| Art | Stadt |
|---|---|
| Bundesland | Sachsen-Anhalt |
| Landkreis | Anhalt-Bitterfeld |
| Höhe | 60 |
| PLZ | 06385,, 06386 <small>(Kleinzerbst)</small> |
| Vorwahl | 034909 |
| Gemeindeschlüssel | 15082005 |
| Adresse | Markt 11, 06385 Aken (Elbe) |
| Website | www.aken.de |
| Bürgermeister | Jan-Hendrik Bahn |
| Partei | parteilos |
Die Stadt Aken (Elbe) liegt im Landkreis Anhalt-Bitterfeld in Sachsen-Anhalt (Deutschland).
Aken am Südufer der mittleren Elbe liegt ca. acht Kilometer westlich von Dessau-Roßlau in einem ausgedehnten Tieflandgebiet innerhalb des Biosphärenreservates Mittelelbe. Etwa 15 km westlich von Aken mündet die Saale in die in diesem Abschnitt nur wenig Gefälle aufweisende Elbe. Östlich der Hafeneinfahrt ändert sich der Flussverlauf (Ost-West-Richtung) in Richtung Nordwesten.
Zur Stadt Aken gehören folgende Ortschaften:
Die frühe Stadtgeschichte von Aken ist unzureichend überliefert, da der Stadtarchiv-Bestand im Jahr 1485 bei einem großen Stadtbrand stark reduziert wurde. Im heutigen Ortsteil Kleinzerbst wurde in der Zeit zwischen den Weltkriegen und in den Jahren 1964 bis 1969 und 1979 bis 1981 ein germanisches Gräberfeld aus der frühen römischen Kaiserzeit ausgegraben.
Schon 2020 war es dem ehrenamtlichen Bodendenkmalpfleger Michael Barkowski gelungen, via Satellitenfoto ein potenzielles römisches Marschlager bei Aken zu ermitteln. Das Landesdenkmalamt konnte in der Folge durch den Archäologen Ralf Schwarz die südwestliche Ecke des Lagers und eine Grabenunterbrechung mit Titulum auf der Südseite identifizieren. Ein Titulum (Mehrzahl: Titula) ist ein vorgelagertes Grabenstück an Grabenunterbrechungen vor den Eingangstoren römischer Militärlager, das als Annäherungshindernis diente, um den direkten Zugang zum Lagertor zu erschweren. Bei folgenden Testgrabungen konnte der noch bis zu einer Breite von 1,75 m und einer Tiefe von 1,55 m erhaltene, für römische Militärlager typische Spitzgraben erfasst werden. In der zweiten Jahreshälfte 2024 identifizierte der Archäologe Martin Freudenreich auf digitalen Orthofotos des Landesamts für Vermessung und Geoinformation ein zweites potenzielles Marschlager. Nicht nur die geraden Grabenverläufe der Lagerseiten, sondern auch die für römische Militärlager typischen abgerundeten Lagerecken waren auf den Photographien zu erkennen. Vor Ort wurde bei den Ausgrabungen ebenfalls ein Spitzgraben mit einer Restbreite von 1,8 m und einer Resttiefe von 1,5 m bis 1,6 m nachgewiesen, im Südosten des Lagerareals zusätzlich der Kopf des Grabens (Grabenkopf), der Teil einer Grabenunterbrechung gewesen sein könnte. Die beiden Anlagen werden auf das frühe dritte Jahrhundert datiert.
Die Akener Burg Gloworp (später Glorf, Lorf) wurde erstmals im späten 12. Jahrhundert erwähnt und 200 Jahre später zerstört. Die Bewohner der dortigen Siedlung, die im späten 13. Jahrhundert antiqua civitas genannt und deren Kirche erst 1539 bei einem Hochwasser zerstört wurde, zogen nach und nach in eine im 13. Jahrhundert neu angelegte Stadt, die mit systematischem Grundriss südöstlich der Burg entstand. Mit der askanischen Erbteilung von 1212 kam Aken zum Herzogtum Sachsen und bei dessen Teilung 1260 zu Sachsen-Wittenberg. Als Gründer der neuen Stadt wird Albrecht I. von Sachsen angenommen und Aken wird 1271 erstmals Stadt genannt. Nach kriegerischen Auseinandersetzungen ging Aken 1395 endgültig an die Erzbischöfe von Magdeburg über, die bereits 1392 im Nordwesten der Stadt ein burgartiges Schloss errichteten. Aken gehörte somit zum Erzstift Magdeburg und war ab 1680 Teil des Herzogtums Magdeburg. Es befand sich in diesem im Holzkreis, der bis zur französischen Eroberung im Jahr 1806 bestand.
In der Zeit des französisch beherrschten Königreichs Westphalen war Aken Verwaltungssitz des gleichnamigen Kantons im Distrikt Magdeburg des Departements der Elbe. In der Folge des Wiener Kongresses gehörte Aken zum Landkreis Calbe a./S. in der prußischen Provinz Sachsen. Vom 19. Jahrhundert an entwickelte sich Aken zu einem wichtigen Industriestandort der Region.
Am 20. Juli 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Gemeinden Kühren, Mennewitz und Susigke nach Aken eingemeindet.
Von 1950 bis 2007 lag Aken im Kreis Köthen (1950 bis 1990 im DDR-Bezirk Halle, dann im Land Sachsen-Anhalt). Seit der Kreisreform 2007 ist die Stadt Teil des Landkreises Anhalt-Bitterfeld.
Am 1. Januar 1994 wurde die bis dahin eigenständige Gemeinde Kleinzerbst nach Aken eingemeindet.
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ab 1990: Stand: 31. Dezember des jeweiligen Jahres (Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt), ab 2011 auf Basis des Zensus 2011, ab 2022 auf Basis des Zensus 2022
Der Stadtrat von Aken besteht aus 20 Mitgliedern und dem Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 9. Juni 2024 führte bei einer Wahlbeteiligung von 63,6 % zu folgendem Ergebnis:
| Partei / Wählergruppe || Stimmenanteil 2019 || Sitze 2019 |
Stimmenanteil 2024 || Sitze 2024 |
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|---|---|---|---|---|
| Frei & Fair für Aken | 47,2 % | 9 | 40,7 % | 8 |
| Akener Vereine Bündnis | – | – | 20,8 % | 4 |
| CDU | 19,1 % | 4 | 18,8 % | 4 |
| FDP | 9,4 % | 2 | 10,2 % | 2 |
| Die Linke | 8,9 % | 2 | 9,5 % | 2 |
| AfD | 9,0 % | 2 | – | – |
| SPD | 6,4 % | 1 | – | – |
| Insgesamt | 100 % | 20 | 100 % | 20 |
Bahn wurde bei der Bürgermeisterstichwahl am 12. April 2015 mit 53,8 % der gültigen Stimmen gewählt. Er wurde bei der Bürgermeisterwahl am 19. Juni 2022 mit 82,7 % der gültigen Stimmen in seinem Amt bestätigt. Seine Amtszeit beträgt sieben Jahre.
In den Ortschaften Kleinzerbst, Kühren, Mennewitz und Susigke wurde die Ortschaftsverfassung gemäß §§ 86 ff. der Gemeindeordnung Sachsen-Anhalt eingeführt. Die Ortschaftsräte haben jeweils fünf Mitglieder.
Die Stadt Aken (Elbe) führt ein farbiges Dienstsiegel.
Im Dienstsiegel ist folgendes Bildsiegel dargestellt: „Unter einem hohen gotischen Bogen, zwischen zwei gezinnten Rundtürmen mit Spitzdach, auf gequadertem Sockel stehend ein Bischof mit erhobener rechter Hand und zum Schwur ausgestreckten Fingern, der in der linken Hand den Bischofsstab hält. Die Türme sind von je einem kleinen schwebenden quergeteilten rot-weißen Wappenschild mit dem Kopf des heiligen Mauritius beseitet.“
Das Siegel ist mit der Umschrift Signetum Burgensium Urbis Aquensis Fidelis Filiae Ecclesiae Magdeburgensis (Siegel der Bürger der Stadt Aken, der treuen Tochter der Magdeburger Kirche) auf gelbem Untergrund versehen.
Die Flagge der Stadt zeigt die Farben rot/weiß. Auf der Flagge befindet sich das farbliche Bildsiegel der Stadt.
;Geschichtsdenkmale
Fauna
Der Bahnhof Aken wird nurmehr von Güterzügen bedient, seitdem der Schienenpersonenverkehr zwischen der Kreisstadt Köthen (Anhalt) und Aken als Endbahnhof zum Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2007 eingestellt wurde.
Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch den PlusBus des Bahn-Bus-Landesnetz Sachsen-Anhalt erbracht. Folgende Verbindung, betrieben von den Vetter Verkehrsbetriebe, führt ab Aken:
Aken liegt an der B 187a von Zerbst/Anhalt nach Köthen, der einzigen direkten Straßenverbindung zwischen diesen beiden Städten, die zwischen Aken und Steutz durch eine Gierseilfähre unterbrochen wird. Außerdem bestehen Straßenverbindungen nach Calbe (Saale) und Dessau-Roßlau durch die L 63. Vom südöstlichen Stadtrand gelangt man zu den Ortsteilen Susigke und Kleinzerbst und weiter nach Elsnigk zur B 185.
Aken verfügt seit 1891 (Baubeginn: 1889) über einen Binnenhafen. Dieser war für die Stadt Aken von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Durch den Ausbau des Eisenbahnschienennetzes in den folgenden Jahren nahm der Verkehr auf der Elbe weiter zu und damit auch die Menge der Umschlaggüter im Hafen. Während des Zweiten Weltkriegs kam der Hafenbetrieb jedoch fast vollständig zum Erliegen und wurde erst in den nachfolgenden Jahrzehnten wiederbelebt. Nach der politischen Wende 1989 war der Betrieb zunächst von der Treuhandanstalt verwaltet, bis 1993 die Stadt Aken das Unternehmen übernahm. Sie gründete die Hafenbetrieb Aken GmbH, die den Hafen seitdem verwaltet. Von 1992 bis 2006 erfolgte eine grundlegende Sanierung und Erweiterung des Hafenterminals und es wurden etwa 15,5 Millionen Euro investiert. Im Hafen befinden sich heute ein Containerterminal, ein Massengutterminal sowie ein Schwergutterminal mit der höchsten stationären Tragkraft an der Elbe zwischen Hamburg und Dresden (270 t). Alle Terminals sind trimodal angeschlossen. Der Hafen gilt neben seiner Funktion bis heute als eines der Wahrzeichen der Stadt Aken.
1355 wurde in Aken erstmals eine Fähre urkundlich erwähnt. Von Anfang an diente sie nicht nur dem Personentransport über die Elbe, sondern wurde vorwiegend für den Lastentransport genutzt. 1878 wurde beim Neubau der Fähre die bis dahin genutzte Schrickfähre in eine Gierfähre umgewandelt. Diese Antriebstechnik gilt als besonders umweltfreundlich, da dafür die natürliche Strömung der Elbe genutzt wird. Die derzeit genutzte Fähre ist seit 1997 in Betrieb und besitzt eine Tragfähigkeit von 42 Tonnen. Sie dient als 'schwimmende Brücke' über die Elbe, sichert die Verbindung zwischen Aken und Steutz und bringt bis zu 12 PKW in 5 Minuten über die Elbe. Die Fähre ist nicht nur von Bedeutung für den gewerblichen Transportverkehr, sondern spielt auch touristisch eine wichtige Rolle, denn der Elberadweg führt von Aken mithilfe der Fähre in das Biosphärenreservat Steckby-Lödderitzer Forst.
Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Aken_(Elbe).
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