptur aus Sandstein Thron des Königs der Karpfen und seiner Königin von Mandir E. Tix. Der Künstler gehört zu einer Gruppe von Bildhauern, die für das Kulturzentrum „Krabat“ in der Nähe der Hasemühle arbeiten. Vier aus dieser Gruppe fertigten 2006 die Holzskulptur mit dem programmatischen Namen „Verfall“ an. Betrachter können im Laufe der Jahre beobachten, wie die nicht mit Holzschutzmitteln bearbeitete Skulptur zusehends verfällt.

Stadtwald

Gleich hinter der Klosteranlage wird die Hase an einem Flutwehr künstlich geteilt. Der Stadtwald Hemke, der von der Hase und dem Hasekanal (Mühlenhase) umschlossen wird, verfügt über einen Fischereilehrpfad. Im Norden Bersenbrücks liegt ein Waldgebiet, dessen nördlicher Teil ehemals der klösterliche Fischteich war, noch an Gräben und Wall erkennbar. Ein südlich davon liegendes Brachland ließ Äbtissin Hedwig Catharina von Hane während ihrer Amtszeit 1755–1781 aufforsten. Es nannte sich bald Hedwigs Freude oder auch Hedwigslust. Heute heißt das ganze Gebiet Stadtwald Freude.

Regelmäßige Veranstaltungen

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

In Bersenbrück gibt es eine große Zahl kleiner und mittelständischer Unternehmen, einige hiervon sind auch überregional bekannt.

Öffentliche Einrichtungen

Bersenbrück ist Sitz des Amtsgerichts Bersenbrück. Im Rathaus ist die Samtgemeindeverwaltung untergebracht. Die Stadtverwaltung hat separat am Markt eigene Räume bezogen. Weiterhin befinden sich an öffentlichen Einrichtungen in der Stadt u. a. das Gesundheitsamt, Veterinäramt, die Kreisstraßenmeisterei, die Feuerwehrtechnische Zentrale für den Nordteil des Landkreises Osnabrück und die Agentur für Arbeit als Geschäftsstelle der Bundesagentur für Arbeit.

Bildung

In Bersenbrück gibt es fünf Kindergärten, davon einen Sprachheilkindergarten und einen Integrationskindergarten.

Es gibt eine Grundschule, eine Oberschule, ein Gymnasium und die Berufsbildende Schule des Landkreises Osnabrück.

Der Verein „Heilpädagogische Hilfe“ ist Träger der Paul-Moor-Schule, einer Tagesbildungsstätte für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Bereich Geistige Entwicklung.

Die Kreismusikschule Osnabrück hat eine Regionalstelle in Bersenbrück.

Die Volkshochschule Osnabrücker Land veranstaltet regelmäßig Kurse zu verschiedenen Themenbereichen (hauptsächlich Erwachsenenbildung).

Aus einer Kooperation zwischen dem Landkreis Osnabrück (als Schulträger), der Samtgemeinde Bersenbrück, der Berufsschule und des Gymnasiums ist das Medienforum hervorgegangen, das sich als verbindender Gebäudetrakt zwischen den beiden Schulen befindet. Bücherei, Computerräume und Seminarräume werden nicht nur schulisch genutzt, sondern stehen auch der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Verkehr

Bersenbrück liegt an den Bundesstraßen B 214 und B 68. Die nahegelegene Bundesautobahn A 1 ist über die Anschlussstellen Holdorf und Neuenkirchen-Vörden erreichbar. Im Dezember 2004 wurde die neue Umgehungsstraße für die B 68 eröffnet, wodurch das Stadtzentrum spürbar entlastet wurde. Durch Bersenbrück verläuft die Ferienstraße Artland-Route.

Der Bahnhof Bersenbrück an der Bahnstrecke Oldenburg–Osnabrück wird im Stundentakt vom RE 18 (Wilhelmshaven – Osnabrück) bedient und ist dadurch an das Schienennetz der Deutschen Bahn angeschlossen. Betrieben wird der Schienenverkehr durch die NordWestBahn. Von dieser Verbindung zweigt die Bahnstrecke Bersenbrück–Ankum ab. Auf ihr verkehren seit 1962 nur noch Güterzüge, 2018 hat eine touristische Nutzung begonnen.

Sonstiges

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bersenbrück.

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

Wikipedia® ist eine eingetragene Marke der Wikimedia Foundation Inc.