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Landkreis Greiz
Dr. Rathenau-Platz 11
7973 Greiz

http://www.landkreis-greiz.de

Landkreis Greiz

160pxAbb. 1 Wappen Landkreis Greiz
Basisdaten
BundeslandThüringen
VerwaltungssitzGreiz
Adresse des LandkreisesDr.-Rathenau-Platz 11
07973 Greiz
Websitewww.landkreis-greiz.de

Der Landkreis Greiz ist ein Landkreis im Osten des Freistaats Thüringen mit der Kreisstadt Greiz. Raumordnerisch gehört der Kreis zur Planungsregion Ostthüringen und ist Mitglied der Planungsgemeinschaft Ostthüringen.

Geografie

Nachbarkreise sind im Norden der zu Sachsen-Anhalt gehörende Burgenlandkreis und die kreisfreie Stadt Gera, im Nordosten der Landkreis Altenburger Land, im Osten der sächsische Landkreis Zwickau, im Süden der ebenfalls sächsische Vogtlandkreis und im Westen der Saale-Orla-Kreis und der Saale-Holzland-Kreis. Der Süden des Landkreises gehört zum Thüringer Schiefergebirge, während der Norden zur Leipziger Tieflandsbucht (Saale-Elster-Sandsteinplatte) hin abfällt. Die bedeutendsten Flüsse sind die im Osten des Kreises fließende Weiße Elster und ihr linker Nebenfluss Weida, die mehrfach zu Trinkwassertalsperren angestaut ist. 213 km² des Landkreises sind mit Wald bedeckt, 13,3 km² sind Wasserflächen. Höchste Erhebung ist mit 535,5 m ü. HNH der Allrichberg bei Bernsgrün.

Geschichte

Historisch ist der Landkreis Teil des Vogtlandes und besteht aus vier ehemaligen Fürstentümern.Einen Landkreis Greiz gab es durchgehend seit der Gründung des Landes Thüringen im Jahr 1920 (siehe auch Landkreis Greiz (1922–1952)). In seiner heutigen Form entstand der Landkreis am 1. Juli 1994 durch Zusammenlegung der Landkreise Gera, Zeulenroda und Greiz. Zum Altkreis Greiz gehörten bis zum 31. März 1992 die Stadt Elsterberg mit Noßwitz, die Gemeinde Görschnitz und bis zum 31. Juli 1994 die Gemeinde Cunsdorf. Sie fielen durch Bürgerentscheid an Sachsen, zu dem sie auch bis 1952 gehört hatten.

Einwohnerentwicklung

Entwicklung der Einwohnerzahl:

  • 1994: 127.861
  • 1995: 127.536
  • 1996: 127.186
  • 1997: 126.815
  • 1998: 126.137
  • 1999: 125.156
  • 2000: 123.869
  • 2001: 122.459
  • 2002: 121.129
  • 2003: 119.500
  • 2004: 118.053
  • 2005: 116.320
  • 2006: 114.384
  • 2007: 112.682
  • 2008: 110.747
  • 2009: 109.003
  • 2010: 107.555
  • 2011: 106.002
  • 2012: 103.297
  • 2013: 102.167
  • 2014: 101.382
  • 2015: 101.114
  • 2016: 99.717
  • 2017: 99.275
  • 2018: 98.159
  • 2019: 97.398
  • 2020: 96.668
  • 2021: 96.102
Datenquelle: ab 1994 Thüringer Landesamt für Statistik – Werte vom 31. Dezember

Politik

Landrat

Landrätin des Kreises ist seit dessen Bildung im Jahr 1994 Martina Schweinsburg (CDU). Zuvor war sie Landrätin des Kreises Zeulenroda.

Bei den Wahlen im April 2018 wurde Schweinsburg für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt, nachdem sie bereits im ersten Wahlgang mit 65,9 Prozent der Stimmen die absolute Mehrheit erreichen konnte.

Kreistag

Die 46 Sitze im Kreistag verteilen sich seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 folgendermaßen auf die einzelnen Parteien:

Partei Sitze
CDU 17 (−3)
AfD 9 (+9)
LINKE 5 (−4)
SPD 4 (−2)
IWA 4 (+1)
Pro Kommune – FWG 2 (±0)
GRÜNE 2 (+1)
FDP 2 (+1)
BIZ 1 (−1)
NPD 0 (−2)

Die Abkürzung IWA steht für Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit e. V., BIZ steht für Bürgerinitiative für sozialverträgliche Abgaben und Leistungsgerechtigkeit in Zeulenroda und Umgebung.

Wappen

Blasonierung: „Über einem schwarz-gold geteilten und mit einem gebogenen, schrägrechten grünen Rautenkranz belegten Schildfuß von Schwarz und Silber geteilt zeigt es vorn einen aufrechten goldenen, rotbekrönten und -bewehrten Löwen und hinten einen goldenen Kranich.“

Der goldene Löwe und der Kranich wurden von den Wappen der Fürsten zu Reuß abgeleitet, die den größten Teil dieser Gegend für viele Jahrhunderte in ihrem Besitz hatten. Ein kleiner Teil des Landkreises gehörte zum Herzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Folglich ist in der Unterseite desWappens die vereinfachte Form des sächsischen Wappens zu sehen.

Eine Übersicht zu den Wappen der Städte und Gemeinden des Landkreises findet man in der Liste der Wappen im Landkreis Greiz.

Wirtschaft

Rund 8000 Firmen – vor allem im klein- und mittelständischen Bereich – sind im Landkreis Greiz ansässig. Wichtige Zweige im verarbeitenden Gewerbe sind die chemische Industrie, speziell die Gummi- und Kunststoffwarenherstellung, die Textilindustrie, die Lebens- und Genussmittelindustrie, die Holzverarbeitung sowie die Metall verarbeitende Industrie. Die Köstritzer Schwarzbierbrauerei und das Chemiewerk Bad Köstritz, die Bauerfeind-Gruppe (Zeulenroda-Triebes), die Breckle Matratzenwerk Weida GmbH (Weida) und die Wismut GmbH gehören zu den großen Arbeitgebern des Landkreises. Eine Fläche von etwa 520 km² wird landwirtschaftlich genutzt. Das Bruttoinlandsprodukt betrug im Jahre 2007 1.864 Millionen Euro. Gemeinsam mit der Stadt Gera ist der Landkreis Greiz Träger der Sparkasse Gera-Greiz.

Im Zukunftsatlas 2016 belegte der Landkreis Greiz Platz 349 von 402 Landkreisen und kreisfreien Städten in Deutschland und zählt damit zu den Regionen mit „hohen Zukunftsrisiken“.

Verkehr

Straßenverkehr

Der Landkreis Greiz wird von den Bundesautobahnen 4 (Dreieck Kirchheim/A 7 – Eisenach – Gera – Dresden – Görlitz – Grenzübergang PL) und 9 (Berlin – Leipzig – Nürnberg – München) durchzogen. Außerdem verläuft unweit die Bundesautobahn 72 (Hof – Chemnitz).

Weitere wichtige Straßen sind die in Nord-Süd-Richtung weitgehend zur A 9 parallel verlaufenden Bundesstraßen

In ost-westliche Richtung verlaufen die Bundesstraßen

Öffentlicher Verkehr

Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) wird größtenteils von der Verkehrsgemeinschaft des Landkreises Greiz erbracht. Zu dieser gehören vier Unternehmen, von denen zwei in kommunaler Hand sind: Die Personen- und Reiseverkehrsgesellschaft Greiz mbH (PRG) sowie die RVG Regionalverkehr Gera/Land GmbH, die unter dem Dach der Service- und Verwaltungsgesellschaft Greiz (SVG GRZ) zusammengeschlossen sind. Weiterhin bedienen die Unternehmen "Omnibusbetrieb Dipl.-Ing. (FH) Günter Herzum" und "Omnibusbetrieb Hartmut Piehler" Linienverkehr im nordöstlichen Landkreis.

Schienenverkehr

Durch den Landkreis verlaufen die in Betrieb befindlichen Bahnstrecken

Die Strecken Gößnitz–Gera und Weimar–Gera sind Teil der Mitte-Deutschland-Verbindung. Knotenpunkt für den regionalen und überregionalen Bahnverkehr ist der Geraer Hauptbahnhof. Dort besteht auch Anschluss zum InterCity-Netz der DB. Die SPNV-Linien, die durch den Kreis verlaufen, ermöglichen die Anbindung an regionale Oberzentren wie Erfurt, Hof (Saale), Jena, Leipzig und Plauen.

In der Nähe der Kreisstadt Greiz befindet sich wenige hundert Meter hinter der Kreis- und Landesgrenze die Göltzschtalbrücke – Teil der Bahnstrecke Leipzig–Hof und der Sachsen-Franken-Magistrale. Die benachbarten ehemaligen Fernbahnhöfe Plauen (Vogtl) ob Bf und Reichenbach (Vogtl) ob Bf sind für Reisende aus dem südlichen Teil des Kreises von Bedeutung.

Zu den seit 1990 stillgelegten Bahnstrecken gehören die Strecken Neumark–Greiz und Zeulenroda unt Bf–Zeulenroda ob Bf.

Luftverkehr

Auf dem Gebiet des Landkreises befindet sich der Sonderlandeplatz Greiz-Obergrochlitz. In den benachbarten Kreisen befinden sich die Verkehrslandeplätze Altenburg-Nobitz, Auerbach (Vogtl.), Gera-Leumnitz, Jena-Schöngleina und Zwickau.

Nächstgelegene internationale Flughäfen sind Leipzig/Halle, Erfurt und Dresden.

Wasserstraßen

Für den Gütertransport nutzbare Flüsse gibt es nicht.

Gemeinden

Greiz und Zeulenroda-Triebes sind gemäß dem Regionalplan als Mittelzentren ausgewiesen.

Grundzentren sind die Städte Auma-Weidatal, Berga/Elster, Münchenbernsdorf, Ronneburg, Weida sowie funktionsteilig und landkreisübergreifend Bad Köstritz/Crossen an der Elster.

(Einwohner am )

Gemeinschaftsfreie Gemeinden
  1. Auma-Weidatal, Stadt, Landgemeinde ()
  2. Berga/Elster, Stadt ()
  3. Greiz, Stadt ()
  4. Harth-Pöllnitz ()
  5. Kraftsdorf ()
  6. Mohlsdorf-Teichwolframsdorf, Landgemeinde ()
  7. Ronneburg, Stadt ()
Erfüllende Gemeinden
  1. Bad Köstritz, Stadt (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Caaschwitz ()
  2. Langenwetzendorf (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Hohenleuben, Stadt ()
  3. Weida, Stadt (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Crimla ()
  4. Zeulenroda-Triebes, Stadt (), erfüllende Gemeinde auch für
    1. Langenwolschendorf ()
    2. Weißendorf ()

Verwaltungsgemeinschaften

Schutzgebiete

Im Landkreis befinden sich fünf ausgewiesene Naturschutzgebiete (Stand Januar 2017).

Gebietsveränderungen

Gemeinden

Verwaltungsgemeinschaften und erfüllende Gemeinde

Namensänderungen

Kfz-Kennzeichen

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen GRZ. Es wird durchgängig bis heute ausgegeben. Vom 1. Juli 1994 bis zum 31. Januar 1995 wurde im Altkreis Zeulenroda das Kürzel ZR ausgeteilt. Seit dem 24. November 2012 ist es wieder erhältlich.

Bis etwa zum Jahr 2000 erhielten Fahrzeuge aus den Teilkreisen besondere Erkennungsnummern:

Gebiet Buchstaben Zahlen
Teilkreis Greiz A bis Z 1 bis 999
AA bis ZZ 1 bis 99
Teilkreis Gera AA bis ZZ 100 bis 999

Sonstiges

Der Landkreis Greiz richtete mit den Städten Ronneburg und Gera und dem Zentralverband Gartenbau die Bundesgartenschau 2007 aus. Besonders das Ausstellungsgelände im Landkreis Greiz war lange vom Uranbergbau (SDAG Wismut) geprägt. Die Rekultivierung stand im Mittelpunkt der Arbeiten am Buga-Gelände.

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Landkreis Greiz

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