
| Art | Stadt |
|---|---|
| Bundesland | Brandenburg |
| Landkreis | Uckermark |
| Höhe | 51 |
| PLZ | 16278 |
| Vorwahl | 03331, 033334 <small>(Bruchhagen, Neuhaus, Steinhöfel, Schmiedeberg, Wilmersdorf)</small>, 033335 <small>(Frauenhagen, Mürow)</small>, 033336 <small>(Greiffenberg, Günterberg)</small>, 033337 <small>(Altkünkendorf, Wolletz)</small>, 033338 <small>(Gellmersdorf, Stolpe, Crussow)</small>, 033365 <small>(Bölkendorf)</small>, 038961 <small>(Biesenbrow)</small> |
| Gemeindeschlüssel | 12073008 |
| Gliederung | 23 Ortsteile |
| Adresse | Markt 24, 16278 Angermünde |
| Website | www.angermuende.de |
| Bürgermeister | Ute Ehrhardt |
| Amt | Bürgermeisterin |
| Partei | parteilos |
Angermünde ist eine Kleinstadt im Landkreis Uckermark im Land Brandenburg. Die Kernstadt Angermünde sowie die Ortsteile Wolletz und Altkünkendorf sind staatlich anerkannte Erholungsorte.
Angermünde zählt mit rund 324 km² zu den flächengrößten Gemeinden Deutschlands. Dies entspricht etwa der Größe Bremens oder Dresdens.
Die Stadt liegt etwa 80 km nordöstlich von Berlin, in der Uckermark zwischen Schorfheide-Chorin und Oder. Sie bildet den Südosten des Landkreises Uckermark, grenzt im Süden an den Landkreis Barnim und im Osten, in der Gemarkung Stolpe fast an die Republik Polen.
Neben der Kernstadt besteht Angermünde aus 23 Ortsteilen. Bei den allermeisten handelt es sich um eingegliederte Gemeinden des ehemaligen Amts Angermünde-Land. Eine Besonderheit stellt Greiffenberg dar. Sie war eine der kleinsten Städte Deutschlands und ist heute eine „Stadt in der Stadt“.
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Dazu kommen 40 Wohnplätze mit z. T. eigener Geschichte: Altenhof, Augustenfelde, Ausbau, Ausbau Mürower Straße, Ausbau Pinnower Weg, Ausbau Welsower Weg, Bauernsee, Blumberger Mühle, Breitenteicher Mühle, Friedrichsfelde, Gehegemühle, Glambecker Mühle, Greiffenberg Siedlung, Grumsin, Henriettenhof, Klein Frauenhagen, Leistenhof, Leopoldsthal, Linde, Lindenhof, Louisenhof, Luisenthal, Mürow-Oberdorf, Neu-Günterberg, Neuhaus, Neuhof, Peetzig, Rosinthal, Schäferei, Sonnenhof, Sternfelde, Stolper Mühle, Thekenberg, Waldfried, Waldfrieden, Wilhelmsfelde, Wilhelmshof, Ziethenmühle und Zollende.
Abgegangen sind die Wohnplätze Erichshagen, Heinrichshagen, Kreuz, Krummensee und Siebershof.
Angermünde grenzt an folgende Gemeinden (im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend): Oberuckersee, Gramzow, Zichow, Schwedt/Oder, Pinnow, Lunow-Stolzenhagen, Parsteinsee, Chorin, Ziethen, Althüttendorf, Joachimsthal, Friedrichswalde, Temmen-Ringenwalde und Flieth-Stegelitz.
Der östliche Zipfel erreicht das Untere Odertal, ansonsten gehört die Stadt zum Uckermärkischen Becken- und Hügelland. Die Oberfläche formte die Weichsel-Kaltzeit während des Pommerschen Stadiums. Deren Haupteisrandlage schwingt sich wie ein Rückgrat von Nordwest nach Südost durch die Landschaft. Die Endmoränen
Der Fennoskandische Eisschild verbrachte zahlreiche massive Findlinge rund um Angermünde, die meisten in den Südwesten, in den Grumsiner Forst. Die Größten messen zirka 18, 16 und 13 m³. Alle Drei bestehen aus Gneis-Granit, Letzterer trägt mit Moosseestein einen Eigennamen. Der granitene Gedenkstein auf dem Dorfplatz von Dobberzin weist ein Volumen von etwa 4 m³ auf. Die Stadt wird von der Märkischen Eiszeitstraße gekreuzt.
Der Kernstadt fehlt ein Fließgewässer. Durch die Eingemeindungen rückte Angermünde im Osten an die Oder, genauer die Hohensaaten-Friedrichsthaler Wasserstraße und im Norden an deren Nebenfluss Welse heran. Das Stadtgebiet bereichern zahlreiche uckermärkische Seen.
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Teile des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin liegen im Süden und Westen des Stadtgebiets. Dazu zählt u. a. das Naturschutzgebiet Grumsiner Forst/Redernswalde. Die Endmoränen und kuppigen Grundmoränen bergen zahlreiche, vielfältig entstandene Seen, Moore und Kleingewässer. Knapp westlich von Altkünkendorf lohnt ein Besuch des Naturbeobachtungspunkts Große Wiese. Eine der zwei eingebetteten Kernzonen gehört zu Angermünde. Der Grumsiner Forst ist mit rund 657 ha das größte der Totalreservate. Auf Sand und Geschiebelehm dehnen sich vor allem alte Rotbuchenwälder aus, kommen mehrere Orchideen
Der Süden des Nationalparks Unteres Odertal reicht über Stolpe hinaus.
Anno 1263 erschien Henricus de Angermunde (CDB, Hauptteil A, Band XIII, Urkunde CCXXVII, S. 482), der Bürger von Stettin bezeugte eine Urkunde. Die Märkische Fürstenchronik sprach 1267 von Novin-Tangermunde. Die Schreibweisen Neuen Angermünde im Jahr 1286, Nova Angermunde 1292 und Nien Angermunde 1305 ließen die Herkunft des Eigennamens noch erkennen. Zuvor hieß 1273 ein Kleriker Johannes dictus de angermunde (CDB, Hauptteil A, Band XI, Urkunde XI, S. 8–9). 1277 vermerkte Amtsinhaber Walterus prefectus in Angermünde (CDB, Hauptteil A, Band XIII, Urkunde XXV, S. 220–221). Dann folgte 1286, 1287, 1296, 1305 usw. jeweils die Variante Angermunde.
Der Ortsname wurde vom altmärkischen, an der Mündung des Tanger in die Elbe gelegenen Tangermünde übertragen. Der deutsche Flussname steht für ein ‚frisches, kräftig fließendes Wasser‘. Zur Unterscheidung diente zeitweilig der Zusatz Neu. Bald geriet der Zusammenhang in Vergessenheit. Das t wurde als to ‚zu‘, also ‚T(o) Angermünde‘ angesehen und das Gemeinwort Anger hineingedeutet. Der anlautende Buchstabe fiel daher weg.
Zwischen 1210 und 1230 entstand an einer Kreuzung von Handelsstraßen eine Burg, die den neuen deutschen Siedlern Schutz bot. Ebenfalls 1210 wurde die erste Feldsteinkirche (Marienkirche) gebaut. Zwischen 1245 und 1250 entstand die erste Franziskaner-Klosterkirche aus Feldsteinen, die im 15. Jahrhundert aus Backsteinen erneuert wurde. Neun Jahre nach der Verleihung des Stadtrechts durch Markgraf Johann I. 1254, wurde Angermünde 1293 das erste Mal urkundlich erwähnt. 1313 folgte ein allodialer Erwerb aller Seen im Land Stolpe, welche zuvor Griffike von Greiffenberg und Zabel von Badelo gehörten. In der Schlacht von Angermünde 1420 besiegten die Brandenburger die Pommern.
Im Jahr 1817 wurde Angermünde Kreisstadt des Landkreises Angermünde in der preußischen Provinz Brandenburg. 1842 bekam die Stadt einen Bahnanschluss durch die Berlin-Stettiner Eisenbahn, gefolgt von der Gründung des Gestüts Görlsdorf im Jahr 1883. Am 13. September 1891 wurde an der Westseite des Marktplatzes ein Kriegerdenkmal für die Gefallenen der Einigungskriege nach einem Entwurf von Albert Manthe feierlich enthüllt. Die beiden Standbilder auf dem Sockel stellten die Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. dar; die Gruppe der beiden Kaiser wurde 1893 für die Kriegerdenkmäler in Solingen-Ohligs und Weißwasser wiederholt.
In der Pogromnacht 1938 wurde die Synagoge in der Klosterstraße niedergebrannt. Auch der jüdische Friedhof an der heutigen Puschkinallee wurde zerstört. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs wurden am 22. Februar 1945 drei deutsche Soldaten als Wehrmachtsdeserteure gehenkt. Seit 1965 erinnert im Friedenspark ein Gedenkstein an sie. Kurze Zeit später liefen am 27. April 1945 der Bäckermeister Miers und der Juwelier Nölte auf der Straße nach Schwedt den anrückenden sowjetischen Truppen entgegen und übergaben nach kurzen Verhandlungen kampflos die Stadt. Angermünde blieb dadurch von Kriegszerstörungen verschont. Das Kriegerdenkmal auf dem Marktplatz musste jedoch auf Befehl der sowjetischen Besatzungsmacht von zwangsverpflichteten deutschen Helfern noch im selben Jahr abgerissen werden.
1952 bis 1990 war Angermünde Kreisstadt des Kreises Angermünde im DDR-Bezirk Frankfurt (Oder), dann im Land Brandenburg. Seit der Kreisreform in Brandenburg im Jahr 1993 gehört die Stadt zum Landkreis Uckermark.
Der Kernstadt Angermünde sowie den Ortsteilen Wolletz und Altkünkendorf wurde am 13. Dezember 2010 das Prädikat Staatlich anerkannter Erholungsort verliehen.
Die Reste der Stadtburg von Angermünde befinden sich an den Straßen Schloßwall, Seestraße, Ring und Prenzlauer Straße.
Um 1900 erwähnt der Burgenforscher Otto Piper in seinem Standardwerk "Burgenkunde" einen achteckigen Bergfried für die brandenburgische Burg Angermünde.
Zwischen 1210 und 1230 entstand hier an einer Kreuzung von Handelsstraßen eine Burg, die den neuen deutschen Siedlern Schutz bot.
Anno 1263 erschien Henricus de Angermunde (CDB, Hauptteil A, Band XIII, Urkunde CCXXVII, S. 482), der Bürger von Stettin bezeugte eine Urkunde.
Angermünde Prenzlauer Straße Burgruine 3.jpg|Burgmodell (an der Prenzlauer Straße)
Angermünde Prenzlauer Straße Burgruine 1.jpg|Burgreste mit Torhaus
Angermünde Prenzlauer Straße Burgruine 2.jpg|Achteckiger Bergfried oder sonstiger Burgturm
Im Jahr 1841 wurde Zuchenberg eingemeindet, es folgten Dobberzin zum 1. Januar 1974 und Altkünkendorf zum 31. Dezember 2000.
Zum 26. Oktober 2003 kamen fast alle Gemeinden des Amtes Angermünde-Land hinzu: Altkünkendorf, Biesenbrow, Bölkendorf, Bruchhagen, Crussow, Frauenhagen, Gellmersdorf, Görlsdorf, Greiffenberg, Günterberg, Herzsprung, Kerkow, Mürow, Neukünkendorf, Schmargendorf, Schmiedeberg, Steinhöfel, Stolpe, Welsow, Wilmersdorf und Wolletz, aber nicht Polßen.
Zuvor waren noch Obergreiffenberg nach Greiffenberg zum 1. Januar 1928 und Neuhaus nach Steinhöfel zum 1. Januar 1957 eingemeindet worden.
| Jahr | Einwohner |
|---|---|
| 1875 | 6 601 |
| 1890 | 6 712 |
| 1910 | 8 151 |
| 1925 | 8 755 |
| 1933 | 9 022 |
| 1939 | 9 476 |
| 1946 | 10 813 |
| 1950 | 11 928 |
| 1964 | 12 327 |
| 1971 | 11 785 |
| 1981 | 11 870 |
| 1985 | 11 752 |
| 1990 | 11 347 |
| 1995 | 10 307 |
| 2000 | 10 015 |
| 2005 | 15 276 |
| 2010 | 14 360 |
| 2015 | 13 805 |
| 2020 | 13 637 |
| 2021 | 13 696 |
| 2022 | 14 225 |
| 2023 | 14 306 |
| 2024 | 14 233 |
| 2025 | 14 015 |
Gebietsstand des jeweiligen Jahres, Einwohnerzahl: Stand 31. Dezember (ab 1991), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Das starke Bevölkerungswachstum 2005 ist auf die Eingemeindung von 20 davor selbstständigen Gemeinden im Jahr 2003 zurückzuführen.
Die Stadtverordnetenversammlung von Angermünde besteht aus 22 Stadtverordneten und der hauptamtlichen Bürgermeisterin als stimmberechtigtem Mitglied. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 68,9 % zu folgendem Ergebnis:
| Partei / Wählergruppe | Stimmenanteil 2019 |
Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 || Sitze 2024 |
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|---|---|---|---|---|
| AfD | – | – | 25,5 % | 6 |
| SPD | 26,0 % | 6 | 15,6 % | 3 |
| CDU | 15,9 % | 3 | 12,6 % | 3 |
| Die Linke | 15,3 % | 3 | 11,7 % | 3 |
| Freie Wählergemeinschaft Angermünde (FWG) | 7,1 % | 2 | 11,5 % | 3 |
| Ländliche Bürgergemeinschaft Angermünde (LBG) | 14,5 % | 3 | 10,1 % | 2 |
| Bündnis 90/Die Grünen | 7,4 % | 2 | 4,3 % | 1 |
| Einzelbewerberin Maxi Sommerschuh | – | – | 4,8 % | 1 |
| FDP | 3,3 % | 1 | 1,8 % | – |
| Bürgerbündnis Uckermark für Vernunft und Gerechtigkeit (BfVG) | – | – | 2,1 % | – |
| Wählergruppe Angermünde Mitte | 5,5 % | 1 | – | – |
| Einzelbewerberin Michelle Diebetz | 2,6 % | 1 | – | – |
| Einzelbewerberin Skadi Hempel | 1,3 % | – | – | – |
| Einzelbewerber Patrick Schulz | 1,2 % | – | – | – |
| Insgesamt | 100 % | 22 | 100 % || 22 |
Frederik Bewer war in der Bürgermeisterstichwahl am 8. Mai 2016 mit 95,3 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt worden. Sein Gegenkandidat Olaf Theiß (SPD) war zur Stichwahl nicht mehr angetreten.
Ute Ehrhardt wurde bei der Stichwahl am 30. Juni 2024 mit 51,8 % der gültigen Stimmen gewählt. Ihr Gegenkandidat war der amtierende Bürgermeister Frederik Bewer. Ihre Amtszeit beträgt acht Jahre.
„Die Flagge ist Rot - Weiß - Rot (1:4:1) gestreift und mittig mit dem Stadtwappen belegt.“
Das Dienstsiegel zeigt das Wappen der Stadt mit der Umschrift .
In der Liste der Baudenkmale in Angermünde stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Baudenkmale.
Das historische Erscheinungsbild der Altstadt blieb weitgehend erhalten. Angermünde ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ im Land Brandenburg. Das 1990 ins Leben gerufene Sanierungsprogramm lief 2007 aus. Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Gebäude in der Innenstadt saniert. Unter ihnen dominieren das Franziskaner-Kloster und die Sankt-Marien-Kirche.
2018 04 StadtpfarrkircheSanktMarienAngermuende IMG 0833.jpg|Stadtpfarrkirche St. Marien
16-06-27-Angermünde Marktplatz RalfR-WP 20160627 16 01 21 Pro.jpg|Marktplatz mit Rathaus
2018 04 Angermuende Fachwerkhaus IMG 0831.jpg|Fachwerkhaus am Markt
AngermuendeKloster 04 16 01 jiw.jpg|Franziskaner-Klosterkirche Peter und Paul
Angermuende Pulverturm.jpg|Pulverturm
Angermuende 05-2017 img09 chapel.jpg|Heilig-Geist-Kapelle
Angermünde - Evang.-luth. Martinskirche (SELK).JPG|Martinskirche
Angermuende city wall.jpg|Stadtmauer am Kaisergarten
Angermuende GeschlossenOffen.jpg|„GeschlossenOffen“ von Christian Uhlig
Gutshof-altkuenkendorf.jpg|Gutshaus Altkünkendorf
Altkuenkendorf church.jpg|Stüler-Kirche in Altkünkendorf
Dorfkirche Gellmersdorf 2018 N.jpg|Dorfkirche Gellmersdorf
Dorfkirche Bölkendorf.jpg|Dorfkirche Bölkendorf
Greiffenburg ruin.jpg|Burg Greiffenberg, Ruine in Günterberg
Der 1963 gegründete Tierpark Angermünde ist der einzige Zoo in der Uckermark. Er beherbergt auf einer Fläche von 7 ha etwa 250 Tiere in 45 Arten aus allen Kontinenten. Als Besonderheit gibt es hier alle sechs Kamelarten: Dromedar, Trampeltier, Guanako, Lama, Alpaka und Vikunja. Der Tierpark beteiligt sich am Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) mit der Haltung von Vikunjas und Lisztäffchen.
Auf Initiative des Altkünkendorfer Künstlers Joachim Karbe treffen sich seit 1991 alle zwei Jahre Bildhauer aus ganz Europa zum Angermünder Hartgesteinsymposium. Als Material für ihre Arbeiten verwenden die Künstler die uckermärkischen Findlinge. Die großen Granitsteine hinterließ die letzte Kaltzeit vor etwa 10.000 Jahren. Die Kunstwerke werden jeweils für zwei Jahre am Mündesee sowie inzwischen auch an verschiedenen Plätzen in der Altstadt und an der Mündeseepromenade ausgestellt.
In der Gegend zwischen Biesenbrow und Greiffenberg existierten mehrere Binnensalzstellen. Die dort betriebenen Salzsiedereien wurden wahrscheinlich im Dreißigjährigen Krieg (1618–1648) zerstört.
Obwohl die Stadt noch einige Betriebe der traditionellen Industrie beherbergt, setzt sie verstärkt auf den Tourismus. Die hohe Arbeitslosigkeit zwang viele Angermünder zur Abwanderung in wirtschaftsstärkere Gebiete Deutschlands.
Im Mittelalter kreuzten sich südlich des Mündesees drei Handelsstraßen: 1) Prenzlau–Gramzow–Oderberg, 2) Templin–Schwedt und 3) Berlin–Eberswalde–Welse
Durch Angermünde führen die Bundesstraßen B 2 nach Schwedt, B 158 nach Bad Freienwalde und B 198 von Joachimsthal nach Prenzlau. Die Landesstraße L 28 leitet nach Passow. Die Autobahnanschlussstellen Joachimsthal und Pfingstberg der A 11 Berlin–Stettin sind rund 16 beziehungsweise 19 Kilometer von der Kernstadt entfernt.
Mit dem Uckermärkischen Radrundweg, dem Radfernweg Berlin–Usedom und dem Oder-Neiße-Radweg ist die Stadt Angermünde an drei wichtige Radfernwege angebunden. Zuletzt wurde die Lücke im Radweg Berlin–Usedom zwischen den Blumberger Teichen sowie den Ortsteilen Görlsdorf und Peetzig Ende 2007 ausgebaut.
Der Bahnhof Angermünde ist einer der wichtigsten Verkehrsknoten im Nordosten Brandenburgs. Von der Berlin-Stettiner Eisenbahn zweigen hier die Bahnstrecken Angermünde–Stralsund Richtung Norden und Angermünde–Schwedt Richtung Osten ab. Alle Bahnstrecken sind elektrifiziert und werden mindestens stündlich von Regionalzügen bedient.
Die 30 Kilometer lange Bahnstrecke Angermünde–Bad Freienwalde wurde am 30. November 1997 stillgelegt und einige Jahre später abgebaut.
Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg erbracht. Folgende Verbindung führt, betrieben von der Uckermärkische Verkehrsgesellschaft, ab Angermünde:
Das seit dem Hochmittelalter von Angermünde aus exportierte Getreide wurde über die Oder nach Stettin verschifft. Als nächstgelegener Hafen diente Stolpe. 1350 bekam erstere Stadt in Schwedt die Zoll
Vor Ort arbeitet eine Lokalredaktion der Märkischen Oderzeitung, der einzigen Tageszeitung der Region. Alljährlich erscheint als publizistischer Höhepunkt des ausklingenden Kulturjahrs ein von der Stadt herausgegebener Heimatkalender Angermünde.
Der in Prenzlau ansässige Lokalfernsehsender Uckermark TV (bis Januar 2011 TV Angermünde Lokal) sendet auch hiesige Lokalinformationen.
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Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Angermünde.
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