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Stadt Bamberg
Fremdenverkehrsamt
Geyerswörthstr. 3
96047 Bamberg

https://www.stadt.bamberg.de/

Bamberg

160pxAbb. 1 Wappen von Bamberg
Basisdaten
BundeslandBayern
Höhe262 m
PLZ96047, 96049, 96050, 96052
Vorwahl0951
Adresse der VerwaltungMaximiliansplatz 3
96047 Bamberg
Websitewww.stadt.bamberg.de
OberbürgermeisterAndreas Starke (SPD)

Bamberg (mittelalterlich: Babenberg, bambergisch: Bambärch) ist eine fränkische kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken und Standort des Landratsamtes Bamberg. Sie ist die größte Mittelstadt Bayerns, Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, Sitz eines Oberlandesgerichtes und der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen Erzbistums und dessen Kirchenprovinz.

Die Stadt ist mit rund 80.000 Einwohnern die fünftgrößte Stadt Frankens, nach Nürnberg, Fürth, Würzburg und Erlangen sowie die größte Stadt Oberfrankens, die Agglomeration hat rund 117.000 Einwohner. Bamberg ist in der Landesplanung als Oberzentrum des westlichen Oberfrankens ausgewiesen und zählt zur Metropolregion Nürnberg.

Die Altstadt mit ihren etwa 2.400 Fachwerkhäusern ist einer der größten weitgehend unversehrt erhaltenen historischen Stadtkerne in Deutschland und seit 1993 offiziell als UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe anerkannt. Bekannte Bauwerke sind das Alte Rathaus, „Klein-Venedig“ sowie der Domplatz inkl. Alter Hofhaltung, Neuer Residenz und der viertürmige Bamberger Dom, einer der früheren Kaiserdome. Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition ebenso wie für die traditionellen Gärtnereibetriebe mit großen Anbauflächen inmitten der Stadt.

Geografie

Geografische Lage

Der Ortskern erstreckt sich über die Talsenke der Regnitz. Zwischen ihrem rechten und linken Arm – der rechte wurde zum Main-Donau-Kanal ausgebaut – liegt die sogenannte Inselstadt. Weitere zentrale Stadtteile sind das sogenannte Berggebiet im Südwesten sowie die Gärtnerstadt im Nordosten und die Wunderburg im Südosten, wobei diese beiden in der genannten Senke liegen. Die Lage an den zwei Flussarmen prägt den Charakter der Altstadt.

Die Regnitz verlässt die Stadt in nordwestlicher Richtung und mündet an deren westlichster Grenze, fünf Kilometer vom Zentrum entfernt, bei Bischberg in den Main. Nach Süden erstreckt sich das Regnitztal bis nach Fürth, im Westen liegt der Steigerwald, im Nordwesten und Norden das Maintal und jenseits davon der Naturpark Haßberge. Östlich von Bamberg befindet sich das Hügelland des Naturparks Fränkische Schweiz mit dem Geisberg () und Katzenberg ().

Das Stadtgebiet Bambergs grenzt insgesamt an neun Gemeinden:

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 54,62 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,6 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung 9,7 Kilometer. Die Altstadt liegt auf der Insel zwischen den beiden Regnitzarmen sowie westlich des linken Regnitzarmes (Domberg). Später dehnte sich die Stadt vor allem nach Osten aus.

Stadtgliederung

Bamberg gliedert sich in die Stadtteile: Berggebiet, Mitte (Inselstadt), Theuerstadt (Gärtnerstadt, St. Gangolf), Wunderburg, Gereuth, Nord (St. Otto), Ost (St. Heinrich), Gartenstadt (St. Kunigunda), Bruckertshof, Bug, Bughof, Gaustadt, Hirschknock, Kramersfeld und Wildensorg.

Zwischen 1750 und 1753 teilte die Verwaltung Bamberg in vier Viertel ein, die nach den Stadtheiligen benannt wurden: das Henriziviertel im Nordwesten, das Georgenviertel im Nordosten, das Kunigundenviertel im Südosten und das Ottonisviertel im Südwesten. Die Häuser wurden innerhalb jedes einzelnen Viertels durchnummeriert. Eine neue Einteilung in vier Distrikte, die den Pfarreien St. Martin, St. Gangolf, Unserer Lieben Frau und Dom entsprachen, erfolgte 1804. Zugleich wurden alle Häuser der Stadt fortlaufend durchnummeriert, beginnend mit dem Alten Rathaus. 1876 ging man zur straßenweisen Vergabe von Hausnummern über. Zu den bestehenden Distrikten kamen mit zunehmendem Stadtwachstum weitere, so 1909 der 5. Distrikt um die Pfarrei Maria Hilf in der Wunderburg und 1916 der 6. Distrikt um die Pfarrei St. Otto. Diese bis heute nicht offiziell abgeschaffte Einteilung dient nur noch als Grundlage für die Tätigkeit der 16 Bürgervereine, wobei es teilweise zwei Bürgervereine in einem Distrikt gibt. Die Bürgervereine Gaustadt und Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock wurden gegründet, als Gaustadt noch selbständige Gemeinde war und Kramersfeld noch zu Hallstadt gehörte. Aktuell ist die Stadt in statistische Zählbezirke gegliedert, die sich an historischen und städtebaulichen Leitlinien orientieren.

Distrikt Bürgerverein Gründungsjahr des BV
I. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Mitte 1905
II. Distrikt Bürgerverein Gangolf 1908
III. Distrikt Bürgerverein Kaulberg 1899
Bürgerverein Stephansberg 1953
IV. Distrikt Bürgerverein Sand 1891
V. Distrikt Bürgerverein Wunderburg, Bamberg Süd 1906
Bürgerverein Bamberg-Süd, Gereuth 1974
VI. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Nord, St. Otto 1923
VII. Distrikt Bürgerverein Bamberg-Ost 1951
VIII. Distrikt Bürgerverein Gartenstadt 1951
IX. Distrikt Bürgerverein Kramersfeld-Bruckertshof-Hirschknock 1956
X. Distrikt Bürgerverein Bug 1972
XI. Distrikt Bürgerverein Gaustadt 1904
XII. Distrikt Bürgerverein Wildensorg 1979
XIII. Distrikt Bürgerverein Süd-West 1977
XIV. Distrikt Bürgerverein Am Bruderwald 1993

Bamberg hat ca. 650 Straßen, Plätze und Gassen.

Klima

Die Temperaturmittel betragen im kältesten Monat Januar −1,1 °C, im Sommermonat Juli +17,8 °C. Der Jahrestemperaturdurchschnitt liegt bei +8,5 °C.

Schutzgebiete

In Bamberg gibt es zwei Naturschutzgebiete, vier Landschaftsschutzgebiete, vier FFH-Gebiete und zwei Geotope, drei Naturwälder (Wolfsruhe, Wasserwand und Brand)

Siehe auch:

Geschichte

Die ältesten Relikte der Bamberger Vorgeschichte sind vermutlich die im 19. Jahrhundert gefundenen Bamberger Götzen, drei Skulpturen aus Keupersandstein mit einer Größe zwischen 1 und 1,70 m, die heute im Historischen Museum Bamberg ausgestellt sind. Das genaue Alter ist umstritten und liegt wohl zwischen Jungsteinzeit und dem ersten Jahrtausend unserer Zeitrechnung. Die archäologische Sammlung des Historischen Vereins Bamberg, die über 7000 Objekte umfasst, beinhaltet auch einen 4500 Jahre alten Dolch aus der Bronzezeit, welcher „Handelsbeziehungen bis nach Kleinasien bereits in vorgeschichtlicher Zeit“ beweist.

Frühmittelalter

Laut archäologischen Untersuchungen war der Bamberger Domberg bereits im 6. Jahrhundert besiedelt. Im Jahr 718 wurde Bamberg als Babenberg in der metrischen Vita der heiligen Bilihild erstmalig erwähnt. Im Jahre 902 wurde zum ersten Mal ein Castrum Babenberch auf dem heutigen Domberg genannt. Es gehörte dem ostfränkischen Geschlecht der älteren Babenberger, die das Lehen 903 in einer blutigen Fehde mit den rheinfränkischen Konradinern verloren. Bei der sogenannten Babenberger Fehde starben drei babenbergische Brüder. Die Besitzungen fielen an den König und blieben bis 973 Königsgut. Kaiser Otto II. schenkte das Castrum seinem Vetter, dem Herzog von Bayern, Heinrich dem Zänker.

Hochmittelalter

Im Mai 1007 erfolgte die Gründung des Bistums durch König Heinrich II., den Sohn Heinrichs des Zänkers. Hierzu übertrug Heinrich II. der ansässigen Kirche die Lehensrechte über weitreichende Güter, darunter auch Besitzungen in Bayern, Schwaben und Kärnten. Im gleichen Jahr ließ er den ersten Dom errichten, der in der Folge zweimal abbrannte und durch den heutigen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Bau ersetzt wurde.

Heinrich III. ernannte 1040 Suidger, Graf von Morsleben und Hornburg, zum Bischof von Bamberg. Sechs Jahre später wurde dieser als Clemens II. Papst der katholischen Kirche, blieb jedoch gleichzeitig Bischof von Bamberg, was in der damaligen Zeit als unüblich galt. Zur Verteidigung seines doppelten Amts aus Papst und Bischof von Bamberg schrieb Clemens II. in einem Diktat auf seinem Sterbebett:

Nach seinem Tod wurde Clemens II. im Bamberger Dom beerdigt. Sein Grab gilt als das einzige erhaltene Papstgrab nördlich der Alpen und kann im Dom besichtigt werden.

Mitte des 11. Jahrhunderts waren die Besitztümer des Bistums noch bruchstückhaft aus verschiedenen umliegenden Grafschaften zusammengesetzt. Eine erste Konsolidierung der Besitzung erfolgte unter der Regentschaft Heinrichs IV. (reg. 1056–1106), welcher der Bamberger Kirche neben den vollständigen Grafschaftsrechten über Radenz-, Saale-, Grabfeld- und Volkfeldgau auch Königsgüter im Nordgau übertrug.

Bischof Otto der Heilige konnte Anfang des 12. Jahrhunderts die Territorien weiter vergrößern und erwarb Pottenstein und Gößweinstein. 1208 wurde König Philipp von Schwaben in Bamberg durch Otto VIII. von Wittelsbach ermordet.

Spätmittelalter

Mitte des 13. Jahrhunderts wurde das Bistum Bamberg zum Hochstift erhoben, wodurch der Bischof auch die weltliche Macht über das Territorium erhielt. Bischof Heinrich I. von Bilversheim erlangte die Hoheitsrechte von Kaiser Friedrich II. und wurde zum ersten Bamberger Fürstbischof.

Die Lage Bambergs an den beiden Regnitzarmen führte im Mittelalter immer wieder zu Überschwemmungen. So riss das Magdalenenhochwasser im Juli 1342 eine Brücke mit sich. Im Januar 1430 rückten die Hussiten auf Bamberg vor (siehe auch Hussitenkriege). Das Domkapitel floh mit dem Domschatz (heute im Diözesanmuseum Bamberg) auf die Giechburg, der Bischof zog sich nach Kärnten zurück. Die wohlhabenden Bürger flüchteten nach Forchheim und Nürnberg. Die Hussiten nahmen Bamberg jedoch nicht ein. Als sie Scheßlitz erobert hatten, plünderten die in Bamberg verbliebenen Handwerker, Tagelöhner und Bauern erst die Weinkeller und dann die Bürgerhäuser und Klöster. Kurz darauf handelte Markgraf Friedrich von Brandenburg mit Andreas Prokop, Heerführer der Hussiten, auf Burg Zwernitz einen Waffenstillstand aus und Bamberg zahlte 12.000 Gulden Lösegeld, um der Brandschatzung zu entgehen.

Ein Aufstand der Bürger im 15. Jahrhundert gegen die fürstbischöfliche Macht, der sogenannte Immunitätenstreit, blieb erfolglos. Der Bauernkrieg 1524/1525 hinterließ auch im Hochstift Bamberg seine Spuren. Einerseits herrschte wegen der hohen Abgabenlast ein allgemeiner Unmut in der Bevölkerung gegenüber den regierenden Fürsten. Andererseits verbreiteten sich auch im katholischen Bistum Bamberg die Thesen Martin Luthers, insbesondere durch den Kustor von St. Gangolf Johannes Schwanhausen. Im Zuge der Unruhen in Südwestdeutschland und eines befürchteten Ausbreitens der Aufstände nach Bamberg wurden im April 1525 über 300 berittene Soldaten in der Stadt stationiert. Zudem wurde die Ritterschaft des Hochstifts durch Bischof Weigand von Redwitz zu den Waffen gerufen. Im weiteren Verlauf kam es zu gewaltsamen Aufständen, bei denen u. a. die Domburg angegriffen und Häuser der Domherren verwüstet und geplündert wurden. Die anschließenden Verhandlungen zwischen Bischof und Bürgerschaft resultierten in verschiedenen Gesetzesreformen, wie beispielsweise der Freigabe von Wäldern und Gewässern für die Jagd, der Abschaffung des kleinen Zehnts sowie der Bildung eines Ausschusses der städtischen Bürger zur Klärung von Beschwerden mit dem Bischof.

Frühe Neuzeit

Das ehemalige Hochstift Bamberg war gemeinsam mit den Hochstiften Würzburg und Eichstätt sowie in Kurmainz, dem benachbarten protestantischen Fürstentum Bayreuth, der kleinen schwäbischen Herrschaft Wiesensteig und Ellwangen eines der Hauptzentren der frühneuzeitlichen Hexen- und Zaubererverfolgung in Süddeutschland. In Bamberg wurde 1507 die Constitutio Criminalis Bambergensis in Kraft gesetzt, die unter anderem die Strafe für Hexerei auf Tod durch Verbrennen festlegte:

Infolge lang anhaltender, teils gewalttätiger Machtauseinandersetzungen zwischen Bürgern und dem jeweiligen regierenden Fürstbischof Bambergs, einer durch Missernten in der Kleinen Eiszeit und Kriegseinwirkungen ausgelösten Hungersnot und eines starken persönlichen Hexenglaubens des regierenden Bamberger Fürstbischofs Johann Georg II. Fuchs von Dornheim, genannt der Hexenbrenner (1623–1633), erreichten die Verfolgung und Hinrichtung von Personen und ganzer Familien unter dem Vorwurf der Hexerei in Bamberg in den 1620er und frühen 1630er Jahren ihren Höhepunkt. Der Weihbischof Friedrich Förner war der wichtigste Prediger und der eigentliche Scharfmacher der Hexenverfolgung. Johann Georg II. Fuchs von Dornheim errichtete speziell für die Inhaftierung von der Hexerei Beschuldigter im Jahr 1627 das einst im Bereich der heutigen Promenade gelegene sogenannte Drudenhaus, auch Malefizhaus genannt.

Neben zahlreichen anderen Bamberger Bürgern (beispielsweise Dorothea Flock und Christina Morhaubt, Georg Haan, Kanzler im Hochstift Bamberg) und Mitgliedern des Domkapitels wurde im August 1628 unter dem Vorwand der Hexerei auch der Bürgermeister der Stadt Bamberg Johannes Junius im Drudenhaus festgesetzt. Dieser schrieb dort vor seiner Hinrichtung in seinem Abschiedsbrief an seine Tochter:

Nach einer Liste mit den Namen der Opfer wurden bis 1632 weit über 300 Menschen in Bamberg als Hexen oder Hexer hingerichtet. Aus überlieferten Prozessakten geht hervor, dass von 1595 bis 1631 in drei Wellen über 880 Personen der Hexerei oder Zauberei angeklagt und hingerichtet wurden. Den Besitz der ermordeten Personen zog die Kirche ein. Erst der Einmarsch schwedischer Truppen (1630–1635) im Februar 1632 setzte dem Treiben des Bischofs und seiner Häscher ein Ende. Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim floh nach Oberösterreich und starb dort 1633.

Die Hochzeit der Bamberger Hexenverfolgung ist durch die in großem Umfang, wenn auch sicherlich lückenhaft erhaltenen Prozessakten gut dokumentiert. Der wichtigste und bei weitem größte Quellenbestand befindet sich in der Staatsbibliothek Bamberg. Kleinere Konvolute sind erhalten im Stadtarchiv Bamberg (als Depositum des Historischen Vereins Bamberg), im Staatsarchiv Bamberg und in der Witchcraft Collection der Cornell University Library in Ithaca, New York (USA). Aus dem der Hexerei beschuldigten Personenkreis und den Prozessumständen wird deutlich, dass es bei den Bamberger Hexenprozessen in erster Linie um machtpolitische Auseinandersetzungen ging. Fürstbischof Johann Georg II. Fuchs von Dornheim nutzte den Vorwand der Hexerei gezielt zur Ausschaltung machtpolitischer Gegner im Domkapitel sowie im städtischen Bürgertum Bambergs. Im Dreißigjährigen Krieg litt die Stadt sehr unter den schwedischen Truppen. Die Bevölkerung der Stadt schrumpfte von 12.000 auf ungefähr 9.600 Einwohner. Zudem ergab eine Untersuchung des Stadtrates im Jahr 1643, dass über 660 Gebäude beschädigt waren, mehr als die Hälfte davon waren vollständig zerstört. Der Zerfall der Bausubstanz war nicht nur durch direkte Kriegseinwirkungen entstanden, sondern auch durch Leerstand und entsprechenden Verfall im Zuge des Bevölkerungsrückgangs.

Unter den Fürstbischöfen Lothar Franz (1693–1729) und Friedrich Carl von Schönborn (1729–1746) erlebte die Stadt in der Barockzeit eine kulturelle Blüte. Friedrich Carl von Schönborn förderte als Fürstbischof von Bamberg und Würzburg in besonderem Maße Kunst, Architektur und Wissenschaften. So wurde die Universität Bamberg während seiner Regentschaft faktisch zur Volluniversität ausgebaut. Die Schönborns beauftragten unter anderem den Bau der Basilika Vierzehnheiligen, die Wallfahrtskirche Gößweinstein sowie den Bau der Neuen Residenz und der Unteren Brücke in Bamberg.

Am 27. Februar 1784 ereignete sich eine der schwersten Hochwasserkatastrophen der Stadtgeschichte, der insbesondere die Häuser am Ufer im Mühlenviertel zum Opfer fielen. Auch die Brücken wurden stark beschädigt. Insbesondere die erst 1756 fertiggestellte Seesbrücke, die heutige Kettenbrücke, mit ihrer barocken Ausstattung wurde durch Eisschollen und mitgerissene Baumstämme zerstört.

In der Zeit vor der Säkularisation und den Gebietsreformen war der Fränkische Reichskreis, dem das Bistum Bamberg Truppen stellte, für die Verteidigung Bambergs zuständig. Es waren Teile der Regimenter Hohenlohe und Ferntheil sowie Truppen der fränkischen Kreisartillerie. Bamberg war relativ schlecht befestigt und wurde im Siebenjährigen Krieg dreimal von preußischen Verbänden eingenommen, unter anderem, um den Bamberger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim, der am kaiserlichen Hof viel Einfluss hatte, zur Neutralität zu zwingen.

Besetzung und Eingliederung in das Königreich Bayern

Stadt und Stift wurden im Frieden von Lunéville dem Kurfürstentum Bayern als Kompensation für den Verlust der Pfalz an Frankreich in Aussicht gestellt. Noch vor der endgültigen Fixierung im Reichsdeputationshauptschluss begann Bayern am 2. September 1802 das Territorium des Hochstifts militärisch zu besetzen und erklärte das Gebiet am 29. November endgültig zu einer bayerischen Provinz. Fürstbischof Christoph Franz von Buseck trat zurück und besiegelte damit das Ende des selbständigen Hochstifts Bamberg. In der Folge wurden die Stadtverwaltung, inkl. Gesundheitswesen, Polizei und Gerichtlichkeit neu strukturiert und dem Bayerischen Verwaltungswesen angepasst. Die neugegründete Landesdirektion Bamberg übernahm die Geschicke der öffentlichen Verwaltung unter der Leitung von Generalkommissar Stephan von Stengel. 1803 wurde das Hofgericht Bamberg durch den bayerischen Kurfürsten Max IV. eingerichtet und mit der Neuordnung der Gerichtsverfassung im Jahr 1808 in ein Appellationsgericht für den Obermainkreis umgewandelt. Die 1647 gegründete Universität wurde im Zuge der Säkularisation durch die bayerischen Besatzer 1803 aufgelöst, bestand aber in reduzierter Form als Philosophisch-Theologische Hochschule fort.

Im Zuge der Hep-Hep-Krawalle ereigneten sich in Bamberg vom 8. bis 12. August 1819 schwere Ausschreitungen gegen die jüdischen Bewohner der Stadt, bei denen die Fensterscheiben von Juden bewohnter Häuser eingeworfen wurden.

Während der Märzrevolution in den Jahren 1848/49 war Bamberg eine Hochburg der Demokraten, weshalb die Stadt bei der Regierung in München als besonders radikal galt. Bekannteste Persönlichkeiten waren die Anwälte Nikolaus Titus und Ignaz Prell, der Arzt Heinrich Heinkelmann und der Journalist Carl Heger. Dort wurden die sogenannten 14 Bamberger Artikel, ein Grundrechtekatalog, verlesen. Am 25. und 26. Mai 1854 hielten acht deutsche Mittelstaaten (Bayern, Sachsen, Hannover, Württemberg, Baden, Kurhessen, Hessen-Darmstadt und Nassau) in Bamberg die Bamberger Konferenz ab, in der sie sich über ihre Stellung zu den beiden Großmächten Österreich und Preußen in der orientalischen Angelegenheit verständigten.

Im Jahre 1907 fand der sogenannte Bamberger Bierkrieg statt. Nachdem die Bamberger Brauereien den Preis für den halben Liter Bier von elf auf zwölf Pfennig erhöht hatten, boykottierten Bevölkerung und Wirte den Ausschank und verkauften stattdessen Forchheimer Bier. Binnen einer Woche gaben die Brauereien nach und zogen die Bierpreiserhöhung zurück.

Nach dem Ersten Weltkrieg flüchtete am 7. April 1919 die kurz zuvor gewählte Bayerische Staatsregierung (Kabinett Hoffmann) in den Auseinandersetzungen um die Münchner Räterepublik nach Bamberg und forderte von dort aus militärische Unterstützung zur Niederschlagung der Räterepublik an. Nachdem die Räterepublik von Reichswehr und Freikorps gewaltsam beendet worden war, wurde am 14. August 1919 die Bamberger Verfassung als erste demokratische Verfassung für Bayern unterzeichnet.

Zeit des Nationalsozialismus

Auch in Bamberg wurde 1933 die Macht an die Nationalsozialisten übergeben, und Bamberger Bürger beteiligten sich an der Verfolgung jüdischer Mitbürger. Die 1908 bis 1910 erbaute Bamberger Synagoge wurde während der Novemberpogrome 1938 zerstört und die Arisierung der jüdischen Wirtschaftsbetriebe abgeschlossen. Willy Aron wurde am 10. März 1933 in „Schutzhaft“ genommen und dann im KZ Dachau ermordet. Am 1. Juli 1933, nur wenige Wochen nach dem 10. Mai in Berlin, wurden auf der Hauptkampfbahn des Volksparks Bücher verbrannt. Der jüdische Unternehmer der Hofbräu Bamberg, Willy Lessing, wurde 1936 enteignet und bei den Novemberpogromen 1938 so schwer misshandelt, dass er kurze Zeit später starb. Ab 1939 wurden die Bamberger Juden zur Zwangsarbeit meist in kommunalen Bereichen eingesetzt. Ab November 1941 begann die Deportation der in Bamberg lebenden Juden. Der jüdische Friedhof wurde enteignet und das Taharahaus an die Firma Bosch vermietet, die es als Lagerhalle verwendete. Bis Mai 1945 blieben lediglich 15 Juden, die in sogenannten Mischehen lebten. Insgesamt fielen circa 630 in Bamberg geborene oder längere Zeit dort wohnhafte Juden durch Deportation und Ermordung dem Holocaust zum Opfer.

Durch mehrere Luftangriffe, die insgesamt 378 Tote forderten und 1700 Wohnungen vernichteten, wurde die historische Altstadt nicht unerheblich in Mitleidenschaft gezogen. Unter anderem am 22. Februar 1945 wurde Bamberg als Ersatzziel von amerikanischen Flugzeugen angegriffen, wobei 216 Menschen ums Leben kamen und die Erlöserkirche bis auf den Turm zerstört wurde.

Stadtbildprägende Bauten wie die Alte Maut und die Städtische Altane am Grünen Markt und die historische Bebauung am Obstmarkt gingen unwiederbringlich verloren. Am 14. April 1945 wurde Bamberg von Truppen der US Army eingenommen. Von deutscher Seite gab es nur geringen militärischen Widerstand, der aber amerikanischen Artilleriebeschuss zur Folge hatte. Insgesamt kamen dabei 23 deutsche Soldaten und vier Zivilisten ums Leben.

Nachkriegszeit

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gehörte Bamberg zur Amerikanischen Besatzungszone. Von der Militärverwaltung wurde ein DP-Lager für sogenannte Displaced Persons angelegt. Die US Army stationierte während der Besatzungszeit eine Garnison in der Kaserne Warner Barracks im Osten Bambergs. Der Militärstützpunkt war Drehkreuz verschiedener US-amerikanischer Kriegseinsätze, wie beispielsweise Irak oder Kosovo. Bis zu seiner Schließung im Jahr 2014 wurden laut Schätzungen verschiedener Militärhistoriker hunderttausende US-Soldaten durch den Stützpunkt geschleust.

1945 wurde das Institut für Erdmessung als Forschungsinstitut für Höhere Geodäsie von der US-Heeresvermessung gegründet und bestand bis Anfang der 1950er-Jahre, als es in das Frankfurter Institut für Angewandte Geodäsie eingegliedert wurde. Seine Hauptaufgabe war die Fertigstellung des in der Zeit des Nationalsozialismus begonnenen Zentraleuropäischen Dreiecksnetzes über Mitteleuropa und 1949 fertiggestellt wurde. Weitere Großprojekte waren das ED50-Koordinatensystem und eine astro-geodätische Geoidbestimmung Mittel- und Westeuropas. Es gab auch Kooperationen mit der Bamberger Remeis-Sternwarte. Erster Direktor war Erwin Gigas, unter dem auch die Schriftenreihe Veröffentlichungen des Instituts für Erdmessung gegründet wurde.

Erweitert mit allen universitären Fakultäten nahm die Philosophisch-Theologische Hochschule im Wintersemester 1946/1947 in der Hoffnung, sich zur vierten bayerischen Landesuniversität entwickeln zu können, den Lehrbetrieb auf. Energischer Initiator war der damalige Rektor Benedikt Kraft. Er berief namhafte Professoren, die bisher in Königsberg oder Breslau gelehrt hatten, sowie Richter vom Reichsgericht in Leipzig. Viele aus dem Krieg zurückgekehrte ehemalige Soldaten begannen hier ihr Studium, das von Semester zu Semester erweitert wurde. Die Ausbaupläne zerschlugen sich dann, Regensburg wurde die vierte bayerische Landesuniversität. 1972 wurde die Bamberger Hochschule als Gesamthochschule wiedergegründet und 1979 zur Universität erhoben. In Erinnerung an ihre beiden Gründer trägt sie seit 1988 wieder den Namen Otto-Friedrich-Universität Bamberg. Seit der hochschulübergreifenden Umstrukturierung und Auslagerung des Fachhochschulbereichs nach Coburg umfasst die Universität seit 2007 vier Fakultäten: Geistes- und Kulturwissenschaften, Humanwissenschaften, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie die informationswissenschaftliche Fakultät.Am 1. Januar 1970 wurden die Ortsteile Kramersfeld und Bruckertshof der Gemeinde Hallstadt ins Stadtgebiet eingegliedert. Am 1. Juli 1972 folgten im Rahmen der Gebietsreform die Gemeinden Bug, Gaustadt, Wildensorg, der Ortsteil Bughof der Gemeinde Strullendorf und der Ortsteil Hirschknock der Gemeinde Gundelsheim.Im Jahr 1964 wurden das Jahnwehr und das Hochwassersperrtor in Bug eingeweiht, um die Gefahr durch Hochwasser zu reduzieren, die in der Geschichte der Stadt regelmäßig zu Zerstörungen der Stadtinfrastruktur führten.

Seit der Wiedervereinigung

Im Jahr 1993 wurde die Altstadt Bambergs von der UNESCO Organisation der Vereinten Nationen als Weltkulturerbestadt ausgezeichnet. Die 142 Hektar umfassende Fläche des Welterbes beinhaltet das Berggebiet, die Inselstadt und das Gärtnerviertel. Darüber hinaus wurde in den Jahren 2003 und 2013 insgesamt drei mittelalterliche Dokumente der Bayerischen Staatsbibliothek in Bamberg ins Weltdokumentenerbe „Memory of the World“ der UNESCO eingetragen. Zum einen wurden die beiden, auf der Klosterinsel Reichenau im Bodensee entstandenen Werke die Bamberger Apokalypse und der Kommentar zum Hohelied, zum anderen das Lorscher Arzneibuch aus der Zeit der Regentschaft Karls des Großen aufgenommen. Von April bis Oktober 2012 fand auf dem bis dato brachliegenden Gelände der ehemaligen Baumwollspinnerei Erlangen-Bamberg (ERBA) im Stadtteil Gaustadt die Landesgartenschau statt. Im Anschluss wurde die Erbainsel als öffentliche Parkanlage, inkl. der neu angelegten Parkanlagen, Kinderspielplätze, Sportanlagen und Schrebergärten, der Bevölkerung zugänglich gemacht. Ein Teil der Flächen wurde zurückgebaut, um eine neue Wohnhaussiedlung zu errichten. Diese schließt sich direkt an die ehemaligen Spinnereigebäude an, die in renovierter Form heute größtenteils von der Universität Bamberg genutzt werden.Im Jahre 2014 wurde der ehemalige Stützpunkt „Warner Barracks“ der US-Armee im Osten der Stadt aufgelöst, wodurch ein tiefgreifender städteplanerischer Wandel im Osten der Stadt angestoßen wurde und breite Debatten um die weitere Nutzung der Flächen und Immobilien auslöste. Einerseits wurde 2015 eine Ankunfts- und Rückführungseinrichtung zur Abschiebung von Geflüchteten aus den Balkanstaaten mit geringer Bleibeperspektive eröffnet. 2018 wurde die Einrichtung in ein sogenanntes „Ankunfts-, Entscheidungs- und Rückführungszentrum“ (Ankerzentrum) umgewandelt, um Asylverfahren durch Bündelung der zuständigen Behörden zu beschleunigen. Der zuständige Ombudsrat der Stadt Bamberg und der Bayerische Flüchtlingsrat kritisierten mehrfach das Aufnahmezentrum aufgrund der langen Unterbringungszeiten in teilweise überbelegten Wohneinheiten, während gleichzeitig bis zu 40 % der potenziell nutzbaren Wohnungen leerstehen. Seit 2017 veranstaltet der gemeinnützige Verein „Freund statt Fremd“ wöchentlich die „Mahnwache Asyl“ für eine humanitärere Flüchtlingspolitik in Bamberg. Darüber hinaus wurde 2016 ein Aus- und Fortbildungszentrum der Bundespolizei auf dem ehemaligen Militärstützpunkt eröffnet, das größte seiner Art in Deutschland.2017 erwarb die Stadt 19,5 Hektar der Konversionsflächen, inklusive der ehemaligen Lagarde-Kaserne. Neben mehreren Gewerbe- und Büroeinheiten sowie dem 2019 eröffneten digitalem Gründerzentrum IGZ Bamberg entsteht auch ein neues Wohnviertel für bis zu 2400 Menschen auf dem ehemaligen Kasernengelände. Im Rahmen des sogenannten „Kulturquartiers“ soll durch Renovierung und Neubau verschiedener Gebäude auch die kulturelle Entwicklung des Stadtteils vorangetrieben werden. Außerdem plante der Stadtrat einen Teil der Konversionsflächen in einen Industrie- und Gewerbepark umzuwandeln. In Reaktion auf diese Pläne formierte sich die zivile Protestinitiative „Für den Hauptsmoorwald“, welche die Bebauungspläne und die damit verbundene Rodung von 47 Hektar des angrenzenden Hauptsmoorwaldes zu verhindern suchte. Die Initiative sammelte im Rahmen eines Bürgergegehrens über 13000 Unterschriften gegen die Abholzung. Daraufhin kam es im November zum Bürgerentscheid, bei dem sich eine Dreiviertelmehrheit (75,39 %) für den Erhalt aussprach und damit die Pläne des Stadtrates verhinderte.

2019 erhielt Bamberg bei einer Ausschreibung des Bundesinnenministeriums 17,5 Millionen Euro zur Weiterentwicklung der Stadt zur „Smart City“. Das Programm läuft über sieben Jahre: Nach zwei Jahren der Strategieentwicklung, bei der neben dem Stadtrat, der Universität Bamberg und städtischen Behörden auch die Bürgerschaft beteiligt war, sollen in der Umsetzungsphase zwischen 2023 und 2027 insgesamt 18 Teilprojekte realisiert werden. Das Kernstück des Programms ist die Schaffung eines „Digitalen Zwillings“ der Stadt, mit dem der Denkmalschutz innerhalb der Welterbestadt verbessert werden soll. Die Förderung des Bundes fügt sich ein in eine weiter gefasste Strategie zur digitalen Weiterentwicklung der Stadt. So erhielt die Universität Bamberg im KI-Wettbewerb des Freistaates Bayern sieben Professuren für künstliche Intelligenz, welche den Fachbereich Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik ergänzen.

Die Ergebnisse der Kommunalwahlen des Jahres 2020 zeugten von der steigenden Bedeutsamkeit der politischen Themenfelder Nachhaltigkeit und Klimaschutz für die Wählerschaft, da die Partei Grünes Bamberg mit 27 % erstmals die meisten Stimmen auf sich vereinigen konnte. Bis zu dieser Wahl war die CSU ohne Unterbrechung stärkste Fraktion in Bamberger Stadtrat.

Ein Bericht des kommunalen Prüfverbandes Bayern enthüllte im Dezember 2020, dass die Stadt Bamberg zwischen 2011 und 2017 illegale Bonuszahlungen über 450.000 Euro an Mitarbeiter des Rathauses ausgezahlt hatte. Im Juli 2022 wurde offiziell Strafbefehl gegen den Oberbürgermeister Andreas Starke und drei Mitarbeiter der städtischen Verwaltung wegen Untreue verhängt. Das Gericht verurteilte Starke zu einer Geldstrafe in Höhe von 24.000 Euro.

Die Coronapandemie bestimmte seit 2020 auch in Bamberg das gesellschaftliche Leben. So wurden sowohl Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen als auch die Schließungen öffentlicher und wirtschaftlicher Betriebe durch die Bayerische Landesregierung beschlossen. Laut offiziellen Zahlen hatten sich seit Beginn der Pandemie mehr als 33.000 Bewohner aus Bamberg mit dem Virus infiziert bzw. einen positiven Covid-19 Test (positive Selbsttests und Dunkelziffer nicht kalkuliert). In Reaktion auf die Kontaktbeschränkungen formierte sich die Protestbewegung „Stay Awake“ und zog u. a. auch Reichsbürger und Rechtsextremisten, wie den III. Weg an.

Bevölkerung

Einwohnerstatistik

Im Mittelalter und in der frühen Neuzeit wuchs die Einwohnerzahl von Bamberg nur langsam und ging durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte immer wieder zurück. Während des Dreißigjährigen Krieges sank sie auf 7000 im Jahre 1648. Vor dem Krieg waren es noch 12.000. Mit dem Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich das Bevölkerungswachstum. 1811 lebten 17.000 Menschen in der Stadt, 1900 waren es bereits 42.000.

Bis 1939 stieg die Bevölkerungszahl auf 59.000. Kurz nach dem Zweiten Weltkrieg brachten die vielen Flüchtlinge und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten der Stadt innerhalb weniger Monate einen Zuwachs um 16.000 auf 75.000 Einwohner im Dezember 1945. Bis Juni 1972 sank sie wieder auf 69.000. Eingemeindungen am 1. Juli 1972 brachten einen Zugewinn von 7207 auf über 76.000 Einwohner. Am 30. Juni 2006 betrug die Amtliche Einwohnerzahl für Bamberg nach Fortschreibung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung 70.063 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern). Seit 2009 wuchs die Einwohnerzahl jährlich und erreichte am 31. Dezember 2018 mit 77.592 Einwohnern einen neuen historischen Höchststand.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1811 sind es meist Schätzungen, danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen des Statistischen Landesamtes. Die Angaben beziehen sich ab 1871 auf die „ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung. Vor 1871 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

Stand Einwohner
1599 11.500
1618 12.000
1648 7000
1795 16.000
1811 17.095
1. Juni 1830 ¹ 18.600
1. Dezember 1840 ¹ 20.900
3. Dezember 1852 ¹ 20.594
3. Dezember 1855 ¹ 22.391
3. Dezember 1858 ¹ 23.456
3. Dezember 1861 ¹ 23.500
3. Dezember 1864 ¹ 25.200
3. Dezember 1867 ¹ 26.100
1. Dezember 1871 ¹ 25.700
1. Dezember 1875 ¹ 26.951
1. Dezember 1880 ¹ 29.587
1. Dezember 1885 ¹ 31.500
Stand Einwohner
1. Dezember 1890 ¹ 35.815
2. Dezember 1895 ¹ 38.940
1. Dezember 1900 ¹ 41.823
1. Dezember 1905 ¹ 45.483
1. Dezember 1910 ¹ 48.063
1. Dezember 1916 ¹ 40.344
5. Dezember 1917 ¹ 41.395
8. Oktober 1919 ¹ 49.179
16. Juni 1925 ¹ 50.152
16. Juni 1933 ¹ 54.161
17. Mai 1939 ¹ 59.466
31. Dezember 1945 75.193
29. Oktober 1946 ¹ 74.733
13. September 1950 ¹ 76.180
25. September 1956 ¹ 75.116
6. Juni 1961 ¹ 74.115
31. Dezember 1965 72.869
Stand Einwohner
27. Mai 1970 ¹ 70.581
31. Dezember 1975 74.236
31. Dezember 1980 71.928
31. Dezember 1985 69.920
25. Mai 1987 ¹ 69.100
31. Dezember 1990 70.521
31. Dezember 1995 69.652
31. Dezember 2000 69.036
30. Juni 2005 69.934
30. Juni 2006¹ 70.063
31. Dezember 2006 69.574
31. Dezember 2007 69.884
31. Dezember 2008 69.989
31. Dezember 2009 69.827
31. Dezember 2010 70.004
31. Dezember 2011 70.084
31. Dezember 2012 70.863
Stand Einwohner
31. Dezember 2013 71.167
31. Dezember 2014² 72.194
31. Dezember 2015³ 73.331
31. Dezember 2016 75.743
31. Dezember 2017 77.179
31. Dezember 2018 77.592
31. Dezember 2019 77.373
31. Dezember 2020 76.674
31. Dezember 2021 77.749
31. Dezember 2022 79.935

A¹ VolkszählungsergebnisA² Bamberg schlägt BayreuthA³ Flüchtlinge und Uni: Bambergs Einwohnerzahl steigtA⁴ Bamberger Einwohnerzahl in Kürze stark gestiegen – ein Grund bereitet Oberbürgermeister „Sorge“.

Religionen

Die Mehrheit der Bamberger Bevölkerung ist christlichen Glaubens, auch wenn sich die Religionszugehörigkeit in den letzten Jahrzehnten stark verändert hat. So zeigen die Zahlen eine deutliche Abnahme der Katholiken. Waren 2003 noch fast zwei Drittel der Bevölkerung römisch-katholisch, sind es im Jahr 2021 nur noch 44,1 %. Deutlich geringer fällt der Rückgang bei der evangelischen Kirche aus: Ihr Anteil sank in der gleichen Zeit von 19,2 auf 16,4 %. Das Statistische Jahrbuch der Stadt Bamberg führt die weiteren Religionsgemeinschaften nicht spezifisch auf, sondern fasst sie nur unter „Sonstige“ zusammen. Ihr Anteil beträgt im Jahr 2021 39,5 %; dazu zählen Juden, Muslime, Konfessionslose und Angehörige anderer Glaubensgemeinschaften.

Folgende Glaubensgemeinschaften existieren in Bamberg:

Politik

Lokalpolitik

Stadtrat

Der Bamberger Stadtrat wird im Rahmen der Bayerischen Kommunalwahlen für eine Dauer von sechs Jahren gewählt. Bis 1960 wurde er alle vier Jahre neu besetzt. Laut der Bayerischen Gemeindeordnung erhält Bamberg, als Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 50.000 und 100.000 Einwohnern insgesamt 44 Stadtratssitze.

Stadträte sind ehrenamtlich tätig, erhalten jedoch 30 Euro Aufwandsentschädigung pro Sitzung (50 Euro bei Sitzungen über drei Stunden). Die Sitzungen finden turnusmäßig im Spiegelsaal der Harmonie des E.T.A. Hoffmann Theaters statt.

Der Stadtrat ist in mehrere Senate untergliedert, die neben einem Vorsitzenden 16 weitere Stadtratsmitglieder umfassen (Stand: April 2022):

Bei der Kommunalwahl am 15. März 2020 wurde der 15. Bamberger Stadtrat mit folgenden Ergebnissen gewählt:

Die Sitzverteilung im Stadtrat seit 1946
Stadtratswahl 15. März 2020 16. März 2014 2. März 2008 3. März 2002 10. März 1996 18. März 1990 18. März 1984 5. März 1978 11. Juni 1972 13. März 1966 27. März 1960 18. März 1956 30. März 1952 30. Mai 1948 26. Mai 19461
Grünes Bamberg (GRÜNE)2 12 8 7 6 5 4 3
Christlich-Soziale Union in Bayern (CSU) 10 12 15 19 19 20 25 26 22 21 18 15 15 15 28
Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) 76 10 10 9 9 13 13 13 18 17 15 14 8 7 9
Alternative für Deutschland (AfD) 2
Bamberger Bürger-Block (BBB) 2 4 5 4 1
Bamberger Allianz (BA)3 2 1 2 1 1
Bamberger Linke Liste (BaLi) 2 1
Freie Wähler (FW)4 1 4 3 3 6 2 2 3 2
Bambergs unabhängige Bürger (BuB) 1 3
Freie Demokratische Partei (FDP)5 1 1 1 1 1 2 1 2 2 2 1 1 1 2 3
Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative (Die PARTEI) 1
Ökologisch-Demokratische Partei (ÖDP) 1 1 1
Volt 1
Bambergs Mitte (BM) 1
Die Republikaner (REP) 1 1 1 2
Bayernpartei (BP) 1 2 5 7 12
Bund der Heimatvertriebenen und Entrechteten (BHE) 1 3 3 5
Freie Liste 2 3 3
Deutsche Reichspartei (DRP) 1 1
Der Deutsche Block 1
Liste der Flüchtlinge, Ausgewiesenen und Kriegsgeschädigten (ÜFAK) 4
Wirtschaftliche Aufbau-Vereinigung (WAV) 1
Kommunistische Partei Deutschlands (KPD) 1 1
gesamt6 44 44 44 44 44 44 44 44 44 42 42 42 42 42 41
1 Ursprünglich waren nur 30 Sitze vergeben worden, die sich wie folgt verteilten: CSU 21, SPD 7, FDP 1 und KPD 0. Aufgrund eines Erlasses des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren wurde die Anzahl der Mandate auf 41 erhöht. 2 bis 2020 Grün-Alternative Liste (GAL) 3 bis 2020 Bamberger Realisten (BR) 4 bis 2003 Überparteiliche Bürger-Gemeinschaft (ÜBG) 5 1972 und 1978 FDP/Freie Wähler-Bamberger Liste; 1984 FDP/Freie Bürger; 1996 FDP und Freie Bürger 6 Die Zahl beinhaltet hier nur die gewählten Stadträte. Dem Stadtrat gehört zusätzlich der Oberbürgermeister an. Die sonstige Sitzeverteilung richtet sich nach dem amtlichen Endergebnis und lässt zwischenzeitliche Veränderungen der Fraktionsgrenzen außer Betracht.

Oberbürgermeister

Der Erste Bürgermeister wird im Rahmen der Kommunalwahlen zeitgleich mit dem Stadtrat und ebenfalls für eine Dauer von sechs Jahren gewählt. Die Kandidaten benötigen die absolute Mehrheit, um zum Bürgermeister gewählt zu werden. Falls im ersten Wahlgang keine absolute Mehrheit erreicht wird, kommt es zur Stichwahl zwischen den beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen. Der gewählte Oberbürgermeister ist gleichzeitig das 45. Mitglied des Stadtrates.

Als kreisfreie Stadt trägt der Erste Bürgermeister Bambergs auch den Namen „Oberbürgermeister“. Laut Gesetz ist er nach der Wahl „Beamter auf Zeit“ und gilt damit als „berufsmäßiger Bürgermeister“.

2. Bürgermeister

Gemäß Artikel 35 der bayerischen Gemeindeordnung werden der zweite und dritte Bürgermeister „aus der Mitte“ des Stadtrates von dessen Mitgliedern gewählt. Dieser vertritt den Oberbürgermeister im Falle dessen Verhinderung. Die Gemeindeordnung stellt es dem Stadtrat frei zu entscheiden, ob die weiteren Bürgermeister berufsmäßig oder ehrenamtlich berufen werden. In Bamberg ist der zweite Bürgermeister berufsmäßig, der dritte Bürgermeister ehrenamtlich tätig.

3. Bürgermeister

Bürgerbeteiligung

Laut Artikel 18a der Gemeindeordnung sind die Bürger berechtigt im Kontext städtischer Angelegenheiten ein Bürgerbegehren zu initiieren. Das Begehren muss als Fragestellung eingebracht werden, die mit Ja oder Nein beantwortet werden kann. Wenn 6 % der Wahlberechtigten mit Wohnsitz in Bamberg (ca. 3500 Unterschriften notwendig) dem Begehren zustimmen, kommt es zum Bürgerentscheid. Die Abstimmung erfolgt ist freier, geheimer und gleicher Wahl durch die Bevölkerung. Bei Erreichen eines Quorums von 15 % sowie einer einfachen Mehrheit, erhält der Bürgerentscheid die politische und juristische Wirksamkeit einer Stadtratsentscheidung. Ein erfolgreicher Bürgerentscheid der jüngeren Vergangenheit war das Referendum zum Erhalt eines Teils des Hauptsmoorwaldes, der auf Basis einer vorangegangenen Stadtratsentscheidung einem Industriegebiet weichen sollte. Der Entscheid erhielt 75,39 % Zustimmung der Bamberger Bevölkerung, womit der Stadtratsbeschluss aufgehoben wurde.

Das Bamberger Amt für Bürgerbeteiligung, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eröffnete im Jahr 2020 ein sogenanntes Bürgerlabor, in dem die Bevölkerung persönliche Anliegen einbringen sowie öffentliche Unterstützung für gemeinnützige Projekte beantragen kann. Es gibt auch die Möglichkeit in monatlichen Sprechstunden in direkten Austausch mit dem Oberbürgermeister sowie dem 2. Bürgermeister zu treten. Zudem existiert ein Onlineportal auf dem die Bürger auf einer interaktiven Karte Wünsche einbringen oder auf Probleme hinweisen können.

Landespolitik

Der Stimmkreis Bamberg-Stadt (402) umfasst neben dem Stadtgebiet auch Hallstadt und die Gemeinden Bischberg, Gundelsheim, Lisberg, Oberhaid, Priesendorf, Stegaurach, Viereth-Trunstadt, Walsdorf des Landkreises Bamberg. Bei der letzten Landtagswahl 2023 gewann die CSU-Politikerin Melanie Huml das Direktmandat mit 36,5 % der Stimmen. Sie gewann damit bereits zum vierten Mal den Bamberger Stimmkreis seit der Wahl 2008. Ursula Sowa von den Grünen erreichte als Zweitplatzierte 19,5 % der Erststimmen. Sie sitzt seit 2018 ebenfalls im Landtag und wurde jeweils über die Parteiliste des Wahlkreises Oberfranken gewählt.

Bundespolitik

Direktmandat

Der 236. Wahlkreis zur Bundestagswahl umfasst neben der Stadt Bamberg auch mehrere Gemeinden der Landkreise Bamberg und Forchheim einschließlich der Großen Kreisstadt Forchheim. Die Erststimmen in diesem Wahlkreis bestimmen den Direktkandidaten für die Region im Bundestag. Bei der letzten Bundestagswahl 2021 errang Thomas Silberhorn (CSU) das Direktmandat trotz Verlusten von über 5 Prozentpunkten.

Landeslisten

Andreas Schwarz (SPD) und Lisa Badum (Die Grünen), die ebenfalls als Direktkandidaten im Wahlkreis angetreten waren, erreichten über die bayerischen Landeslisten ihrer Parteien den Bundestag.

Wappen

Städtepartnerschaften

Die Stadt Bamberg unterhält Partnerschaften mit folgenden Städten:

Partnerstadt Land Beginn der Partnerschaft
Rodez Frankreich 1970
Bedford Vereinigtes Königreich 1977
Esztergom Ungarn 1992
Feldkirchen in Kärnten Österreich 1993
Villach Österreich 1973
Prag 1 Tschechien 1992

Auch Kirchdorf an der Krems in Österreich, Malborghetto, Montelabbate (beide in Italien), Nagaoka (Japan), Posen in Polen, Qufu in China, Tarvisio in Italien und Wolfsberg in Österreich sind „befreundete Städte“.

1958 übernahm die Stadt Bamberg für die aufgrund der Beneš-Dekrete aus ihrer Heimat vertriebenen Sudetendeutschen aus dem Gebiet um die tschechische Stadt Troppau die Patenschaft. Auch Baunach und Hallstadt in Bayern sind Patenstädte Bambergs.

Architektur und Baudenkmäler

Bamberg wurde wie Rom auf sieben Hügeln (Stephansberg, Kaulberg, Domberg, Michaelsberg, Jakobsberg, Altenburg, Abtsberg) erbaut und deshalb auch manchmal als Fränkisches Rom bezeichnet.

Da Bamberg im Zweiten Weltkrieg weitgehend von Bombardierungen verschont blieb, bietet die Altstadt bis heute das nahezu unveränderte Bild der ursprünglichen Dreigliederung in geistliche Bergstadt (im Umfeld des Kaiserdoms), bürgerliche Inselstadt (zwischen den beiden Flussarmen der Regnitz) und der Gärtnerstadt. Überragt vom Dom stellt die Stadt ein denkmalgeschütztes Ensemble zwischen mittelalterlicher und barocker Baukunst dar.

Umfangreiche Aktivitäten im Bereich der Denkmalpflege haben zu einem guten Restaurierungszustand geführt. Im Juli 2005 richtete die Stadt Bamberg ein eigenes Dokumentationszentrum Welterbe als Koordinierungs- und Anlaufstelle zu allen Belangen des UNESCO-Welterbes ein. Bamberg ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Historische Städte.

Welterbeensemble und seine Bauwerke

1993 wurde die Bamberger Altstadt mit ihren über 1200 Baudenkmälern in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen. In der Begründung heißt es, Bamberg repräsentiere in einzigartiger Weise die auf einer Grundstruktur des Frühmittelalters entwickelte mitteleuropäische Stadt. Das in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommene Areal umfasst die drei historischen Stadtzentren Berg-, Insel- und Gärtnerstadt mit einer Gesamtfläche von etwa 140 Hektar.Viele Baudenkmäler stammen aus dem Mittelalter. Auf dem Domberg steht der spätromanische Bamberger Dom mit dem Bamberger Reiter. Westlich von Bambergs Altstadt steht die Altenburg, eine mittelalterliche Höhenburg. Das Kloster Michelsberg mit seiner Klosterkirche entstammt im Kern der Romanik. Später entstanden die barocken Klostergebäude. Das ehemalige Chorherrenstift St. Jakob enthält die romanische Stiftskirche St. Jakob mit einem Turm aus gotischer Zeit. Einer der wichtigsten Bauten der Gotik ist die Obere Pfarre. Gotische Formen zeigt auch die dreischiffige Hallenkirche des Dominikanerklosters. Eines der ältesten Baudenkmäler der Stadt ist St. Gangolf, die sich wohl bereits 1059 bereits im Bau befand.

Auch in der Frühen Neuzeit entstanden wichtige Bauten. Auf dem Domplatz befinden sich die Alte Hofhaltung aus der Renaissancezeit mit dem Historischen Museum von Bamberg sowie die Katharinenkapelle in der Hofhaltung. Weitere prägnante Bauten der Renaissance sind das Hochzeitshaus sowie das ehemalige Schloss Geyerswörth.Neben den mittelalterlichen Bauten dominiert vor allem der Barock die Altstadt. Viele Bauwerke entstanden durch Architekten der Familie Dientzenhofer unter den Bischöfen aus dem Hause Schönborn, in deren Diensten auch Balthasar Neumann stand. Gegenüber der Alten Hofhaltung befindet sich die barocke Neue Residenz der Fürstbischöfe sowie der Rosengarten. Heute befinden sich dort die Staatsbibliothek und die Staatsgalerie von Bamberg. Verschiedene Domherrenhöfe und die Dompropstei entstammen ebenfalls der Barockzeit. Das Kapitelhaus, der Südflügel des Kreuzgangs, ist ein zweigeschossiger Sandsteinquaderbau mit Mansarddach von Balthasar Neumann. Der Kirchenbau von St. Stephan entstammt auch der Barockzeit, ebenso wie die Kirche St. Theodor am Karmelitenplatz, ein ursprünglich romanischer Bau, der von Leonhard Dientzenhofer barock umgestaltet wurde. Die Kirche St. Martin entstand mit einer den Grünen Markt beherrschenden Barockfassade 1686–1696 nach Plänen von Georg Dientzenhofer unter der Bauleitung von Leonhard Dientzenhofer. Eines der wichtigsten Bauwerke der Altstadt ist das Alte Rathaus mit seinem Rokoko-Saal. In Klein Venedig, einem ehemaligen Fischerdorf, befinden sich zahlreiche hübsche Fachwerkhäuschen aus dem 17. Jahrhundert. Das Böttingerhaus zählt zu den bedeutendsten bürgerlichen Bauwerken des Barock in Süddeutschland und entstand 1707 bis 1713. Die Villa Concordia ist ein Barockbau, den der Hofbeamte Ignaz Tobias Böttinger zwischen 1716 und 1722 in Auftrag gab und wahrscheinlich durch den Architekten Johann Dientzenhofer bauen ließ.Als Gegenstück zum Katharinenspital, einer mehrflügeligen barocken Anlage aus dreigeschossigen Mansarddachbauten, entstand 1732–1737 ebenfalls nach Plänen von Balthasar Neumann durch Justus Heinrich Dientzenhofer das ehemalige Klerikalseminar am Maximiliansplatz (Neues Rathaus). Das ehemalige Akademiegebäude in der Inneren Inselstadt dient heute der Universität, sein Südflügel wurde im Spätbarock 1772 nach dem Plan von Johann Michael Fischer errichtet. Die barocke Sommerresidenz der Fürstbischöfe Schloss Seehof befindet sich wenige Kilometer nordöstlich der Stadtgrenze.Mit dem Hofarchitekten Johann Lorenz Fink begann der frühe Klassizismus den Barock abzulösen, sein wichtigster Bau ist das Allgemeine bzw. Städtische Krankenhaus, das Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1730–1795) in Auftrag gegeben hatte. Zahlreich sind die Bauwerke des Historismus aus der Zeit des Königreichs Bayerns, am Wilhelmsplatz befinden sich das Justizgebäude und die sogenannte Wilhelmspost. Am Übergang vom Historismus zur Moderne steht die Kirche St. Heinrich.

Bauten der Moderne befinden sich vorwiegend außerhalb der Innenstadt. Das Klinikum, nach siebenjähriger Bauzeit 1984 fertiggestellt, wurde als größtes Bauwerk Bambergs im 20. Jahrhundert bezeichnet. Auch dem Ausbau der Universität verdanken moderne Bauten ihre Entstehung, so das Rechenzentrum der Universität. Ein bemerkenswerter Industriebau ist das T-Com. Das Bistum errichtete beispielsweise das Diözesanarchiv und die Kirche St. Urban. Bemerkenswert als Kulturbauten sind auch das ETA Hoffmann Theater als Stadttheater von Bamberg und die Konzert- und Kongresshalle Bamberg.

Sakralbauten

Die Lage einiger Bamberger Kirchen bildet ein imaginäres „Kreuz über Bamberg“. Der Längsbalken besteht aus den Kirchen St. Jakob, Dom, St. Martin und St. Gangolf, der Querbalken aus St. Stephan, Obere Pfarre, Dom und St. Michael. Letztere vier Kirchen sind auch als der sogenannte Vierkirchenblick bekannt. Der Mittelpunkt dieses Kreuzes ist eine 1777 eingelegte Säule, die den Namen Tattermannsäule trug. An ihre Stelle trat zum tausendjährigen Jubiläum des Bistums Bamberg im Jahr 2007 ein „unterirdisches“ Denkmal, das ein Künstler aus Israel – mit familiären Wurzeln in Bamberg – schuf.

Die etwas außerhalb des Querbalkens stehende Kirche St. Jakob wird als das gesenkte Haupt Christi gedeutet. Ein weiteres imaginäres Kreuz bildet der Grundriss des Doms; das gesenkte Haupt Christi wird durch einen Scheitelstein außerhalb der Linie im Westchor des Domes symbolisiert.

Katholische Kirchen

Evangelische Kirchen

Evangelische Freikirchen

Moscheen

Synagogen

Interreligiöse Gebetsräume

Stadtquartiere auswärtiger Klöster

Säkularisierte und profanierte kirchliche Einrichtungen

Regierungsgebäude

Palais und profane Bauten

Öffentliche Brunnen

Die Stadtwerke Bamberg betreiben insgesamt sechs Brunnen, die als kostenlose Trinkwasserquelle den Bürgern zur Verfügung gestellt werden. In der Bamberger Altstadt sind das der Humsera Brunnen am Grünen Markt, das Fischbrünnlein am Kranen, der Adlerbrunnen an der Unteren Brücke sowie der Brunnen an der Trautmannsmauer am Domplatz. Darüber hinaus befindet sich ein weiterer Brunnen am Troppauplatz und auf der ERBA Insel. Neben den Trinkwasserbrunnen gibt es viele weitere dekorative Brunnen im Stadtgebiet. Einer der Bedeutendsten ist der Neptunsbrunnen, im Volksmund auch Gabelmann („Gablmoo“) genannt. Mitten in der Fußgängerzone gelegen und mit Sitzmöglichkeiten umgeben, markiert er einen wichtigen sozialen Treffpunkt der Stadt.

Weitere Brunnen der Stadt sind:

Denkmäler und Skulpturen

Religiöse Denkmäler

Bamberg ist eines der Zentren der Bildstocklandschaft Franken. In der Bischofsstadt wurden seit dem Spätmittelalter religiöse Kleindenkmäler als Zeichen für die Volksfrömmigkeit gesetzt. Sie finden sich heute vor allem entlang wichtiger Straßen und Wege.

Denkmäler berühmter Persönlichkeiten

Gedenktafeln

Skulpturen

Zerstörte Bauwerke

Katakomben, Felsenkeller und Sandstollen

Im Bamberger Berggebiet gibt es ein recht ausgedehntes System von Katakomben und Felsenkellern, deren Ursprünge zum Teil bis in das Mittelalter zurückreichen. Während der Pest- und Choleraepidemien im 13. und 14. Jahrhundert wurden einige Stollen auch als Grabanlagen verwendet. Unter dem Lerchenbühl wurde um 1500 eine Felsenkapelle angelegt, das Heilige Loch. In der Regel angelegt als kühle, aber frostgeschützte Lagerkeller für Lebensmittel und Getränke, vor allem Wein und Bier, unter dem Kaulberg als Sandschürfstollen zur Gewinnung von Scheuersand, dienten sie im Lauf der Zeit verschiedenen Zwecken (Zufluchträume bei kriegerischen Auseinandersetzungen, Versammlungsstätten, Gefängnis, Trinkwasserversorgung, Verlagerung industrieller Produktionsstätten während des Zweiten Weltkriegs). Heute dienen einige der Stollen als Lagerräume, Zivilschutzräume sowie als touristische Attraktion der Stadt. Befahrungen der Stollen unter dem Stephansberg sind daher möglich und werden von der Stadt Bamberg organisiert.

Parks und Erholungsanlagen

Kultur

Theater und Kleinkunst

In Bamberg existieren über zehn verschiedene Theaterbühnen, weshalb sich die Stadt selbst auch als „Theaterstadt“ bezeichnet. Das bekannteste Theater ist wohl das ETA Hoffmann Theater, benannt nach dem berühmten Schriftsteller der Romantik, der hier zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine Anstellung als musikalischer Leiter fand. Nach mehrjähriger Sanierung wurde das Theater 2003 wiedereröffnet und umfasst seitdem drei Bühnen mit jeweils 60 – 400 Plätzen. Seit 2015 leitet Sibylle Broll-Pape das Theater und erhielt bereits im ersten Jahr den Theaterpreis des Bundes.

Weitere Theaterbühnen und -gruppen sind (in alphabetischer Reihenfolge):

Museen

Im Stadtgebiet gibt es insgesamt 15 Museen. Eines der bedeutendsten ist die Neue Residenz auf dem Domberg. Diese ehemals fürstbischöfliche Residenz umfasst mehrere barocke Prunksäle, u. a. den Kaisersaal, den Weißen Saal und das Chinesische Kabinett. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen haben eine ihrer ältesten Zweigstellen in der Neuen Residenz, die sich in zwei Epochen gliedert. Einerseits die Altdeutsche Abteilung mit Bildern der Spätgotik und Frührenaissance, andererseits die Barockabteilung, die Malereien von Johann Michael Bretschneider, Otto van Veen, Jan Lievens sowie niederländische Landschaftsgemälde und Stillleben präsentiert.Ebenfalls auf dem Domplatz befindet sich das Diözesanmuseum des Erzbistums. Die Ausstellung umfasst Objekte der Bamberger Domschatzkammer, die in den Jahrhunderten des Hochstifts von den Fürstbischöfen zusammengetragen wurden. Neben Heiligenreliquien, liturgischen Geräten und vielfaltigen Schmuck- und Kunstobjekten präsentiert das Museum auch die königlichen Gewänder von Heinrich II. aus dem 11. Jahrhundert.

Das Historische Museum in der Alten Hofhaltung befindet sich im Besitz der Stadt Bamberg und ist ein hauptsächlich stadtgeschichtliches Museum. Es umfasst mehrere Dauerausstellungen, u. a. „Jüdisches in Bamberg“, „Lebensader Regnitz“ sowie wechselnde Kurzzeitausstellungen. Ebenso im Besitz der Stadt Bamberg befinden sich die Stadtgalerie Villa Dessauer mit wechselnden Kunstausstellungen und die Sammlung Ludwig mit Keramik- und Porzellankunst im Alten Rathaus. Das 1791 eingerichtete Naturkunde-Museum hat einen naturkundlichen Regionalfokus und präsentiert fossile Versteinerungen, Tier- und Pflanzenpräperate, Minerale und eine Vogelsammlung mit über 1000 Exponaten. Der 1810 eröffnete Vogelsaal ist der einzige original erhaltene Museumsschauraum des 19. Jahrhunderts.

Das E.T.A. Hoffmann-Haus widmet sich dem Leben und Wirken des Schriftstellers E. T. A. Hoffmann, der Anfang des 19. Jahrhunderts knapp fünf Jahre in Bamberg verbrachte. Seit November 2022 ist das Haus wegen einer Generalsanierung für die Öffentlichkeit geschlossen.

Das Gärtner- und Häckermuseum existiert seit 1976 und beschäftigt sich mit Geschichte und Tradition des gewerblichen innerstädtischen Gemüse- und Gartenbaus in Bamberg. Die Sammlung Artur Kutz ist ein Museum für Büro- und Kommunikationsgeschichte. Das Fränkische Brauereimuseum befindet sich in den Räumlichkeiten der alten Benediktinerbrauerei im Michelsberger Kloster, in denen seit dem 12. Jahrhundert Bier gebraut wurde. Darüber hinaus gibt es noch ein Feuerwehrmuseum, das Ateliermuseum Bamberg, das Bamberger Krippenmuseum, das Missionsmuseum und das Welterbe-Besuchszentrum.

Musik

Die Konzert- und Kongresshalle ist ein wichtiges musikalisches Zentrum der Stadt und beheimatet insbesondere Bamberger Symphoniker. Diese wurden im Jahr 1946 als klassisches Orchester gegründet und gaben seitdem neben regelmäßigen Auftritten in Bamberg über 7.500 Konzerte in 63 Ländern. Seit 2016 ist Jakub Hrůša Chefdirigent der Symphoniker.

Das Kontaktfestival ist eine jährlich stattfindende, ehrenamtlich organisierte Veranstaltung, welche 2004 von Studierenden ins Leben gerufen wurde. Eine besondere Eigenschaft des Festivals ist die kulturelle Nutzung von Leerständen in der Stadt. Das Festival möchte „Gegengewicht bzw. eine Ergänzung zu der in Bamberg fest etablierten (Hoch-)Kultur anbieten und dabei (nicht-professionelle) Künstler*innen aus der Region fördern, gesellschaftliche Gestaltungspotentiale aufzeigen und fruchtbar machen.“

Das Blues- & Jazzfestival Bamberg ist ein jährlich stattfindendes Stadtfestival mit mehreren Konzertbühnen im Stadtgebiet verteilt. Seit seiner Gründung im Jahr 2007 wuchs die Anzahl der Besucher von 25.000 auf über 150.000 im Jahr 2022.

Zeitgenössische Kunst

Printmedien

Insgesamt erscheinen in Bamberg bzw. haben in Bamberg das Verbreitungsgebiet 12 Zeitschriften und Zeitungen verschiedensten Formates und Gattungen: Wochenzeitungen, Tageszeitungen, Kirchenmagazine, Kulturzeitschriften und Studentenzeitungen, die entweder von privaten Verlagen oder von der Stadt und Landkreis Bamberg verlegt werden.

Der Fränkische Tag ist eine der größten Tageszeitungen Oberfrankens und hat seinen Sitz in Bamberg. Es handelt sich um die einzige am Ort. Der Schwerpunkt liegt auf lokaler Berichterstattung inklusive eines regionalen und überregionalen Sportteils sowie eines Feuilletons. Nachrichten aus Deutschland, Europa und der Welt werden durch die Nachrichtenagentur dpa und durch Korrespondenten im In- und Ausland geliefert. Der Fränkische Tag geht auf die fürstbischöfliche Hofdruckerei des Kronacher Druckers Georg Andreas Gertner zurück.

Das Wochenblatt Bamberg ist eine lokale Wochenzeitung, die sich ausschließlich auf die Berichterstattung aus Bamberg und der Region konzentriert. Berichtet wird über Politik, Wirtschaft, Sport und Bamberger Ereignisse. Gegründet wurde die Zeitung 1981 in Bamberg als Wochenblatt Bamberg und erhielt im Volksmund den Namen Wobla genannt, was dazu führte, dass die Zeitung ihren heutigen Namen erhielt.

2012 unter dem Namen Art. 5|III (Name mit Slogan: Art. 5|III – der Lieferant für Kunst und Kultur; auch geschrieben: Art.5/III) in Bamberg gegründet, erscheint seitdem die Zeitschrift zweimonatlich im Rheinischen Format in einer Auflage von 20 000 Exemplaren. Das Verbreitungsgebiet ist die Stadt und der Landkreis Bamberg, die Metropolregion Nürnberg, ganz Unterfranken und Thüringen. Der Schwerpunkt liegt sowohl auf dem lokalen nordbayerischen Raum als auch auf Berichten und Artikeln über das nationale Kunst- und Kulturgeschehen aus den Metropolen Berlin oder München. Neben der regelmäßigen Berichterstattung über die Bamberger Kurzfilmtage oder das Erlanger Poetenfest führte die Zeitschrift immer wieder Interviews mit prägenden Persönlichkeiten der internationalen Kulturszene: Zu nennen sind die Geigerin Anne-Sophie Mutter, der Chefdirigent der Prager Philharmoniker Jakub Hrůša, die Bratschistin und Trägerin des Frankfurter Musikpreises Tabea Zimmermann, die Schriftstellerin und P.E.N. Mitglied Tanja Kinkel sowie die zeitgenössischen Sänger Max Herre, Milow und Joris.

Das Sportecho ist eine, seit November 2014 zweimonatlich erscheinende kostenlose Sportzeitschrift. Das Verbreitungsgebiet ist Bamberg und Umkreis. Der thematische Schwerpunkt liegt auf der regionalen Sportwelt und Berichterstattung über die sportliche Jugend. Des Weiteren existiert eine Rubrik, die bedeutende Persönlichkeiten der Bamberger Sportszene näher beleuchtet.

Hörfunk

Die Vorläufer von Radio Bamberg (Radio Regnitzwelle und das Jugendradio Fun Boy Radio) nahmen am 10. Oktober 1987 auf der Bamberger UKW-Frequenz 88,5 MHz ihren Sendebetrieb auf. Da die beiden Sender für sich allein nicht genug Zuhörer anzogen, wurde am 1. Juli die Fusion beschlossen und kurze Zeit später umgesetzt. Das Programm war anfangs auf Hits der 1980er Jahre konzentriert. Inzwischen wurde das Musikspektrum auf die 1970er Jahre bis heute erweitert. Des Weiteren umfasst das Programm Weltnachrichten zur vollen Stunde, Regionalnachrichten zur halben Stunde, Verkehrsmeldungen, Service und Comedy. Verantwortet wird der Sender von der Mediengruppe Oberfranken.

Radio Galaxy ist in Bayern und Teilen Hessens empfangbar. Der Sitz liegt in Regensburg.Das Programm richtet sich mit seinem „Young-CHR“-Format, d. h. Black Music, Hip-Hop, Dance Music, House Music und Popmusik vor allem an 14- bis 26-Jährige. Betrieben wird Radio Galaxy von der „Digitale Rundfunk Bayern GmbH & Co. KG“, programmbeauftragt ist die „Funkhaus Regensburg GmbH & Co. Studiobetriebs KG“.

Fernsehen

TV Oberfranken ist ein bayerischer Regionalsender mit Sitz in Hof/Saale der TV Oberfranken GmbH & Co. KG. Das Sendegebiet umfasst den gesamten Regierungsbezirk Oberfranken. Neben der Hauptsendeanstalt in Hof unterhält der Sender noch Regionalstudios in Bamberg, Bayreuth und Coburg.

Sport

Basketball

Der Basketballverein Bamberg Baskets spielt seit über 40 Jahren in der ersten Basketball-Bundesliga der Männer. Die Austragungsstätte der Spiele ist die Brose Arena im Bamberger Osten. Den ersten landesweiten Erfolg feierte der Verein als TTL Bamberg den Pokalsieg im Jahr 1992. Im Jahr 2005 gewann der Verein seine erste Deutsche Meisterschaft, damals unter dem Namen GHP Bamberg. Nach dem Einstieg von Brose als Hauptsponsor, inklusive Umbenennung in Brose Baskets Bamberg, gewann das Team bereits 2007 die nächste Meisterschaft. In den 2010er Jahren avancierte Bamberg dann zur besten Basketballmannschaft Deutschlands, insbesondere zwischen 2010 und 2012 durch den dreimaligen Gewinn des Doubles aus Pokal und Meisterschaft. Insgesamt errang der Verein in diesem Jahrzehnt sieben Meisterschaften und fünf Pokalwettbewerbe. Aufgrund der fanatischen Anhänger des Vereins und der breiten Begeisterung innerhalb der relativ kleinen Stadt ist Bamberg bei den deutschen Basketball-Fans unter der Bezeichnung „Freak-City“ bekannt.

Fußball

Erfolgreichster Fußballverein ist (historisch gesehen) der FC Eintracht Bamberg, dessen Vorgängerverein 1. FC Eintracht Bamberg 2006 aus der Fusion des 1. FC 01 Bamberg und dem TSV Eintracht Bamberg entstand. Nach zwei Jahren in der Bayernliga stieg der Verein 2008 in die Regionalliga Süd auf. 2010 nahm der FC Eintracht Bamberg den Platz des insolventen 1. FC Eintracht Bamberg ein, man musste 2016 jedoch ebenfalls Insolvenz anmelden. In der Saison 2023/24 tritt man in der Regionalliga Bayern an. Die erfolgreichste Zeit des Vorgängervereins 1. FC 01 Bamberg lag jedoch in den 1950er-Jahren. Zwischen 1990 und 1993 errang auch der zweitälteste Fußballverein SC 08 Bamberg einige bemerkenswerte Erfolge (Bayernliga und Achtelfinale im DFB-Pokal 1991/92). Zudem vertritt die DJK Don Bosco Bamberg den Fußballsport Bambergs in der Landesliga Bayern Nordwest. Heimspielstätten sind das Fuchs-Park-Stadion für den FC Eintracht am östlichen Stadtrand und die Rudi-Ziegler-Sportanlage für die DJK Don Bosco am Rand des Stadtteils Wildensorg.

Weitere Sportarten

Die 1. Männermannschaft der SKC 1947 Victoria Bamberg ist neunfacher deutscher Meister im Kegeln, sechsmal Pokalsieger des DKBC, dreimal Champions-League-Sieger, fünfmal Europapokalsieger und viermal Weltpokalsieger. Die 1. Frauenmannschaft der SKC Victoria ist neunmal deutscher Meister, fünfmal Pokalsieger des DKBC, einmal Europapokalsieger, fünfmal Champions-League-Sieger und viermal Weltpokalsieger.

Die Schachspieler vom SC 1868 Bamberg waren dreimal Deutscher Meister (1966, 1976, 1977) und einmal Deutscher Pokalsieger (1983/84). Heute spielt die erste Mannschaft in der drittklassigen Oberliga Bayern.

Die UW-Rugby-Mannschaft des TC Bamberg (Tauchclub) war 2004 Deutscher Vize-Meister, wurde von 2007 bis 2018 zwölfmal in Folge Deutscher Meister sowie 2008, 2011, 2013 und 2016 außerdem Vize-Champions-Cup-Sieger im Unterwasser-Rugby.

Der Bridgeclub „Bamberger Reiter“ gewann auch 2019 nach 1994, 1998, 2003, 2006–2010 und 2013–2016 die Team Bundesliga und ist nach dem Aufstieg von Bamberg3 in die 3. Bundesliga dann ab 2020 erstmals mit zwei Mannschaften auf Bundesebene vertreten. Weitere Erfolge: Deutscher Teammeister 2005, 2006 und 2008, Gewinner des Europäischen Championscup der Landesmeister 2006 (Sieg am 15. Oktober 2006 in Rom; 2007: 3. Platz; 2008: 4. Platz und 2009 2. Platz). 2008 stellte Bamberg mit Wilhelm Gromöller den Deutschen Meister der Senioren. Durch den 3. Platz bei den Europameisterschaften 2008, bei denen Bamberg die deutsche Nationalmannschaft stellte, war die Mannschaft als erste deutsche Herrenmannschaft überhaupt für die Weltmeisterschaften 2009 qualifiziert und belegte den 3. Platz im Transnations Cup. Sabine Auken (geb. Zenkel) ist 3× Weltmeisterin, 2× Vizeweltmeisterin und bei den Damen seit vielen Jahren unter den besten Spielerinnen der Welt. Auch 2017 spielte mit Sabine Auken wieder eine gebürtige Bambergerin mit um die Weltmeisterschaft. Der Bamberger Club ist damit der erfolgreichste deutsche Bridgeclub der letzten Jahre.

Die Herren-Volleyballmannschaft des VC Franken spielte in der Saison 2009/10 in der Deutschen Volleyball-Bundesliga der Herren und nahm am DVV-Pokal teil. Die Heimspiele fanden in der Stechert-Arena statt.

Der Aero-Club Bamberg fliegt auf dem Flugplatz Bamberg-Breitenau und seit 2012 in der Segelflug-Bundesliga. 2019 hat der vereinsangehörige Segelflugpilot Maximilian Dorsch mit der deutschen Mannschaft die Teamwertung der Segelflug-Weltmeisterschaft der Junioren im ungarischen Szeged gewonnen.

2021 hatte sich die Stadt als Host Town für die Gestaltung eines viertägigen Programms für eine internationale Delegation der Special Olympics World Summer Games 2023 in Berlin beworben. 2022 war die Stadt als Gastgeberin für Special Olympics Bahrain ausgewählt worden. Damit wurde sie Teil des größten kommunalen Inklusionsprojekts in der Geschichte der Bundesrepublik mit mehr als 200 Host Towns.

Regelmäßige Veranstaltungen

Kulinarische Spezialitäten

Spezialitäten Bambergs sind die Bamberger Hörnla, womit sowohl ein Croissant-artiges Gebäck als auch eine Kartoffelsorte bezeichnet werden. Eine weitere Spezialität ist der Zwätschgabaamäs (übersetzt etwa „Zwetschgenbäumernes“), ein luftgetrockneter Rinderschinken, der seinen Namen der Räucherung mit Zwetschgenholz verdankt. Des Weiteren ist die Stadt Bamberg auch für das fränkische Schäuferla (in der Gegend oft mit Wirsing angeboten) sowie für seine Biertradition und das Rauchbier bekannt.

In Bamberg wird seit dem frühen sechzehnten Jahrhundert Süßholz angebaut. Heutzutage ist Bamberg der einzige Ort im Norden Europas, an dem diese Pflanze noch kultiviert wird. Diese Tradition wird von der Bamberger Süßholzgesellschaft gepflegt, die die Bamberger Gärtner beim Anbau unterstützt.

Wirtschaft

Bamberg gilt als wichtiges Wirtschaftszentrum und gehört im Vergleich zu den anderen 95 Landkreisen und kreisfreien Städten zu den 15 wirtschaftsstärksten Regionen in Bayern. Zentrale Standorte von Industrie, verarbeitendem Gewerbe und Handel sind im Norden und Osten der Stadt zu finden. Im Norden rund um den Bamberger Hafen befindet sich ein großes Gewerbegebiet, das teilweise ins Hallstadter Stadtgebiet übergeht. Im Osten wiederum betreibt Bosch sein größtes Werk in Deutschland, gleichzeitig wichtigster Arbeitgeber der Stadt.

Relevante Wirtschaftszweige in Bamberg sind die Kfz-Zulieferindustrie, die Elektrotechnik und das Ernährungsgewerbe. Der traditionelle Wirtschaftszweig der Gemüsegärtner mit großen innerstädtischen Anbauflächen, welche die Stadt seit ihren Anfängen prägten, ist nach wie vor vorhanden. Aufgrund seines UNESCO-Welterbestatus und den 800.000 Übernachtungsgästen allein im Stadtgebiet, spielen Tourismus, Hotellerie und Gastronomie für die Wirtschaft der Stadt ebenfalls eine zentrale Rolle.

Wirtschaftliche Kennzahlen

In den 2010er Jahren stieg das Bamberger Bruttoinlandsprodukt um insgesamt 17,7 % und lag 2020 bei 63.650 Euro pro Einwohner.

Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf in Bamberg
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020
52.403 54.083 53.694 56.029 56.320 58.070 60.349 62.917 64.083 64.040 63.650
Im Zukunftsatlas 2016 belegte die kreisfreie Stadt Bamberg Platz 32 von 402 Landkreisen, Kommunalverbänden und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Orten mit „sehr hohen Zukunftschancen“.

Arbeitsmarkt und Beschäftigungszahlen

Mit steigenden Bevölkerungszahlen im Stadtgebiet wuchs auch die Anzahl der Arbeitnehmer über die letzten Jahre kontinuierlich an:

2015 2016 2017 2018 2019 2020
Sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer 52.259 53.181 54.078 54.695 54.478 57.435
Zahl der Arbeitslosen 1.894 1.839 1.765 1.628 1.579 1.922
In der Stadt gibt es 2017 ca. 75.200 erwerbstätige Personen. Die Arbeitslosenquote lag im Dezember 2018 bei 3,7 % und damit über dem bayerischen Durchschnitt von 2,7 %, jedoch unter dem landesweiten Durchschnitt. Im benachbarten Landkreis Bamberg betrug die Arbeitslosenquote 2,0 %. Die wichtigsten gewerblichen Arbeitgeber in der Stadt mit jeweils mehr als 400 Beschäftigten sind:

Industrie und produzierendes Gewerbe

Wichtige Branchen des produzierenden Gewerbes in Bamberg sind Antriebstechnologien und Elektrotechnik. Seit 1939 betreibt Bosch eine Fertigung mit über 6000 Mitarbeitern in Bamberg. Produziert werden Energie-, Mobilitäts-, und Antriebssysteme, insbesondere Zündkerzen für die Automobilherstellung. Aufgrund der Abhängigkeit vom Verbrennungsmotor kündigte das Unternehmen 2019 den Umstieg auf Brennstoffzellen an. Trotzdem sollen ab 2026 rund 1000 Arbeitsplätze auf andere Standorte verlegt werden. Der Coburger Automobilzulieferer Brose hat seit 2016 am Berliner Ring ein Verwaltungsgebäude mit 600 Mitarbeitern. Zusammen mit dem Werk in Hallstadt ist die Region mit mehr als 2000 Mitarbeitern der zweitgrößte Standort des Unternehmens. Ein weiteres wichtiges Unternehmen ist Wieland Electric im Bereich der Elektrotechnik. Das Unternehmen wurde 1910 in Bamberg gegründet und gilt als Pioneer der elektrischen Verbindungstechnik und bis heute als Weltmarktführer für steckbare Installationstechnik im Gebäudesektor. In der Nähe des Bamberger Hafens produziert Rudolf Zimmermann Bamberg (RZB), mit weltweit über 800 Mitarbeitern, Leuchten und Lichtsysteme. Auf den 100 Hektar Fläche des Hafens befinden sich über 70 Unternehmen. Im Jahr 2023 wurden über 416.000 Tonnen Güter im Hafen verladen, insbesondere Lebensmittel und Schüttgüter. Darüber hinaus legten über 700 Flusskreuzfahrtschiffe an. In direkter Umgebung befinden sich zudem das Bamberger Asphaltmischwerk und ein Betonwerk von Schwenk.

Darüber hinaus existieren in Bamberg zahlreiche klein- und mittelständische Unternehmen anderer Branchen. Eine Besonderheit hierbei ist die seit Jahrhunderten gepflegte Tradition des Instrumentenbaus. Insbesondere zu nennen ist der Orgelbau, der zurzeit vom Meisterbetrieb Thomas Eichfelder fortgesetzt wird, aber auch der Bau von Geigen, Klarinetten und anderen Holzblasinstrumenten.

Energieerzeugung und Verteilnetze

Eine von der Stadt Bamberg in Auftrag gegebenen Studie zur Endenergie- und Treibhausgasbilanz zeigt, dass die Treibhausgasemissionen im Jahr 2020 im Vergleich zu 1990 von 925.000 auf 619.000 Tonnen CO2-Äquivalente gesunken ist (Rückgang um 33 %). Das entsprechende CO2-Budget zur Erreichung des 1,5 Grad Ziels liegt bei 5.553.600 Tonnen (Stand: 2022) und reicht bei einem jährlichen Verbrauch von 557 Tonnen noch bis 2031.

Energieproduktion

Wichtige Säule der Energieversorgung ist das Wasserkraftwerk in Viereth, welches mit einem jährlichen Gesamtertrag von 30GWh über 12000 Haushalte mit Elektrizität aus regenerativen Quellen versorgt. Darüber hinaus betreiben die Stadtwerke Bamberg im Stadtgebiet eigene Erzeugungsanlagen. An den Unteren Mühlen im Welterbegebiet befinden sich Wasserkrafturbinen mit einem Stromertrag für 300 Haushalte. Auf der ERBA-Insel im Stadtteil Gaustadt wird ebenfalls Energie aus Wasserkraft gewonnen. Zudem gibt es noch ein Müllheizkraftwerk (MHKW) im Nordwesten der Stadt, das jährlich sowohl 75.000 MWh Fernwärme als auch 80.000 MWh Elektrizität produziert. Das Kraftwerk bezieht und verwertet überregional Restmüllabfälle und wird als Zweckverband von Stadt und Landkreis Bamberg betrieben.

Verteilnetze

Das Strom- und Gasnetz im Stadtgebiet befindet sich vollständig in kommunaler Hand und wird von den Stadtwerken Bamberg verwaltet. Neben dem Hauptgebäude der Stadtwerke am Margarethendamm befindet sich neben Gasdruckregel- und Messanlage auch ein Erdgasspeicher. Insgesamt gibt es drei Umspannwerke in Mitte, Nord und Süd.

Städtische Tochterunternehmen

Die Stadt Bamberg besitzt mehrere Gesellschaften in Privatrechtsform, an denen sie teilweise oder vollständig beteiligt ist. Im Kontext öffentlicher Dienstleistungen sind das insbesondere die Stadtwerke Bamberg, die neben dem Hauptunternehmen auch mehrere ausgegliederte Teilunternehmen umfasst, verantwortlich u. a. für Energie- und Wasserversorgung, Stadtbusflotte oder Verwaltung der öffentlichen Schwimmbäder.

Weitere relevante Tochtergesellschaften sind die Stadtbau GmbH, mit mehr als 4000 Einheiten das größte Wohnungsunternehmen im Stadtgebiet, sowie die Bamberg Congress and Event GmbH, die Veranstaltungen in der Konzert- und Kongresshalle, der Brose Arena und den Harmoniesälen koordiniert und verwaltet.

Darüber hinaus besitzt die Stadt Beteiligungen an den Regionalwerken, am Schlachthof Bamberg sowie am IGZ Bamberg, ein Gründerzentrum in der ehemaligen Lagarde-Kaserne.

Innerstädtischer Erwerbsgartenbau

Auf dem fruchtbaren Schwemmsandboden werden in Bamberg seit dem 14. Jahrhundert örtliche Gemüsesorten und Kräuter angebaut. Auch das Klima ist für den Anbau dieser Art von Gartenbau günstig. Angebaut werden vor allem verschiedene Salat- und Kohlsorten, Spargel, Rettich, Zwiebeln, Knoblauch, Süßholz, Petersilie und Rote Beete. Rund um den gewerblichen Anbau des Gemüses im innerstädtischen Bereich, der auch heute noch bis in die Altstadt hinein stattfindet, haben sich eine Reihe von Traditionen gebildet, die 2016 von der deutschen UNESCO-Kommission in das bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden. Es gibt spezielle Kleidung, sowohl für die Arbeit in den Gärten, als auch für Festtagsumzüge, wie etwa die Fronleichnamsprozession. Das Wissen um die Besonderheiten des Gemüseanbaus im innerstädtischen Erwerbsgartenbau in Bamberg wird vor allem in Vereinen weitergegeben, die auch bei der Traditionspflege eine wichtige Rolle spielen.

Brauereien

Die Stadt ist Teil der Region Franken an der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken. Besondere Spezialität ist das Rauchbier. Von ehemals 68 historischen Braustätten gibt es noch acht Brauereien mit alter Tradition in Bamberg: Brauerei Mahr, Brauerei Fässla, Brauerei Schlenkerla, Brauerei Spezial, Klosterbräu Bamberg, Brauerei Greifenklau, Brauerei Keesmann und die Brauerei Kaiserdom im ehemals selbständigen Stadtteil Gaustadt. Eine Gasthaus-Brauerei, das Ambräusianum, die Röstmalzbierbrauerei und die Versuchsbrauerei der Mälzerei Weyermann eröffneten 2004. Bis 2008 existierte noch die Maisel-Bräu. Seit 2016 besteht mit dem „Kronprinz“ in Gaustadt eine weitere Gasthausbrauerei. 2019 startete die Gaststätte „Zum Sternla“ ebenfalls einen eigenen Braubetrieb. Im gleichen Jahr wurde auch die „Landwinkl Bräu“ gegründet. Der „Hopfengarten Bamberg“ ist aus der Gärtnerei Emmerling hervorgegangen. Und seit 2021 gibt es mit dem „Ahörnla“ eine weitere Braustätte in Bamberg. Daneben gibt es noch die kleine zollrechtlich zugelassene Brauerei „Robesbierre“, die aber kein Bier verkauft.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung und Forschung

Hochschulen

Die Otto-Friedrich-Universität Bamberg gehört mit mehr als 12.000 Studenten (Stand: 2020) zu den mittelgroßen Universitäten Bayerns. Die Gebäude der Universität sind über das gesamte Bamberger Stadtgebiet verteilt. Ein großer Teil liegt im Kern der Bamberger Altstadt. Sprach- und Literaturwissenschaften nehmen zum Teil Gebäude ein, die vorher zum Kaiser-Heinrich-Gymnasium gehörten. In den Altstadtstandorten befinden sich neben der Verwaltung die beiden Fakultäten der Geistes- und Kulturwissenschaften (GuK) und der Humanwissenschaften (Huwi). In der Feldkirchenstraße befinden sich das Rechenzentrum und die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät (SoWi). Dort befand sich auch die Fakultät für Wirtschaftsinformatik und Angewandte Informatik (WIAI), bis sie im Sommer 2012 in die neuen Gebäude auf der ERBA-Insel umzog. Die umfangreiche Universitätsbibliothek besitzt eine Zentralbibliothek, fünf Teilbibliotheken und die Zweigstelle ERBA-Bibliothek. Die Otto-Friedrich-Universität ist Mitglied des Netzwerkes Mittelgroßer Universitäten und wurde als Familiengerechte Hochschule und als Partnerhochschule des Spitzensportes ausgezeichnet. Sie gehört zu den führenden Universitäten für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften sowie Psychologie in Bayern.

Im Jahr 2009 wurde aufgrund von Sparmaßnahmen der Bayerischen Staatsregierung der Fachbereich Soziale Arbeit aufgelöst und in die Hochschule Coburg integriert. Die Gründungsfakultät Katholische Theologie wurde ebenfalls stillgelegt und zum Institut für Katholische Theologie innerhalb der Fakultät für Geistes- und Kulturwissenschaften umgewandelt.

Die private Fachhochschule des Mittelstands (FHM) mit Verwaltungssitz in Bielefeld unterhält seit der Übernahme des Lehrbetriebs zum 1. September 2013 von der Hochschule für angewandte Wissenschaften Bamberg einen Standort in Bamberg. Mit ihrem Angebot ist die Fachhochschule die einzige Hochschule in Bayern, die die beiden therapeutischen Berufe der Physiotherapie und Logopädie im Rahmen eines grundständigen Studiums anbietet.

Berufsschulen und Erwachsenenbildung

Neben den Hochschulen gibt es in Bamberg mehrere Bildungseinrichtungen zur Berufsausbildung und beruflichen Weiterbildung. Dazu gehören unter anderem fünf Berufsschulen, die Volkshochschule Bamberg, das Bildungszentrum der Industrie- und Handelskammer, das Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz), das Erzbischöfliches Abendgymnasium für Berufstätige, der Förderverein Katholische Erwachsenenbildung in der Stadt Bamberg e. V. (KEB) sowie neun berufliche Weiterbildungs- und Qualifizierungsstellen,

Gymnasien

Weitere Schulen

Zwei Realschulen (darunter eine reine Mädchenschule), eine Wirtschaftsschule, Volks- und Förderschulen, fünf berufliche Schulen, zehn Privatschulen, die Städtische Musikschule, von-Lerchenfeld-Schule / Privates Förderzentrum, Förderschwerpunkt Hören mit Internat. Bamberg hat zudem 12 Grundschulen, wie beispielsweise die Grundschule Gaustadt, Kaulberg oder Hain sowie eine privat geführte Montessori Grund- und Mittelschule.

Internate

Das Aufseesianum wurde 1738 von Domkapitular Jodocus Bernhard Freiherr von Aufseß gestiftet. Hier wurde 1973 der Roman Das fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner verfilmt.

Das Maria-Ward-Internat in Trägerschaft der Englischen Fräulein (ab 1717) wurde 2011 geschlossen.

Zwei weitere kirchliche Internate wurden Ende des 20. Jahrhunderts geschlossen: das Ottonianum (1866–1999, in diözesaner Trägerschaft) und das Marianum (1918–1988, in Trägerschaft der Karmeliten).

Archive und Bibliotheken

Gesundheit

Krankenhäuser und Rettungsdienst

Die Sozialstiftung Bamberg entstand 2004 aus den bis dahin städtischen Stiftungen im Gesundheits- und Sozialwesens und betreibt das Klinikum Bamberg an drei Standorten, am Bruderwald, Michelsberg und Heinrichsdamm. Der Rettungsdienst in Bamberg wird durch zwei Rettungswachen (eine vom BRK und eine vom Malteser Hilfsdienst) sichergestellt. Des Weiteren gibt es mehrere Notarztstandorte.

Senioren- und Pflegeeinrichtungen

In der Stadt gibt es 16 Senioren- und Pflegeeinrichtungen, die von der Stadt Bamberg selbst oder von verschiedenen Sozialträgern, wie z. B. Caritas, Diakonie oder Sozialstiftung Bamberg betrieben werden.

Gefahrenabwehr und Katastrophenschutz

Bamberg verfügt über einen Stadtfeuerwehrverband. Die Freiwillige Feuerwehr Bamberg besteht aus 11 Abteilungen. Diese sind eine Ständige Wache, der ABC-Zug (Löschgruppe 51) und neun weitere Löschgruppen. Eine weitere Sondereinheit des ehemaligen Katastrophenschutzes war der Technische Zug/Ölwehr (Löschgruppe 21), der allerdings zum 31. Dezember 2013 aufgelöst und in die Löschgruppe 3 eingegliedert wurde. Darüber hinaus existiert eine Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG ÖEL) Bamberg-Stadt.

Darüber hinaus existiert in Bamberg noch ein Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW). Dieser Ortsverband besteht aus dem Stab, einem Technischen Zug mit einer Fachgruppe Räumen, einer Fachgruppe Wassergefahren und einer Fachgruppe Wasserschaden/Pumpen sowie weiteren intern beschafften Gerätschaften. Es existiert zudem eine Jugendgruppe. Zudem ist in Breitengüßbach bei Bamberg die Geschäftsstelle für den THW-Geschäftsführerbereich Bamberg ansässig.

Für den zivilen Katastrophenschutz sind mehrere Einheiten der Hilfsorganisationen BRK, Malteser und JUH aktiv. Der Kreisverband Bamberg des Bayerischen Roten Kreuzes stellt zwei SEG Behandlung, eine SEG Betreuung sowie Facheinheiten UG SanEL, Technik und Sicherheit. Weiterhin wird die Sanitätseinsatzleitung (SanEL) durch organisatorische Leiter und Leitende Notärzte gestellt.

Polizei

In Bamberg liegt das bundesweit größte Aus- und Weiterbildungszentrum der Bundespolizei (BPOLAFZ), an dem jährlich über 2000 angehende Polizisten mithilfe von über 900 Mitarbeitern geschult werden. Das Zentrum wurde 2016 auf dem Gelände des ehemaligen US-Militärstützpunktes eingerichtet.

Das Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei wurde im Mai 1998 von München in die Lagardekaserne in der Pödeldorfer Straße verlegt.

Justiz

Als Sitz eines Oberlandesgerichts, eines Landgerichts, eines Amtsgerichts, eines Arbeitsgerichts und einer Justizvollzugsanstalt ist Bamberg ein überregional bedeutsamer Gerichtsstandort.

Das Oberlandesgericht Bamberg ist zusammen mit dem Landgericht im Justizgebäude am Wilhelmplatz untergebracht. Seine Gerichtsbarkeit umfasst die Regierungsbezirke Ober- und Unterfranken. Es sind insgesamt 13 Senate, 12 für Zivilrechtsverfahren (davon 2 Familiensenate) sowie 1 Straf- und Bußgeldsenat am OLG Bamberg angesiedelt.

Die Bamberger Justizvollzugsanstalt befindet sich am linken Regnitzarm, direkt gegenüber von Klein-Venedig. Aufgrund der Lage neben der gleichnamigen Gasse „Sandbad“ wird die Einrichtung im Volksmund Café Sandbad genannt. Aktuell soll die JVA nach Willen des Stadtrats nach Burgebrach verlegt werden, um die Räumlichkeiten der Bamberger Universität zu übertragen. Die Anstalt dient einerseits als Untersuchungshaft, andererseits auch dem Regelvollzug von bis zu zwei Jahren Haft. Die aktuelle Kapazität liegt bei 207 Haftplätzen – 158 für Männer, 49 für Frauen.

Landes- und Bundesbehörden

In Bamberg befinden sich behördliche Zweigstellen verschiedener Landes- und Bundesämter. Dazu gehört das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge im sogenannten Ankerzentrum im Bamberger Osten.

Ansässige Landesämter der Bayerischen Staatsregierung sind:

Schwimmbäder

1953 wurde das Stadionbad eröffnet, das im September 2001 renoviert wurde. Es trägt heute (2020) den Namen Bambados Freibad und es grenzt an das 2011 eröffnete Bambados Freizeit- und Sportbad mit Wellness- und Saunalandschaft.

Das Hainbad bietet seit 1972 die Möglichkeit im linken Regnitzarm zu schwimmen, dazu gehört eine Holzliegefläche.

Durch die Eingemeindung von Gaustadt nach Bamberg im Jahre 1972 kam das 1956 eingeweihte Freibad Gaustadt in der Badstraße 17 hinzu.

Friedhöfe

Infrastruktur

Bamberg ist mit einem Binnenhafen am Main-Donau-Kanal (Regnitz), zwei Autobahnen (A 70/E48 und A 73) und einem Bahnhof ins Verkehrsnetz eingebunden. Außerdem verfügt die Stadt über einen Sonderlandeplatz für Flugzeuge (ICAO-Code: EDQA). Zum 1. Januar 2010 trat die Stadt dem Verkehrsverbund Großraum Nürnberg bei.

Busverkehr

28 Stadtbuslinien und 4 im Nachtverkehr decken nahezu das ganze Stadtgebiet ab und bedienen den Nahverkehr in die angrenzenden Kommunen Bischberg, Gundelsheim, Hallstadt, Memmelsdorf, Pettstadt, Stegaurach und in den Ortsteil Schammelsdorf der Gemeinde Litzendorf. Außerdem verkehren in Bamberg einige Regionalbuslinien des Omnibusverkehrs Franken GmbH und weiterer privater Omnibusunternehmen. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) sind auch Haltestellen für Regionalbusse eingerichtet, um ein leichteres Umsteigen zu ermöglichen. Der ZOB ist der Mittelpunkt des Stadtnetzes.

Insgesamt befinden sich derzeit 60 Stadtbusse im Fuhrpark des Verkehrsbetriebes der Stadtwerke Bamberg, sie transportieren im Jahr ca. 8 Millionen Fahrgäste. Seit dem Wintersemester 2004/2005 erhalten alle Studenten der Universität Bamberg ein Semesterticket. Es gilt in allen Bussen und den Nahverkehrszügen der DB Regio und der Agilis in der Stadt und im Landkreis Bamberg.

Zwölf stark frequentierte Bushaltestellen wurden mit den sogenannten dynamischen Fahrgastinformationseinrichtungen versehen. Zum Fahrplanwechsel 2015 zeigen sie auch die wirkliche Ankunft der Busse in Echtzeit an.

Seit dem 23. März 2011 werden die Haltestellen von Kinderstimmen angesagt.

Von 1897 bis 1922 führte die Elektrische Straßenbahn Bamberg AG den Stadtverkehr durch.

In der Nähe des Bahnhofs halten mehrere Fernbuslinien. Betreiber sind Flixbus und Sindbad.

Schienenverkehr

Der Bahnhof Bamberg ist nördlicher Endpunkt der S-Bahn-Linie S1 des Verkehrsverbunds Großraum Nürnberg (VGN). Damit ist Bamberg im Nahverkehr direkt mit Erlangen, Fürth und Nürnberg verbunden. Die Züge fahren im Stundentakt bis ins ca. 100 km südöstlich gelegene Neumarkt in der Oberpfalz. Mit dem versetzt fahrenden Regionalexpress fahren tagsüber jeweils zwei, zu den Pendlerzeiten teilweise auch drei Züge pro Stunde, von Bamberg nach Nürnberg und zurück.

Im Fernverkehr liegt Bamberg an der Schnellfahrstrecke Nürnberg–Erfurt und wird grundsätzlich stündlich von ICE-Zügen angefahren. Bis zur Fertigstellung führte die ICE-Strecke Leipzig – Nürnberg über Saalfeld und Jena, seit dem 10. Dezember 2017 wird die Verbindung über Erfurt geführt. Bamberg ist Endpunkt der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg, des Weiteren beginnen in Bamberg die Bahnstrecke Bamberg–Hof sowie die Bahnstrecke Bamberg–Rottendorf.

Der Bahnhof Bamberg ist der Ausgangspunkt von Regionalexpress- und Regionalbahnlinien nach:

Straßenverkehr

Staatsstraßen ins Bamberg:

in Hallstadt – Bamberg – Scheßlitz – Kasendorf – in Kulmbach
in Markt Erlbach – Emskirchen – Herzogenaurach – Erlangen – Forchheim – Hirschaid – Bamberg – – /
– Knetzgau – Trossenfurt – Stegaurach – Bamberg – in Geisfeld
– Stadtlauringen – Hofheim in Unterfranken – Königsberg in Bayern – Lauter – Stettfeld – Hallstadt – Bamberg – in Hollfeld

Die vierspurige Hauptverkehrsstraße Berliner Ring (St 2244), die im Osten durch die Stadt verläuft, ist die Verlängerung zur B 22. Bamberg ist an folgende Bundesstraßen angeschlossen:

Würzburg–Bamberg–Bayreuth–Cham
Riedstadt – Bamberg
Bamberg-Süd – Höchstadt
Autobahnkreuz Schweinfurt/Werneck ()–Bamberg–Autobahndreieck Bayreuth/Kulmbach ()
Autobahndreieck Suhl– ()–Autobahnkreuz Bamberg–Autobahndreieck Nürnberg/Feucht

Fahrradverkehr

In der Bamberger Innenstadt wird aufgrund der relativ flachen Topographie zwischen Main-Donau-Kanal und Regnitz traditionell viel Fahrrad gefahren. Die relativ kompakte Innenstadtfläche, kurze Distanzen zwischen den Universitätsstandorten, Einbahnstraßen, Parkplatzknappheit und die schnellere Erreichbarkeit des Naherholungsgebietes im Hain begünstigen die Nutzung des Fahrrades als alltägliches Transportmittel.

Durch die unmittelbare Lage am Main-Radweg, Aischtalradweg und Regnitzradweg ist Bamberg auch Ziel vieler touristischer Radreiserouten. Die Stadt hat sich zum Ziel gesetzt, eine Veränderung des Modal Splits zugunsten des Radverkehrs zu erreichen.

Das überörtlich ausgeschilderte Radwegenetz weist besonders im Altstadtbereich erhebliche Lücken auf. Der ADFC Bamberg sieht Nachbesserungsbedarf in der städtischen Verkehrspolitik.

Die Fahrradmitnahme in den DB-Regiozügen und den Bussen des VGN ist kostenpflichtig.

Auf dem Weg zu größerer urbaner Fahrradfreundlichkeit erhielt die Stadt im Jahr 2009 den Zuschlag beim Bundesmodellversuch Zero-Emission-Mobility des Bundesverkehrsministeriums. Im Sommer 2009 erfolgte dessen multimediale Umsetzung mit der Werbekampagne Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken.

Seit 2019 sind in der Stadt zudem Elektro-Roller vertreten. Man kann diese an verschiedenen Stellen in der ganzen Stadt mieten.

Luftverkehr

Der Flugplatz Bamberg-Breitenau ist einer der ältesten noch in Betrieb befindlichen Landeplätze Deutschlands. Bereits 1912 landete dort das erste Motorflugzeug. Das Jahr 1909 wird als tatsächlicher Beginn der Luftfahrt in Bamberg angesehen. Zu diesem Zeitpunkt begann Willy Messerschmitt zusammen mit dem Stadtbaumeister Friedrich Harth mit der Entwicklung von Fluggeräten. Von 1945 bis 2012 diente der Flugplatz als amerikanischer Militärflugplatz mit ziviler Mitbenutzung. 2013 wurde er nach umfangreichen Umbaumaßnahmen als deutscher Sonderlandeplatz wiedereröffnet. Er wird von den Stadtwerken Bamberg in Zusammenarbeit mit dem Aero-Club Bamberg e. V. betrieben.

Wanderwege

Durch Bamberg verläuft der Fränkische Marienweg. In der Stadtmitte treffen sich die westliche Magnifikat-Route und die östliche Ave-Maria-Route des Rundweges, die jeweils in Bamberg beginnen und enden.

Bundeswasserstraße

In Bamberg befindet sich die Bundeswasserstraße Main-Donau-Kanal, auch RMD- oder Europakanal genannt, der historisch als Nachfolger des Ludwig-Donau-Main-Kanals zu betrachten ist.

Wasserversorgung

Die Wasserversorgung der Stadt war früher durch Brunnen gesichert.Es handelte sich hierbei überwiegend um Brunnen auf Privatgrund, von denen es ca. 300 gab. Des Weiteren versorgten öffentliche Brunnen, gebaut und unterhalten durch die öffentliche Hand, die Stadt mit Wasser. Daneben gab es bereits eine Art Fernwasserversorgung mit Leitungen aus Brunnen in der Umgebung, die vor allem von kirchlichen und klösterlichen Einrichtungen genutzt wurde.

Der Ausbau eines städtischen Rohrnetzes begann im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts. Seit den 1970er Jahren ist Bamberg – neben seinen eigenen Wasserbrunnen – an die Fernwasserversorgung Oberfranken (FWO) angeschlossen. Diese speist seit Frühjahr 1975 Wasser aus der Ködeltalsperre in das städtische Wasserversorgungsnetz ein.

Seit dem Jahr 2003 findet die Fernwasserversorgung ausschließlich über den Zweckverband Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum (WFW) statt. Das Wasser wird ab dem Übergabe-Behälter in Hüttendorf (Stadt Erlangen) an das Stadtnetz der Stadt Bamberg geliefert.

Bamberg in Film und Fernsehen

Bamberg ist Drehort bekannter Kinofilm- und Fernsehproduktionen wie z. B.:

Der Film Engelchen oder Die Jungfrau von Bamberg thematisiert die in den späten 1960er Jahren empfundenen Gegensätze zwischen der fränkischen „Provinz“ und dem „freizügigen“ Schwabing.

Seit August 2008 gibt es ein eigenständiges Fernsehen für Bamberger Schulen.

Im ZDF-Spielfilm Die Seelen im Feuer nach dem gleichnamigen Roman von Sabine Weigand wird die Zeit der Hexenverfolgungen in Bamberg aufgegriffen.

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Bamberg verlieh bisher an 35 Personen die Ehrenbürgerschaft. In der Liste sind auch Personen aufgeführt, die von einer der ehemaligen Gemeinden, die heute Stadtteile von Bamberg sind, zu Ehrenbürger ernannt wurden.

Die erste Ehrenbürgerschaft wurde Franz Ludwig von Hornthal 1819 verliehen, er war von 1818 bis 1821 erster Bürgermeister von Bambergs Theodor Mathieu war von 1958 bis 1982 Oberbürgermeister. Der Bayerischer Ministerpräsident Hans Ehard wurde 1952 zum Ehrenbürger ernannt. Neben den Oberbürgermeistern gibt es auch einige Erzbischöfe denen die Ehrenbürgerschaft zuerkannt wurden.

Söhne und Töchter der Stadt

Persönlichkeiten, die in Bamberg gewirkt haben

Bamberger Bischöfe

Literaten

Weitere Ehrungen

Neben der Ehrenbürgerschaft vergibt die Stadt Bamberg noch weitere Ehrungen an verdiente Bürger, die „allgemeines Ansehen genießen“ und sich „besondere Verdienste erworben haben“:

Plaketten und Medaillen

Hier sind die Plaketten und Medaillen in Bezug auf Bamberger Persönlichkeiten und Ereignisse aufgeführt.

Trivia

Zusatznamen

Die Einwohner Bambergs haben auch den Spitznamen Zwiebeltreter. Er geht auf die Bamberger Gärtner zurück, bei denen das Zwiebeltreten eine wichtige Tätigkeit im Zwiebelanbau war. Sie mussten die Schalotten bei einer bestimmten Größe umtreten, damit das Kraut nicht zu sehr in die Höhe wuchs, sondern die Nährstoffe für das Wachstum der unterirdischen Zwiebel genutzt wurden. Die Bauern banden sich dazu kleine Brettchen an die Schuhe, um nicht versehentlich auf die Zwiebeln zu treten, und gingen damit auf die Felder. Ein ähnlicher Spitzname ist Zwiebelfranken.

Wegen seiner Lage auf sieben Hügeln wird Bamberg auch als Fränkisches Rom bezeichnet. Klein Venedig nennt sich die ehemalige Schiffer- und Fischersiedlung an der Regnitz; siehe auch den Abschnitt Palais und profane Bauten dieses Artikels.

Bamberg als Namensgeber

Ein Marskrater mit einem Durchmesser von 58,3 km sowie der Asteroid (324) Bamberga, der 1892 von Johann Palisa an der Universitätssternwarte Wien entdeckt wurde, sind nach Bamberg benannt.

Den Namen „Stadt Bamberg“ erhielten mehrere Schiffe, darunter die ''Stadt Bamberg'' aus dem Jahr 1927 und deren 1987 gebaute Nachfolgerin ''Stadt Bamberg''.

Bamber

Mehrere kleine Auswanderergruppen aus Bamberg ließen sich in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts in verschiedenen Orten in der Gegend von Posen nieder, wo sie als Bamber bezeichnet und bald auch geschätzt wurden.

Weblinks

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