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https://www.bad-muender.de/

Bad Münder am Deister

160pxAbb. 1 Wappen von Bad Münder am Deister
Basisdaten
BundeslandNiedersachsen
Höhe119 m
PLZ31848
Vorwahl05042
Gliederung16 Ortsteile
Adresse der VerwaltungSteinhof 1
31848 Bad Münder am Deister
Websitewww.bad-muender.de
Dirk Barkowski (parteilos)
Bad Münder am Deister ist eine Kurstadt im Landkreis Hameln-Pyrmont in Niedersachsen. Die Stadt mit 16 Ortsteilen zählt etwa 17.400 Einwohner (Stand 31. Dez. 2021). Der Ortsteil Bad Münder (bis 1936 Münder) ist Verwaltungssitz mit rund 8000 Einwohnern.

Geographie

Bad Münder am Deister liegt im Deister-Süntel-Tal an der Bundesstraße 442 und ist umgeben von den bewaldeten Gebirgszügen Deister und Süntel im Weserbergland, nördlich von Hameln. Die Hamel durchfließt das Stadtgebiet.

Die folgenden Kommunen grenzen im Uhrzeigersinn um das Stadtgebiet:

Seit der Gebietsreform am 1. Januar 1973 gehört die Stadt Bad Münder am Deister zum Landkreis Hameln-Pyrmont und besteht aus den nachstehend aufgeführten 16 Ortsteilen:

  • Bad Münder
  • Bakede
  • Beber
  • Böbber
  • Brullsen
  • Egestorf (Süntel)
  • Eimbeckhausen
  • Flegessen
  • Hachmühlen
  • Hamelspringe
  • Hasperde
  • Klein Süntel
  • Luttringhausen
  • Nettelrede
  • Nienstedt
  • Rohrsen

Geschichte

Der Ort im Deister-Süntel-Tal wurde zwischen 856 und 869 als „Munimeri“ erstmals erwähnt. Die Heilkraft der Sole-, Schwefel- und Bitterquellen war schon früh bekannt. Mönche kamen eventuell wegen der Solequellen zu Fuß aus Minden angereist, immerhin fast 50 km. Dadurch könnte der Name „Mindener Sold“ entstanden sein, der sich im Laufe der Zeit zu „Mündener Sold“ entwickelt haben könnte. Der tatsächliche Ursprung des Namens ist aber ungewiss. Mit Sicherheit taucht Münder im Jahre 1033 in einer Urkunde Kaiser Konrads II. als „Munnere“ auf. Die seit 1033 bestehende Salzgewinnung wurde erst 1924 eingestellt.Im heutigen Ortsteil Hamelspringe wurde 1306 ein Zisterzienserkloster von Loccum aus gegründet.

Während der Hildesheimer Stiftsfehde von 1519 bis 1523 und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt vollständig zerstört. Im Ortsteil Klein Süntel produzierte zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert die Glashütte Klein Süntel mit Unterbrechungen Hohlglas und andere Glasprodukte. Im Jahre 1872 bekam Münder einen Eisenbahnanschluss an das Netz der Hannover-Altenbekener Eisenbahn-Gesellschaft.

Die Geschichte der Juden in Bad Münder setzt um das Jahr 1700 ein, als erstmals Schutzjuden urkundlich erwähnt werden. Der jüdische Friedhof der Gemeinde ist im Jahre 1782 zum ersten Mal bezeugt; ab 1835 bestand im Ort eine Synagoge. Im 19. Jahrhundert lebten rund 50 Personen jüdischen Glaubens im Ort. Danach ging ihre Zahl in den 1930er Jahren zur Zeit des Nationalsozialismus auf unter 10 Personen zurück. Deportationen von jüdischen Bürgern aus Bad Münder erfolgten 1942. Mindestens 18 Menschen, die in Bad Münder geboren worden waren oder gelebt hatten, wurden Opfer des Holocaust.

1936 erhielt Münder den Status einer Kurstadt, so dass Münder zu Bad Münder wurde und heute das Prädikat „Staatlich anerkannter Heilquellenkurbetrieb“ trägt. Der Kurort besitzt eine reizvolle Altstadt mit historischen Fachwerkhäusern und Sandsteinbauten aus der Weserrenaissance. Die Stadt lebt heute, außer von der Glas- und Möbelindustrie, hauptsächlich vom Gesundheitswesen und dem Tourismus.

Am 9. September 2002 wurden bei einem Zugunglück 40.000 Liter der Chemikalie Epichlorhydrin freigesetzt.

Eingemeindungen

Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Bakede, Beber, Böbber, Brullsen, Egestorf am Süntel, Eimbeckhausen, Flegessen, Hachmühlen, Hamelspringe, Hasperde, Klein Süntel, Luttringhausen, Nettelrede, Nienstedt und Rohrsen eingegliedert.

Einwohnerzahlentwicklung

Aufgrund von Eingemeindungen erfolgte zunächst ein statistischer Zuwachs. Doch im Lauf von mehr als 50 Jahren (Stand 2015) ist ein stetiger Rückgang zu verzeichnen, die Gründe sind nicht exakt benennbar. (Einwohnerzahlen: 1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, jeweils mit den später eingemeindeten Orten; 1987–2018 jeweils am 31. Dezember, 2021 am 31. März)

Politik

Rat der Stadt

Der Rat der Stadt Bad Münder am Deister besteht aus 32 Ratsfrauen und Ratsherren. Dies ist die festgelegte Anzahl für eine Stadt mit einer Einwohnerzahl zwischen 15.001 und 20.000 Einwohnern. Die 32 Ratsmitglieder werden durch Kommunalwahl für jeweils fünf Jahre gewählt. Die aktuelle Ratsperiode begann am 1. November 2021 und endet am 31. Oktober 2026.

Stimmberechtigt im Rat der Stadt ist außerdem der hauptamtliche Bürgermeister.

Die Kommunalwahl am 12. September 2021 führte zu folgendem Ergebnis:

Sitze
SPD 10
CDU 10
Grüne 4
bmkm 4
AfD 2
pro Bürger 2

Bürgermeister und Bürgermeisterinnen

Als hauptamtlicher Bürgermeister wurde der parteilose Dirk Barkowski am 26. September 2021 mit 57,78 % Stimmen nach Stichwahl gewählt.

Bürgermeister bis Ende des Zweiten Weltkriegs

Ehrenamtliche Bürgermeister (1945–2000)

Hauptamtliche Bürgermeister und Bürgermeisterinnen (ab 2000)

Stadtdirektoren (1945–2000)

Ortsräte

Die 16 Ortsteile der Stadt Bad Münder werden durch insgesamt 53 Ratsfrauen und -herren in neun Ortsräten vertreten. Diese setzten sich wie folgt zusammen:

SPD CDU Grüne WG
Bad Münder 3 3 1 2
Bakede-Böbber-Egestorf 4 2 - 1
Beber-Rohrsen 1 3 1 -
Brullsen-Hachmühlen - - - 5
Eimbeckhausen 3 4 - -
Hasperde-Flegessen-Klein Süntel 1 2 1 1
Hamelspringe 1 - - 4
Nettelrede-Luttringhausen 3 2 - -
Nienstedt 3 2 - -
Summe= 19 18 3 13

Wappen, Flagge und Banner

Banner, Wappen und Hissflagge
63px 80px
100px

Blasonierung:„Das Wappen der Stadt ist ein schwarz umrandetes grünes Schild, das in der Mitte einen aufrechtstehenden, aus Sicht der Betrachtenden nach links blickenden goldenen Löwen mit roten Krallen, roter Zunge und rotem Auge zeigt. Über dem Schild befindet sich eine dreitürmige steinfarbene in rot dargestellte Mauerkrone.“

Das Wappen ist abgeleitet von einem Siegel aus dem Jahre 1318. Der Löwe steht für die früheren Landesherren der Fürsten von Lüneburg. Die Mauerkrone steht für die Stadt als solche; die Stadtrechte wurden Ende des 13. Jahrhunderts verliehen.

Die Flagge der Stadt ist grün mit dem Stadtwappen in der Mitte.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Übersicht (Auswahl)

Museen

Im Kernort finden sich zwei Museen in Trägerschaft der Ortsgruppe des Heimatbundes Niedersachsen:

Musik

Bauwerke

Parks

Naturdenkmäler

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Verkehr

Die Bundesstraßen 442 und 217 bieten Verbindungen nach Hameln, Hannover sowie zur Anschlussstelle Lauenau der Bundesautobahn 2.

Der Bahnhof Bad Münder (Deister), DS100-Code HMDD, an der Bahnstrecke Hannover–Altenbeken wird von der S-Bahn-Linie S 5 Paderborn – Hameln – Hannover Hbf – Hannover Flughafen bedient.

Linie Verlauf Takt

Nächstgelegener Bahnhof für den Ortsteil Nienstedt ist der Bahnhof Egestorf (Deister) an der Deisterstrecke, wo die S-Bahn-Linien S 1 und 2 Verbindungen nach Haste und Hannover bieten.

Auf der früheren Bahnstrecke Bad Münder–Bad Nenndorf wurde 1968 der Personenverkehr und 1995 auch der letzte Rest des Güterverkehrs eingestellt.

Öffentliche Einrichtungen

Bildung

Grundschulen

Gesamtschulen

Sonstige Bildungseinrichtungen

Kindertagesstätten

Vereine

In der Kernstadt:

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Personen, die mit der Stadt in Verbindung stehen

Weblinks

Hinweis

Dieser Artikel wurde aus der deutschsprachigen Wikipedia entnommen. Den Originalartikel finden Sie unter http://de.wikipedia.org/wiki/Bad Münder am Deister

Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; Informationen zum Lizenzstatus eingebundener Mediendateien (etwa Bilder oder Videos) können im Regelfall durch Anklicken dieser abgerufen werden. Möglicherweise unterliegen die Inhalte jeweils zusätzlichen Bedingungen.

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