| Art | Stadt |
|---|---|
| Bundesland | Bayern |
| Regierungsbezirk | Oberfranken |
| Landkreis | Lichtenfels |
| Höhe | 272 |
| PLZ | 96231 |
| Vorwahl | 09573 |
| Gemeindeschlüssel | 09478165 |
| Gliederung | 40 Ortsteile |
| Website | www.bad-staffelstein.de |
| Bürgermeister | Mario Schönwald |
| Amt | Erster Bürgermeister |
| Partei | FW |
Bad Staffelstein (bis 2001 Staffelstein; fränkisch: Staffelstaa) ist eine Stadt im oberfränkischen Landkreis Lichtenfels. Der Gottesgarten an der Bayerischen Porzellanstraße birgt viele Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen die von Balthasar Neumann erbaute Basilika Vierzehnheiligen und das Kloster Banz. Ein weithin bekanntes Ausflugsziel ist der Staffelberg.
Der Ort erstreckt sich beiderseits des Mains, wobei sich die Kerngemeinde am linken Ufer befindet. Der Hausberg ist der linksmainische Staffelberg mit einer Höhe von , rechtsmainisch erheben sich die hohen Eierberge.
Die Stadtgemeinde Bad Staffelstein hat 40 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):
Der Staffelberg ist seit der Jungsteinzeit besiedelt. Dort befand sich in der keltischen Zeit das Oppidum auf dem Staffelberg, das möglicherweise mit dem Ort Menosgada gleichzusetzen ist, den der griechische Forscher Claudius Ptolemäus im 2. Jahrhundert n. Chr. erwähnte. Es wurde wohl um die Zeitenwende mit dem Vordringen der Germanen, die im Maintal siedelten, aufgegeben. Auf dem Chamnitzen, einem 300 Meter langen Felsenriff zwischen Kümmersreuth und Lahm, wurden zertrümmerte Tongefäße germanischen Ursprungs gefunden, die auf einen Kultplatz hinweisen. Für eine Besiedlung ist das Felsstück jedoch ungeeignet.
Staffelstein erschien erstmals um 800 im Codex Eberhardi, in dem der Gutsbezirk Banz beschrieben wurde. Seit der Mitte des 9. Jahrhunderts war der Ort im Besitz des Klosters Fulda, im 11. Jahrhundert kam er zum Hochstift Bamberg. König Lothar III. verlieh im Jahr 1130 den Georgsbrüdern (den Kapitularen des Bamberger Doms) das Markt-, Bann- und Zollrecht für Staffelstein. Aus dem Jahr 1418 sind vier Stadttore belegt. 1422 erhielt Staffelstein vom Bamberger Bischof Friedrich III. von Aufseß das Recht, eine Stadtbefestigung zu errichten. 1473 kam es aufgrund eines Angriffs des Ritters Ulrich von der Weide zu einem verheerenden Stadtbrand.
Nach Staffelstein nannte sich ein niederadeliges Geschlecht, dessen Stammburg bisher nicht lokalisiert wurde, da Staffelstein bei verheerenden Stadtbränden 1473 und 1684 zerstört wurde. Noch 1884 steht in Siebmacher's großem und allgemeinem Wappenbuch, Band VI./6, Ausgestorbener preußischer Adel, Provinz Sachsen, S. 159: "Staffelstein, Thüringisch und Vogtländisch. Dies altritterliche Geschlecht, obschon es erst im 17. Jahrhundert erloschen ist, fehlt in der Adelslexicographie ganz." Das Von-Staffelstein-Wappen (in Rot drei silberne Korngarben) ist in das Totenbuch des Franziskanerklosters in Coburg, Handschrift Ms. 125 in der evangelischen Kirchenbibliothek in Neustadt/Aisch, eingezeichnet.
Im Dreißigjährigen Krieg nahmen die Schweden am 7. Februar 1633 die Stadt ein und zerstörten die Vorstadt. 1634 forderte die Pest 400 Menschenleben. Am 5. Juli 1684 kam es erneut zu einem Stadtbrand, dem nahezu alle Häuser der Stadt zum Opfer fielen. Das heutige Stadtbild ist vom Wiederaufbau im barocken Stil geprägt. Die beiden bedeutendsten Kirchenbauten der näheren Umgebung, das Kloster Banz (Weihe 1719) und die Basilika Vierzehnheiligen (1772 vollendet), betonen ebenfalls den barocken Charakter der Gegend.
Anfang des 19. Jahrhunderts kam das Hochstift Bamberg, das ab 1500 auch zum Fränkischen Reichskreis gehörte, und dadurch auch Staffelstein zum Königreich Bayern.
Die Stadt erhielt 1846 mit dem Bau der Ludwig-Süd-Nord-Bahn Anschluss an das Eisenbahnnetz der Bahnstrecke Bamberg–Hof. 1975 wurde eine 50 °C warme, stark solehaltige Thermalquelle in über 1000 m Tiefe erschlossen. 1999 wurden ein Kurpark und zwei Gradierwerke geschaffen. Die Stadt erhielt im Jahr 2001 den Namenszusatz Bad.
Die Gebietsreform in Bayern, die am 1. Juli 1972 in Kraft trat, brachte für die Stadt entscheidende Veränderungen. Neben dem Landratsamt wurden auch andere Verwaltungsbehörden aufgelöst. Am 1. Januar 1975 wurde die Gemeinde Wiesen eingegliedert. Am 1. Juli 1976 kam Grundfeld hinzu. Am 1. Januar 1977 folgten Horsdorf und Schönbrunn. Durch die Gebietsreform, die am 1. Januar 1978 in Kraft trat, wurden die Gemeinden Banz (entstanden am 1. Juli 1972 aus der Fusion von Altenbanz, Nedensdorf, Stadel, Unnersdorf und Gebietsteilen von Weingarten), Schwabthal, Serkendorf, Stublang, Uetzing und Wolfsdorf sowie Gebietsteile der aufgelösten Gemeinde Unterzettlitz eingegliedert, sodass sich die Einwohnerzahl annähernd verdoppelte.
Nach der Kommunalwahl am 8. März 2026 setzt sich der Stadtrat wie folgt zusammen:
| Partei / Liste || Stimmenanteil || Sitze | ||
|---|---|---|
| CSU | 32,2 % | 8 |
| Grüne/SBUN* | 10,3 % | 3 |
| SPD | 5,5 % | 1 |
| Freie Wähler | 25,7 % | 6 |
| JB (Junge Bürger) | 8,4 % | 2 |
| AfD | 9,2 % | 2 |
| JW (Junge Wähler) | 8,7 % | 2 |
* Staffelsteiner Bürger für Umwelt- und Naturschutz
| Partei / Liste | 2020|| 2014 || 2008 || 2002 | |||
|---|---|---|---|---|
| CSU | 9 Sitze | 9 Sitze | 10 Sitze | 12 Sitze |
| SBUN | 3 Sitze | 2 Sitze | 2 Sitze | 1 Sitz |
| SPD | 2 Sitze | 3 Sitze | 3 Sitze | 4 Sitze |
| Freie Wähler | 6 Sitze | 6 Sitze | 5 Sitze | 5 Sitze |
| JB (Junge Bürger) | 4 Sitze | 4 Sitze | 4 Sitze | 2 Sitze |
Erster Bürgermeister ist seit 2021 Mario Schönwald (FW), seine Wiederwahl erfolgte 2026. Seine Vorgänger waren Jürgen Kohmann (CSU, 2006–2021) und Georg Müller (SPD). Die außerplanmäßigen Wahltermine kamen 1994 zustande, weil der damalige Erste Bürgermeister Reinhard Leutner (CSU), zum Landrat gewählt worden war.
In der Bürgermeisterwahl am 27. September 2021 verfehlte der bisherige Zweite Bürgermeister Hans-Josef Stich (CSU) die absolute Mehrheit um wenige Stimmen. Es fand daher am 11. Oktober 2021 eine Stichwahl zwischen Hans-Josef Stich (CSU) und Mario Schönwald (FW) statt. Hans-Josef Stich kündigte vor der Stichwahl an, dass er aus privaten Gründen das Amt des Bürgermeisters nicht ausführen werde. Mario Schönwald (FW) wurde mit 62,9 % der Stimmen zum Bürgermeister gewählt. Bei der Bürgermeisterwahl 2026 trat der amtierende Schönwald wieder an und konnte sich im ersten Wahlgang mit 53,9 % gegen seine Mitbewerber Holger Then (CSU) und Holger Jakob (SPD) durchsetzen.
; Sehenswürdigkeiten in und um Bad Staffelstein
Datei:Bf Staffelstein.JPG|Bahnhofsgebäude von Bad Staffelstein
Datei:Bad Staffelstein Marktplatz.jpg|Marktplatz, Herbst 2010
Datei:Staffelstein-Zentrum2-Asio.JPG|Katholische Pfarrkirche St. Kilian und Georg, 2005
Datei:BadStaffelstein.jpg|Luftaufnahme vom Stadtkern mit Rathaus und Stadtturm, 2005
Datei:Bad Staffelstein Stadtturm 2026.jpg|Bad Staffelstein Stadtturm 2026
Datei:Bad Staffelstein 004.JPG|Gasthof Adam Riese, Geburtshaus von Johann Baptist Schubert, 2010
Datei:Adam Ries, Bad Staffelstein.jpg|Bronzeplastik des Rechenmeisters Adam Riese
Datei:Kloster Banz Luftbild.jpg|Kloster Banz, 2009
Datei:Vierzehnheiligen Luftbild.jpg|Vierzehnheiligen, 2009
Datei:Bad Staffelstein, Blick auf Staffelberg 2026.jpg|Bad Staffelstein, Blick auf Staffelberg 2026
Der Bahnhof Bad Staffelstein liegt an der Bahnstrecke Bamberg–Hof.
In Bad Staffelstein gibt es folgende Brauereien:
Gemeinsam mit der Partnergemeinde Annaberg-Buchholz verweigerte Staffelstein die Teilnahme an den weltweiten Festivitäten zur vermeintlichen Jahrtausendwende 1999/2000 und verwies auf die weit verbreitete fehlerhafte Zeitrechnung. Wörtlich hieß es: „Man sei dies Adam Ries schuldig!“
Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bad_Staffelstein.
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